Beiträge von oleR

    Elke:


    Ähm, ja. Ich hab einen Universal-Gutschein von Abo-Direkt. Einlösen muss man über einloesen.de/abo-direkt und landet dann bei Cadooz.


    Im Dezember sah es bei mir auch noch ungefähr so aus wie in deinem Screenshot, jetzt nicht mehr. Bei "Besonderes" bleiben mir zum Beispiel noch "Baby Walz", Tchibo und - ja, Tchibo Online. Das war alles und so ähnlich sieht es in den anderen Kategorien auch aus. Das kann doch gar nicht sein.

    Hey,


    etliche von Euch haben vermutlich einen der "Cadooz"-Gutscheine, z.B. für eine Abowerbung, zu Hause.


    Kommt es mir nur so vor - oder wurden da zum Jahreswechsel massiv Akzeptanzstellen gestrichen? Amazon, Bon Prix... gefühlt fehlen plötzlich die Hälfte der Händler. Oder ist das nur ein Fehler in der Anzeige bei mir?!

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    Selbst die DB hat auf mehrgeschossigen Bahnhöfen in der Pampa einen Fahrstuhl (dafür keine Rolltreppe).


    Das ist jedenfalls in HH und B bei der U-Bahn eher Standard als Ausnahme. Aufzüge werden erst seit Ende der 1980er bei Neubauten berücksichtigt und die vielen alten Bahnhöfe werden nach und nach umgerüstet. So aus dem Kopf hat zum Beispiel der U-Bahnhof Hauptbahnhof (U2) in Hamburg erst seit 2006 einen Aufzug. Rolltreppen natürlich von Anbeginn, weil die Station in 25 Meter Tiefe liegt. Weniger wichtige Stationen oder Bahnhöfe, wo es baulich schwerer zu realisieren ist, haben weiterhin Rolltreppe, aber keinen Aufzug.

    Die Gutscheine kommen als Infopost zurück. Die läuft bei der Post weiter hinten in der Priorität (ich glaube, 4 Werktage in 95 der Fälle garantiert - und beim Weihnachtsaufkommen wird sie das sicher ausnutzen). Normalerweise hat man die Gutscheine sonst nach etwa 10 Tagen, derzeit eher 2-3 Wochen.

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    Aja ... und was passiert (wie einem Bekannten von mir) , der sich im 3. Studienjahr so schwer verletzt (Lähmung eines Beines) - das er entlassen wird ? Richtig. Er landet auf der Straße.


    Das ist natürlich dumm und das finde ich auch nicht OK. Aber mal ehrlich: Verzichtet ihr allein wegen des Risikos der Verletzung (und das ist, wie du es hier darstellst, das einzig wirklich relevante) auf verletzungsanfällige Sportarten in der Zeit der Probephase? M.E. ist das ein ziemliches Phantomproblem. Ich glaube, keiner meiner Freunde aus der Uni würde dieses Problem irgendwo in den Top 5 seiner Zukunftssorgen einstufen.

    Moment: Das Studium wird netterweise vom AG finanziert, der Job ist zu > 99 % sicher, mit Abschluss nach drei Jahren ist man "richtiger" Beamter und solange man dann nichts extrem grob falsch macht, bleibt man es eben bis zur Pensionierung. Als Anreiz hast du sicherlich die Beförderung - aber wie groß ist denn der Unterschied zwischen A12 (?) und dem, was man auf den höheren Positionen verdient - m.W. nicht mehr als ein paar 100 Euro im Monat.


    Alles das kann sich kaum ein Uni-Student leisten. Das Studium kostet ein Schweinegeld, mit einem 4,0-Abschluss ist womöglich gleich nach dem Bachelor Ende angesagt, ansonsten kann man sich mit solchen Noten auf jeden Fall auf einen wahren Bewerbungsmarathon einstellen. Einen einigermaßen sicheren Job können auch gute Absolventen in vielen Fächern erst nach Jahren erwarten, dazwischen hoppt man eben von Praktikum zu befristeter Stelle und umgekehrt. Wer gar die akademische Karriere einschlagen will, hat ganz die Arschkarte gezogen.


    Ich sehe da schon einen drastischen Unterschied zwischen Verwaltungs-FH und Universitäten.

    Kaan:


    Muss die Polizei eigentlich jeden Absolventen (auch 4,0) übernehmen und dann auf Lebenszeit/zumindest 8 Jahre beschäftigen oder gilt diese Bindung nur einseitig?


    Wenn sie jeden übernehmen muss: gibt es einen relevanten Anreiz für Polizeibachelorstudenten, besser zu sein als 4,0? Was passiert bei einer Note > 4,0? 8 Jahre Verpflichtung hinfällig, dh. strategisches Durchfallen möglich?


    Und was für Studienleistungen muss man so erbringen? Über welche Fragestellungen schreibt man z.B. seine Hausarbeiten?

    Kaan:


    Aber ich verstehe das schon richtig: In fünf großen Bundesländern werden nur noch Akademiker-Polizisten eingestellt? Die dann ihren Bachelor in "Police Service" o.ä. gemacht haben?! Was ist denn an so einem Studium wirklich "wissenschaftlich"? Werden dort Arbeiten über Polizeitaktiken verfasst - oder wie muss man sich das vorstellen?


