Beiträge von oleR

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    Es ist eine Abstimmung insgesamt über die Politik einer Regierung, Opposition und von Parteien. Ich muß dann als Bürger abwägen, wie zufrieden war ich mit der Regierung, mit der Opposition mit den Parteien, da wird man dann zwar nichts finden wo man sagen kann, mit Partei X bin ich zu 100 Prozent zufrieden., man wählt halt die Partei deren Angebot meinen Vorstellungen am nächsten kommt.


    Das ist aber ein sehr distanziertes Demokratieverständnis, wenn du nur eine rückblickende Bewertung des Geschehenen vornehmen willst. Ist es dafür nicht auch nötig, dass du zum Beispiel die genauen Rollen und den Einfluss der einzelnen Parteien in einer Koalition verstehst?


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    Ich finde es schon demokratisch und besser über ein Politikkonzept insgesamt abzustimmen als über jeden politischen Sachverhalt eine Volksbefragung zu machen


    Nochmal: Was heißt denn hier Politikkonzept? Das klingt, als wenn du zum Beispiel bei der CDU das uralte Grundsatzprogramm nimmst, das mischt mit dem, was dein Abgeordneter von der CDU in den letzten 4 Jahren (nicht) gemacht hat und wenn dir das gefällt, dann wählst du CDU - egal, welche Positionen er bei für dich wichtigen konkreten Sachfragen hat?


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    Stell dir mal vor, eine Volksbstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe zu machen.Dafür würde es höchstwahrscheinlich eine Mehrheit in der Bevölkerung geben, obwohl diese gegen die Menschenrechte verstößt.


    Zugegeben, ich bin da recht radikal:


    Wir haben in D die Abschaffung der Todesstrafe schon in der Verfassung, die sich nur unter deutlich höheren Hürden ändern lässt. Warum ist das so? Eine Verfassung als solche wird u.a. begründet, dass man bestimmte Staatsgrundsätze der Tagespolitik entziehen will. In der Literatur wird hier aber gar nicht auf diekte Demokratie angespielt, sondern auf ganz "normale", repräsentative Verfahren. Man hat 1948 die Todesstrafe durch die Aufnahme ins Grundgesetz dem ganz normalen Gesetzgebungsverfahren entzogen. Das kann man auch (und gerade zu dieser Zeit!) als ziemliches Misstrauen gegenüber Volksvertretern verstehen, die du aber gerade als ziemliches Nonplusultra darstellst - jedenfalls kommt es mir so vor.


    Wenn es eine Volksabstimmung gibt, in der über 2/3 der Abstimmenden (und ggf. analog 2/3 der Abstimmenden in mindestens 2/3 der Bundesländer) für die Einführung der Todesstrafe sind, dann kann man kaum ob dieser Mehrheit von Populismus reden, ohne dem Menschen den Verstand abzusprechen. Dann ist das eine Entscheidung des Volkes. Punktum.


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    du hast anscheinend das system mit den "fördertöpfen" nicht ganz verstanden, das geld ist nicht weg, fließt aber zurück, wenn es nicht abgerufen wird


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    und dann gibt es mehrere möglichkeiten, was dann passiert, fakt ist jedoch, das man das geld dann nicht einfach nehmen kann und sagen, das wird nicht gemacht, aber dafür wird das gemacht.


    Richtig. Das Geld wird aber auch nicht morgen ganz woanders verbuddelt. Es gibt m.W. durchaus Alternativprojekte in der Region, die auch dringend Geld brauchen. Wie gesagt: Es ist zum Beispiel ein schlechter Scherz, dass die Schweiz 50 Mio. zinsloses Darlehen geben muss, damit die deutsche Hauptstrecke Lindau-München noch in diesem Jahrhundert eine Oberleitung bekommt. Damit verringert sich nicht die Fahrzeit Paris-Budapest um 15 Minuten, sondern die Fahrzeit München-Zürich um 1 Stunde.


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    und bei volksentscheidungen sollte man immer vorsichtig sein und bedenken, wie leicht meinungen und stimmungen durch medien etc manipuliert werden können..!


    Ist das bei Wahlen anders? Wir machen uns doch was vor: Es gibt vor Wahlen immer Themen, mit denen sich die Parteien positionieren. Und bei den knappen Abständen der Parteien entscheiden diese Themen allemal die Wahl. Und wir kommen dann daher und verzichten ausgerechnet mit dem Argument der Manipulierbarkeit der Massen auf Abstimmungen über konkrete Projekte. Das scheint mir völlig bescheuert.


