Beiträge von oleR

    Hier auch nichts und ich hatte schon im Dezember (zu spät für die Jan-Auszahlung) beantragt.


    Auszahlung geht schon, aber Startguthaben (und ich glaube auch anderes Gratis-Guthaben) war von der Auszahlung schon länger ausgeschlossen. Es ging nur eben trotzdem ;)


    Bei mir sind allerdings auch 10 € "echtes" Guthaben drauf und mindestens das hätte ich gern wieder.

    Wie oben geschrieben: Ist die Strecke ausgeschrieben und der alte Betreiber verliert den Auftrag, dann gibt es Arbeit für Regionalverkehrs-Lokführer im entsprechenden Gebiet nur noch bei der neuen Firma. Da alle Regionalstrecken über kurz oder lang ausgeschrieben werden müssen und das dann auch regelmäßig wiederholt wird, haben die Lokführer - völlig verständlich - keine Lust, alle paar Jahre von vorn bei einem neuen AG anklopfen zu müssen und bei der Gelegenheit einen deutlich niedrigeren Lohn zu kriegen.



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    Im Hinblick auf die zunehmende Automatisierung dürften sich -ob sinnvoll oder nicht- die Jobanforderungen an Lokführer in 30-40 Jahren von den aktiven Fahrzeugführern zu Wartungstechnikern verschieben und Streiks in dieser Form nicht mehr auftreten.


    Dann streikt das Stellwerk. Und die heutigen Lokführer interessiert es eh nicht die Bohne, was in 40 Jahren sein könnte, wo schon vor 40 Jahren die ersten automatischen Züge getestet wurden.


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    Streikten die Disponenten der Bahn, wäre das Ergebnis allerdings noch verheerender.


    Was soll denn da nicht klappen, wenn der Disponent mal vier Stunden nicht da ist?

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    Statt dann auch bei "B" den Schwerpunkt des Streikes abzuhalten, wird dieser auf dem Rücken von "A" (DB) ausgetragen, was nun mal paradox ist. Aus verhandlungstechnischer Sicht macht es nicht den geringsten Sinn, da eine Einigung mit den anderen Unternehmen in viel weiterer Ferne liegt als mit "A" bzw. schlichtweg utopisch ist.


    Hä? Es wird doch bei allen Unternehmen gestreikt, inklusive Privatbahnen.


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    Blöd für die GDL, dass deren Mitgliederanteil bei den Konkurrenzunternehmen entsprechend gering ist, weshalb ein Streik dort auch im Sande verlaufen würde...


    Wie? Bei Metronom zum Beispiel war der Betrieb vorhin quasi komplett lahmgelegt. Währenddessen fuhr die Hamburger S-Bahn (DB) noch alle 20 Minuten auf den Stammlinien.

    Mal kurz:


    1. "Streik ist das letzte Druckmittel das der AN hat, nur wird hier gar nicht mehr großartig verhandelt sondern gleich gestreikt." - Nach dem, was ich so mitbekommen habe, wurde seit Monaten verhandelt. Was du sagst, ist schlicht falsch.


    2. Lokführer haben sich freiwillig ausgesucht, zu einer kleinen Privatbahn zu gehen? Sicher. Wenn die DB Regio einen Regionalverkehrsauftrag verliert, dann fährt dort nur noch die Privatbahn. Und wenn die Privatbahn 10 Jahre später die Folgeausschreibung verliert, dann fährt wieder die nächste Bahn und der alte AG macht zu. Entweder, man akzeptiert das Angebot des neuen Betreibers oder man geht sonstwohin, wenn der alte AG an anderen Orten noch freie Stellen hat, oder man ist eben arbeitslos. Da kann ich nicht viel von freiwilligem Aussuchen erkennen.


    3. Mag sein, dass heute jedes Smartphone die Züge steuern kann. Tun sie aber nicht. Die Bahn hat doch nicht einmal flächendeckend die Technik installiert, um ein rotes Signal technisch auswertbar zur Lok zu übertragen. Siehe das Zugunglück in Sachsen-Anhalt. Lokführer hat gepennt, 10 Leute tot. Großartig.


