Beiträge von oleR

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    Außerdem sind deutsche AKW so sicher das es zu keinen Gau kommen kann.


    Das haben die Amerikaner auch gesagt. Dann kam die Kernschmelze in Three Mile Island. Die Sowjets hatten in Sachen Atomtechnik "damals" (wir reden hier von Technik, die aus den 1960ern stammt) auch nicht gerade wenig kluge Köpfe und behaupteten das gleiche. Dann kam Tschenobyl. Beim Einlagern in der Asse ist, ich will ja keinem was unterstellen, auch keiner davon ausgegangen, dass das Ding 40 Jahre später akut gefährdet ist, vollzulaufen.


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    Eine Haftungsfrage stellt sich für AKW überhaupt nicht, genausowenig wie bei Orkan, Unwetter und Hagel niemand haftet.


    Die AKWs sind versichert, aber mit lächerlichen Haftungsobersummen. De facto sind die AKWs wie Autofahrer, die ohne Haftpflicht durch die Gegend sausen. Wenn etwas schiefgeht, dann wirds für die Allgemeinheit teuer. Deshalb muss jedes Auto eine Versicherung haben. AKWs laufen unter Naturgewalt, wie du ganz richtig erfasst hast.


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    Oben wurden schon Zahlen genannt, was ein GAU kosten würde, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Also ich finde das reicht um eine Versicherung nötig zu machen.


    Bei den zu erwartenden Schäden sagt jede Versicherung "Danke" und tschüs. Kannst ja mal grob überschlagen, was es kostet, wenn Hamburg nach einem Störfall in Krümmel komplett aufgegeben werden muss.

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    Wenn mein Haus einstürzen würde kostest es mich X Tausend Euro, wenn es nicht einstürzt kostet es mich 0 Euro.


    Du hast keine Versicherung für Risiken, die einigermaßen wahrscheinlich sind - und sei es, dass du nen Unfall mit 7 Mio. € Folgeschäden durch Schwerbehinderung eines Opfers baust?


    Das wäre eingiermaßen konsequent. Die AKWs haben ja auch keine ausreichende.


    Autofahren wär ohne Haftpflicht eine deutlich billigere Sache.

    Liebe Nachwelt,


    wir konnten gar nicht anders als euch den guten Atommüll zu hinterlassen. Denn erstens mussten wir Arbeitsplätze sichern und zweitens hätten sonst andere den Müll gemacht. Um nicht zu sagen: Wir konnten alle gar nicht überleben, ohne dass irgendwer auf diesem Planeten AKWs betreibt. Da haben wir das lieber selbst übernommen.


    Aber, da sind wir uns sicher, irgendwann kriegt Ihr noch raus, wie und wo man den Abfall unterbringt. Wir wissen es nicht so genau, aber wir haben ja in den letzten 50 Jahren eben schon ein wenig davon erzeugt. Bislang bereitet uns das kein Problem, von so manchem einsturzgefährdeten Lager abgesehen.


    Und was macht man, wenn man etwas hat, von dem man nicht so genau weiß, wohin damit? Richtig, es spricht nichts dagegen, noch mehr zu produzieren. Denn das Problem ist ja sowieso da.


    Gutes Gelingen!


    Eure Atomkraft-Befürworter im Jahr 2010

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    Ein weiterer Betrieb von Kernkraftwerken erzeugt also keinerlei qualitativ neue Probleme, sondern verändert allenfalls das quantitative Ausmaß der bestehenden. Es gibt also keinen rationalen Grund jetzt plötzlich aus dieser effizienten und preisgünstigen Technologie auszusteigen.


    Du gehst schlicht davon aus, dass die Menge des radioaktiven Abfalls keine Auswirkungen auf die Problemlage hat?


    Das ist doch Unsinn. Wir wissen heute gar nicht, wie die Lösung aussieht. Aus der Situation heraus kann man logisch unmöglich die Aussagen treffen, die du in den Raum wirfst.