    Einmal davon abgesehen gab es in der Schweiz eine Volksabstimmung über ein deutlich größeres Bauprojekt als Stuttgart 21, nämlich die beiden "Flachtunnel" durch die Alpen für einen zweistelligen Milliardenbetrag. Die Volksabstimmung ging für den Bau aus und in einer Volksabstimmung wurde gleich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung beschlossen.


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    Es gibt derzeit zuviel "Stimmungsdenokratie!"


    Ja.

    "Was die Bevölkerung doch überhaupt nicht kapiert hat ist, dass fast das komplette Geld für überhaupt nichts anderes hätte ausgegeben werden können."


    Das sind politische Zielsetzungen und damit änderbare Dinge. Mal davon abgesehen kommt ein Gutteil aus allgemeinen Fördertöpfen, die auch für andere Projekte umsetzbar wären. Auch in BaWü gibt es genug Bahnprojekte, die hoffnungslos überlastet sind, aber mangels Geld nicht realisiert werden.


    Es ist schon lächerlich genug, dass mittlerweile die Schweiz den Ausbau von Bahnstrecken in Deutschland mitfinanzieren muss, weil ansonsten auch in den nächsten Jahrzehnten mangels Oberleitung kein ICE den direkten Weg von München nach Zürich fahren könnte.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Eine etwas merkwürdige Frage. Wenn du das nicht weißt, über was man bei Wahllen abstimmt, dann tust du mir leid.


    Das ist nett von dir, bringt mir aber immer noch nicht die gewünschte Erkenntnis. Sind für dich Wahlen bloße Abstimmungen über deinen Volksvertreter, wobei du dir ganz genau ansiehst, wer dich vertritt? (Du warfst es bereits in den Raum: Der Abgeordnete ist allein seinem Gewissen unterworfen.) Hast du keine Hintergedanken an bestimmte Sachthemen und verlässt dich blind auf die Kompetenz des Abgeordneten? Was machst du, wenn der Abgeordnete dir im Vorfeld etwas verspricht und dann ganz anders entscheidet, ohne dass du den Gesinnungswandel nachvollziehen kannst?


    Weiter gedacht: Sind diese Abgeordneten bessere Menschen, weil sie - anders als das Volk selbst - in der Lage sind, auch andere als Partikulatinteressen zu vertreten? Es muss ja Abgeordnete geben, die gegen die Interessen ihrer Wähler stimmen (sonst hätten wir gleich das Volk fragen können). Ist das demokratisch?

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    Wie will man denn unpopuläre Maßnamen die halt leider oft zwingend notwendig sind, wie z.B. Verlängerung der Lebensarbeitszeit, höhere Steuern und Abgaben usw. in einer Volksabstimmung umsetzen? Das geht einfach nicht.


    In der Schweiz klappt es komischerweise. Offensichtlich sind Schweizer politisch reifer und können echte Demokratie betreiben, während in Deutschland die Leute bevormundet werden müssen, weil sie sonst nur Unsinn entscheiden.


    Bei diesem Menschenbild fragt man sich natürluch, wo die Legitimation von Herrschaft in Deutschland liegt. Wenn die Menschen unfähig sind, bei konkreten Sachfragen zu entscheiden, dann ist es doch sehr gewagt, ihnen die Fähigkeit zur richtigen Einschäzung von Wahlvorschlägen zuzubilligen. Oder?


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    Zu keiner von beiden. Weil ich davon nichts halte. Ich bin dafür das man eine Politik insgesamt bewertet und nicht einzelne Punkte herrausgreift, also keine Rosinenpickerei.


    Was ist denn "Politik insgesamt"? Über was stimmst Du bei Wahlen ab?

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    Gibt es denn evtl. ab und an mal "Rabattangebote" für die BC 100 oder kennt ihr zufällig ein Unternehmen (bspw. ne Bank) die bei Vertragsabschluss die BC vergünstigt anbietet?


    Man konnte jedenfalls mal jede BC in eine höherwertigere "umtauschen". Das sollte eigentlich immer noch klappen, dh. wenn du eine BC 50 irgendwo gesponsort bekommst und dann eine BC 100 haben willst, kriegst du den Wert der BC 50 angerechnet.


    Ansonsten: bei eBay nach Bahngutscheinen gucken, mehr fällt mir nicht ein.


    Mit den Bahn-Comfort-Punkten der BC 100 kann man auch einige nette Prämien bekommen, die sich ggf. bei EBay zu Geld machen lassen, z.B. die "Freifahrt für Dritte". Der Verkauf ist von der Bahn nicht unbedingt gern gesehen, aber was soll es. > 100 € waren vor einigen Monaten dafür noch drin.