    4. In Nürnberg klappt es prinzipiell mit dem automatischen Betrieb. * Das ist ja auch gar kein Hexenwerk. Genaso wie der automatische Flugzeugbetrieb. Der Flieger hat vielleicht zwei Dimensionen mehr - ein Hindernis für einen Rechner? Dafür laufen aber auch eher seltener Leute im Luftraum rum, man muss nicht alle paar Minuten abfertigen und überprüfen, ob auch keiner noch in der Tür steckt, es gibt keine Weichen oder Fahrstraßen mit Geschwindigkeitsbeschränkung, keine Signale, keine Bahnübergänge, die vielleicht gestört sein könnten usw. Bei der Bahn muss erst die ganze Streckeninfrastruktur teuer aufgerüstet werden. Bei Flugzeugen entfällt das überwiegend. Der Pilot muss sich mit der Natur und Naturgesetzen rumprügeln. Der Lokführer überwiegend mit Menschen und ihrem Verhalten. Was kann man technisch leichter vorhersagen? Ich würde davon ausgehen, dass eher ein pilotenloses Flugzeug in den Linienbetrieb geht als dass flächendeckend automatische Eisenbahnen fahren.


    * Meistens jedenfalls: http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/237229

    Ändert aber nichts daran, dass der Großteil der Autos in D schlicht viel mehr Sprit verbraucht als nötig wäre, um den Zweck eines Autos zu erfüllen: Person von A nach B zu bringen. Dafür brauche ich keinen XXL-SUV, keine übermotorisierten Stadtkisten usw. Läge das Problem nur an den alten Wagen, würde es sich ja wohl in 10-20 Jahren erledigt haben. Aber ich habe den Eindruck, dass selbst bei E-Autos einfach nur der Energieträger gewechselt werden soll - und der Strom kommt ja aus der Steckdose ;)

    Alles nur ein Versehen. Das sollte man nicht so hoch hängen. Das passiert mir auch manchmal bei Arbeiten - schwups, übersieht man hier eine Fußnote, drückt man da mal zu oft Strg + V - und schon ist die halbe Arbeit aus Versehen ohne Quellenangabe. Warum auch nicht? Davon wird sie ja nicht falscher.


    Ihr müsst es auch mal so sehen: Guttenberg hat den Doktor ja nur aus Spaß bzw. für seine wissenschaftliche Karriere gemacht. Er wollte nie in die Politik und sich da mit den zwei magischen Buchstaben Vorteile verschaffen. Das wäre eine böse Unterstellung. Guttenberg ist ein toller Minister. Er hat zum Beispiel den Krieg "Krieg" genannt. Das war eine tolle Sache und irgendwann wird er vielleicht auch noch 1-2 Worte dazu sagen, was daraus folgt. Wenn nicht bis dahin die linken Zecken ihn weiter mit Kleinigkeiten abzusägen versuchen.

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    Welcher Politiker tut das denn nicht! Es ist doch geradezu Politikerpflicht, diese Werte hoch zu halten und dafür und dazu öffentlich zu stehen. Also ist das im Grunde ein selbst aufgestelltes Podest, über das potentiell jeder Politiker oder jeder andere, der auch im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht, fallen kann.


    Ich habe nur das Gefühl, dass eine bestimmte politische Richtung eher diese Werte vertreten will. Dass sie die auch in den Diskurs mit Nachdruck fordern. Und dann das.


    Zu Guttenberg noch: Wenn es in Berlin mal schiefgeht, kriegt die CSU ihn sicher irgendwo im Wissenschaftsministerium unter. Politik "Marke Wiesheu" ;)

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    Ich bin von Tränen gerührt, wenn man sowas "Arbeit" nennt.


    So langsam ist aber mal gut mit der ganzen Satire hier.