    Was ist, wenn wir nur beschränkt Platz haben für wirklich "sichere" Lagerung? Was ist, wenn die Entsorgung höllisch teuer wird, die Stromkonzerne dafür kein Geld mehr haben und der Staat einspringen muss? Wieviel kostet noch mal allein das Rückholen der - nicht einmal hochradioaktiven - Atom-Abfälle aus der Asse? Es sind nach jetzigem Stand knapp 4 Milliarden Euro.


    Es sind diverse Szenarien denkbar, in denen die Menge des Mülls massive Auswirkungen hat.

    Guck dir mal an, wie die Vorwarnzeit ist, bis der Transport in Dannenberg ankommt. Und wieviel du mit den paar Dorfpolizisten im Wendland gegen Traktorblockaden ausrichten kannst. Und was passiert, wenn du mehrere Hundertschaften anforderst, die du schon für die Bauern brauchst.


    Ohne rechtzeitige Information kann die Polizei das Ding kaum durchziehen. Fürs Durchziehen brauchst du auch lokale Infrastruktur, angefangen bei Unterkünften für die Polizei. Das bedingt m.E., dass der Termin durchsickert. Und dann hast du den Salat.

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    ich denke es wird irgendwann eine möglichkeit geben das ganze unschädlich zu machen, von jahrtausenden zu sprechen ist daher pessimistisch und unnötig


    Die Hoffnung ist ja nun etwas wie Lotto spielen. Atommüll haben wir jetzt schon deutlich länger als die meisten hier überhaupt leben. Eine Lösung nicht.


    Stattdessen saufen uns mit Morsleben und Asse die ersten Atom-Bergwerke ab, die "ewig" halten sollen. An eine Rückholung hat dabei auch niemand gedacht.

    Es ist ja nicht "die Bahn", die dahintersteht, sondern DB Netze. Für Autofahrer einmal analog: Man baut "Berlin 22", die Verlagerung der kompletten A100 unter die Erde. Das bezahlt die zu 100 % staatliche "Autobahn-Netz AG", die sich nur teilweise über Mauteinnahmen finanziert und ansonsten Steuergelder verbrät.


    Ebenso ist es bei der DB Netze. 100 % staatlich. Einnahmen zum Beispiel über Trassen- und Stationsgebühren. Wer nutzt die Trassen und Stationen? Klar, Nahverkehrszüge, Fernverkehrszüge und Güterzüge.


    Nahverkehrszüge werden vom Bund mit vielen Milliarden subventioniert. In den Verkehrsverträgen der ganzen privaten Nahverkehrsbahnen steht meist drin, dass sie Erhöhungen bei den Netzentgelten 1:1 an den Auftraggeber (Land, das dafür Bundesmittel kriegt) durchreichen dürfen. Letztlich zahlt also das Land BW über gegebenenfalls erhöhte oder nicht gesenkte Netzentgelte der Nahverkehrszüge einen Gutteil des Anteils der DB an S21.

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    warum redet zum Beispiel keiner darüber dass S21 teil der "Magistrale für Europa" ist? Und somit nicht nur ein "Länddle- bzw. Bund-Projekt"?


    Wobei man sich da fragt, was für Verkehr eigentlich ausgerechnet durch (!) Stuttgart laufen soll. Es wird auch in 30 Jahren von Paris nach Wien per Bahn kein nennenswertes Verkehrsaufkommen geben. Die Fahrzeit ist einfach zu lang. Noch dazu, wenn dann in jedem Provinzbahnhof gehalten werden soll.


    Mitten auf dieser Magistrale liegt München. Und dreimal darf man raten, was dort auch in 50 Jahren noch stehen wird. Richtig, ein altertümlicher Kopfbahnhof.


    Die "Magistrale" gehört übrigens zu den TEN-Projekten der EU. Darunter ist sie nichts besonderes. Andere TEN-Strecken sind in Deutschland leider chronisch unterfinanziert. An mehreren Stellen zahlen unsere Nachbarländer netterweise bis weit über ihre Grenzen hinweg nach Deutschland rein den Ausbau von Strecken. Warum? Weil in D kein Geld vorhanden ist. Bei S21 war da offensichtlich kein Problem.