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    Von der Sache her aber hat braxxx Recht. Als Mittel- bis Vielfahrer sollte man beiderlei BahnCards, BC25 und BC50, besitzen.


    Die Bahn hat leider seit einiger Zeit ein höchst undurchsichtiges Preismodell.


    Erstmal: die BC 50 lohnt sich, wenn du häufiger spontan unterwegs bist. Und auch als Student kann ich mir vorstellen, dass nichts nerviger ist, als unbedingt einen Zug zu erwischen, nur weil Grube und Kollegen es so wollen, selbst wenn der Zug 60 Minuten früher oder später komplett leer durch die Gegend fährt. Der Normalpreis ohne BC ist mittlerweile so exorbitant teuer geworden, dass nur noch Bekloppte und Leute, die 1x im Jahr (und dann sicher nie wieder) mit der Bahn unterwegs sind, ihn benutzen.


    Ansonsten bin ich recht gut damit gefahren, immer eines der zahlreichen Sonderangebote zu nehmen. Irgendeins läuft immer. Die Bahncard habe ich aus der "Fernverkehrsfahrschein"-Aktion im April für 3 € erstanden. Braucht man aber nur bei spontaner Reise, ansonsten sind die wirklich guten Angebote ohne BC-Rabatt: Alle paar Monate gibt es Lidl-, Aldi- oder weiß-der-geier-Tickets mit weitgehend freier Zugwahl für kaum 25 € einfache Fahrt. Dazu die bahneigenen Sonderpreise: Mauerfallticket, Jubiläumsticket, Bahnhofsfestticket, Einheitsticket. Teilweise nur 17,50 € für die einfache Fahrt. Auch hier kein Rabatt für BC-Kunden.

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    "Dass das Eisenbahnbundesamt der technischen Abrüstung von Stuttgart 21 einen Persilschein ausstellt, ist nicht zu erwarten. Bei einem Teilstück, dem knapp zehn Kilometer langen Fildertunnel, forderte das Amt die Bahn bereits zu teuren Nachbesserungen auf. Demnach muss der Bauherr nun alle 500 Meter Rettungsstollen zwischen den Tunnelröhren anlegen - statt wie geplant alle 1000 Meter."


    Gab es da überhaupt ein Ersatzsicherheitskonzept oder soll nur der Abstand der Notausstiege auf 1 km erhöht werden? Bei jedem noch so popeligen U-Bahnschacht ist laut BOStrab ein maximaler Weg von 300 m bis zum nächsten Notausstieg oder zur nächsten Haltestelle vorgeschrieben, also ein Abstand der Ausstiege von 600 m.

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    Ich habe damals nichts von den Grünen gehört, das sie etwa eine Volksbefragung zu "Harz IV gefordert hätten oder zumindest Rücksicht auf die Bürgermeinung genommen hätten, indem sie die Zustimmung zu Harz IV verweigert hätten. Da war dann die Macht wichtiger als die Meinung der Bürger.


    Es gibt auf Bundesebene keine Volksentscheide und "Volksbefragungen" als unverbindliche Instrumente haben ebenso keine gesetzliche Grundlage. Hartz wurde damals ohnehin von einer breiten Koalition, insbesondere auch der CDU, unterstützt. Die Grünen hätten höchstens komplett aus der Regierung aussteigen können, ja.


    Volksentscheide auf Bundesebene sollten übrigens schon vor knapp 10 Jahren eingeführt werden. Alle im Bundestag vertretenen Parteien waren dafür? Alle, nein nicht ganz. Allein die CDU/CSU verweigerte die Zustimmung und die ist notwendig, um die nötige 2/3-Mehrheit für eine Grundgesetzänderung zu erreichen.


    http://www.spiegel.de/politik/…and/0,1518,124211,00.html

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    mit Partnerprogramm 20 oder 25 Euro könnte es auch gehen, aber dann bekommt man nur 50 Euro Startguthaben, weil bei Online Eröffnung noch 50 Euro stehen, vielleicht gibt es wieder Online Sonderaktion!!


    20 Euro fürs Partnerprogramm lohnt sich ja nicht, wenn man in der Filiale direkt 25 € mehr bekommt als online.


    Würde die 75 € am Grindelhof auch nicht als Indiz einer neuen größeren Sonderaktion sehen, die Filialaktion läuft da nämlich schon seit ein paar Wochen.