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    Pennen bis 10 , 2 Vorlesungen und den Rest des Tages Chillen oder wie ? Das müsst ihr mir mal genauer erklären.


    Ich kann es dir sagen:


    Ich habe heute von 14-18 Uhr Vorlesungen. Bin aber schon seit 10 Uhr zu Hause am Unistoff arbeiten gewesen, um Hausaufgaben für ein Tutorium zu erledigen und die beiden Vorlesungen vorzubereiten. Und von 18 Uhr bis halb acht war ich noch in der Bib und habe nach Literatur für mögliche Hausarbeitsthemen gesucht. Nebenbei kann ich von den 900-1000 Euro netto der angehenden Polizisten nur träumen, ich muss ja im Gegenteil sogar noch was zahlen für den Laden hier. Als studentische Hilfskraft zahlt mir die Uni (also letztlich mit dem Staat der gleiche wie bei den angehenden Beamten) einen Stundenlohn von knapp 7,70 Euro. Die Arbeit schiebe ich an anderen Tagen noch mit rein. Aber klar, die Struktur schaffe ich mir. Ich entscheide wenigstens innerhalb der Bachelor-Grenzen, was ich wann mache. Ob ich mich in die grottenschlechte Vorlesung setze oder lieber zu Hause zwei Stunden länger arbeite. Oder in der Zeit der Vorlesung kurzerhand ein interessantes Seminar aus einem anderen FB besuche und die VL dann irgendwann später nacharbeite. Das geht natürlich aus quasi allen nur denkbaren Gründen an der Verw-FH nicht.


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    Die schneiden sich durch Blokaden doch ins eigene Fleisch.


    Wie gesagt: auf Dauer ja. Prinzipiell muss man aber irgendwo anstzen, wo es weh tut. Sorry, ist rein logisch schon so. Studenten können direkt durch ihr Tun oder Nichttun in ihrem Bereich allein keinen Druck auslösen.
    Studenten haben ein massives Mobilisierungsproblem, das schlicht dadurch entsteht, dass Protestieren für ein Individuum zunächst nicht sinnvoll ist. Bei Strukturveränderungen wird es Jahre dauern, bis davon an der Uni etwas spürbar ist. Dann haben wir aber schon alle unseren Abschluss in der Tasche. Man protestiert letztlich für die folgenden Generationen.



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    Heute hast du die tolle Wahl die Klausur einfach durchzustreichen, dann ist es eine 5.0, die übrigens auf dem Zeugnis steht.


    5,0 geht nicht, da "nicht ausreichend". Nach dem zweiten Anlauf in einem Modul mit dieser Note war es das m.W. für den Prüfling zunächst mit dem Bachelor. Eine 4,0 reicht aus, ja, und sie findet sich auch unbarmherzig in Zeugnis und Durchschnitt wieder. Streichen geht ja nicht. Und man macht eben pro Semester 3-5 benotete Scheine, die voll in die Bachelor-Note eingehen.


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    hat man sich natürlich nicht getraut Klausuren nach hinten zu schieben.


    Das ist auch schlecht, wenn es theoretisch möglich wäre. Erstens hat man in Seminaren erneut Anwesenheitspflicht, auch wenn man das gleiche Teil 1:1 schon einmal gemacht hat. Zweitens muss es in dem Anlauf dann 100pro klappen, denn es ist nur eine Wiederholung drin. Drittens würde man sich bei mehr als einem "Aufschieber" quasi automatisch ein weiteres Semester einhandeln, was aber ein Heidengeld kostet. Bafög nur noch als Darlehen, Studiengebühren usw. Dann doch lieber eine 3,7 machen.


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    Nicht so beim Bachelor, ALLE Noten des Studiums ergeben den Durchschnitt. Ich habe mich durch ziemlich viele 2er und einige 1er in den Semestern 4-6 noch auf einen Schnitt von 2.3 gebracht.


    Das wäre ja irgendwie egal, wenn man automatisch einen Master-Platz bekäme. Ist aber ja eben nicht so.


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    Da braucht man sich nicht wundern, wenn die Master-Studiengänge nicht voll werden


    Das ist ja ohnehin ein Witz. Da werden für den Master einfach willkürliche Notengrenzen gezogen und wer seinen Bachelor mit einem schlechteren Schnitt gemacht hat, der bleibt halt draußen, auch wenn die Uni nur die Hälfte ihrer Masterplätze auslasten konnte.

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    Letzteres war (jedenfalls früher) an den öffentlichen Fachhochschulen die Regel und ist mit dem üblichen Studienbetrieb an einer Uni in keiner Hinsicht vergleichbar ... nicht mal entfernt.


    M.W. hat sich daran nichts geändert. Über den wissenschaftlichen Anspruch der Verwaltungs-FHs will ich nichts sagen, ich kenne die Läden nicht. Aber sicherlich herrschen dort andere Sitten, allein aufgrund des Hintergrunds des Studiums dort (das sind praktisch ausschließlich Beamtenanwärter!). Würde rein von den Formalia diese FHs eher wie die Berufsakademien sehen. Und da ist genau das umgesetzt, was viele Studierende an Unis nicht gut finden. Komplett verschult, totale Abhängigkeit von unmittelbarer wirtschaftlicher Verwertbarkeit usw.