    Meine Meinung:


    Der Bremer Professor ist eine böse linke Bazille. Er hat sich absichtlich die Doktorarbeit von Karl-Theodor von und zu Guttenberg herausgegriffen, um in böswilliger Absicht seinen Ruf zu schädigen. Er wurde dabei vom SED-dominierten Bremer Senat als willfähriger Staatsbeamter beauftragt. Karl-Theodor von und zu Guttenberg ist kein Vorwurf zu machen. Dass mehrere Absätze identisch sein könnten mit dem, was andere geschrieben haben, liegt allein daran, dass andere bei ihm abgeschrieben haben. Ob sie wirklich identisch sind, sollte jetzt erst einmal eine Kommission überprüfen, denn es geht hier um die komplexe Frage, ob zwei Absätze mit den gleichen Wörtern in der gleichen Reihenfolge auch wirklich identisch sind oder nicht.


    Und wäre das so, so liegt die Schuld beim roten Bremer Professor. Wäre er nicht, hätte es niemanden gestört! Davon abgesehen sind Doktorarbeiten grundsätzlich Privatsache! Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg nutzt seinen Doktortitel bekanntlich auch nur privat.


    Gute Nacht.

    Manchmal fragt man sich gerade hier echt, was man nehmen muss, um Guttenberg so sehr in Schutz zu nehmen.


    Ist doch scheißegal, wem das zuerst auffiel. Es ist jedenfalls ganz üblich, dass man sich als Wissenschaftler neue Doktorarbeiten im Fachgebiet ansieht, ich würde fast sagen: es gehört zum Job ;) Gerade bei Dingern mit Bestnote könnten/sollten ja durchaus auch neue Erkenntnisse zu erwarten sein.


    Der Bremer Prof. hat hier also einfach nur seine Arbeit gemacht. Wenn dann Guttenberg gleich mit dem ersten Absatz ein Plagiat abliefert, ist das ausschließlich seine Schuld.


    Es ist übrigens mitnichten eine "Privatsache". Der gute Mensch führt seinen Titel auch im Amt. Und das nicht nur zur Zierde. Sonst könnte er den ja einfach weglassen.


    Dass er kopiert hat, steht m.E. eh außer Zweifel. Seine Arbeit steht öffentlich zur Verfügung. Die leider unterschlagenen Quellen auch. Und der letzte KTG-Freund wird zugeben müssen, dass es unwahrscheinlich ist, dass KTG und andere Autoren fast seitenweise 1:1 das gleiche schreiben, ohne dass einer vom anderen abgeschrieben hat. KTG ist eindeutig nicht der erste mit dem Text gewesen, also ist auch recht klar, wer von wem abgeschrieben hat. Wenn weder am abgekupferten Zitat eine entsprechende Kennzeichnung ist, noch im ganzen Dokument - und dafür gibt es eine Volltextsuche - ein Hinweis auf den richtigen Autoren zu finden ist, dann hat KTG definitiv hier einen Plagiatsfall begangen. Da muss man auch gar nichts einschätzen, beraten oder sonstwas.


    Allein kann und muss die Uni Bayreuth jetzt entscheiden, für wie schwerwiegend sie die ganz offensichtlichen Verfehlungen hält. Das hat Auswirkungen auf den Doktorgrad. Aber nicht auf das Faktum, dass Guttenberg definitiv unwissenschaftlich gearbeitet hat.

    Bloß hat Guttenberg wohl selbst den Quellennachweis für den allerersten Absatz seiner Arbeit "vergessen", wenn man der FAZ glauben mag. Und das sieht da sehr glaubwürdig aus, KTG hat offenbar kurzerhand aus einem älteren Artikel kopiert und nur an 1-2 Stellen den Satzbau etwas geändert.


    Zusammen mit den anderen Stellen, an denen tatsächlich - siehe sueddeutsche.de - ungeniert die Quellenangabe ganzer 1:1 kopierter Seiten "vergessen" wurde, schon ein nettes Stück.


    Um es mal klar zu sagen: Selbst für eine 10-Seiten-Hausarbeit aus dem zweiten Semester wäre sowas das Ende. 5,0 - ungenügend. KTG zieht das als Diss durch und kriegt dafür die Bestnote. Naja...