Jo, das würde ich nach einem längeren staubedingten Aufenthalt auf der XXL-Baustelle auf der A1 auch sagen. Bis Februar ändert sich da m.W. auch nichts großartig an der Situation. Pünktlichkeit ist natürlich bei der Bahn so eine Sache, aber wenn du eine 1-1,5h Puffer einplanst, sollte das schon klappen. Fahrtzeit Bremen Hbf-Hamburg Airport 1:50h, das wird man inkl. Parken mitm Auto auch nicht viel schneller hinkriegen.
Beiträge von oleR
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Das sind die Bedingungen der P+R GmbH. Die sind eine Tochtergesellschaft der HHA und betreiben gleich ganz große Parkhäuser. Für die "anderen", also nicht durch Sternchen gekennzeichneten, Anlagen gelten vermutlich andere Bedingungen. Dauerparken wird nirgendwo erwünscht sein, aber wenn es keinen stört...
Ansonsten Plan B: Gleich komplett mit der Bahn anreisen, aus Bremen sollte das kein großes Problem sein. Es bietet sich bei Abfahrt ab 9 Uhr das Niedersachsen-Ticket an für 20 Euro (1 Person) bzw. 28 Euro (5 Personen).
Oder Plan C: Irgendwo an der S1 herumkurven und dort einen Parkplatz belegen... mit "bewacht" ist da aber natürlich nix.
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Steigende Zuschüsse sind illusorisch. Wird es nicht geben, eher den umgekehrten Weg.
In der jetzigen Situation wohl leider ja. Man müsste dafür ja Geld ausgeben. Das macht man lieber bei Banken

Wäre jedenfalls eine zukunftsgerichtete Investition. In Hamburg war im Juni an einem Sonntag der ÖPNV komplett kostenlos. Ergebnis waren 30-40 % mehr Fahrgäste - bei gleichzeitig deutlich weniger Autofahrten. Und Autos sind in Großstädten m.M. häufig unangebracht. Weder sechsspurige Asphaltschluchten voller Abgase und Lärm noch ohne Ende zugeparkte Wohnstraße noch der elende Parkplatzsuchverkehr machen eine Stadt lebenswert.
Alelerdings wäre für eine weitere Fahrgaststeigerung des ÖPNV in einigen Städten zunächst wohl der Bau weiterer leistungsfähiger Strecken nötig. In Hamburg zum Beispiel steht der Schnellbahnbau seit 20 Jahren praktisch völlig Still, während man mittlerweile auf einigen Linien Busse mit zwei (!) Anhängern einsetzen muss. Im 4- bis 5-Minuten-Takt. Überfüllt sind sie trotzdem völlig.
Es ist m.M. jedenfalls etwas wundersam, etwas individuell abzurechnen, das praktisch jeder braucht. Mobilität gehört einfach zu den Grundbedürfnissen. Im Gegensatz zu Wasser, Strom usw. besteht beim ÖPNV auch kaum die Gefahr, dass bei einem kostenlosen Angebot plötzlich alle das Gut maßlos in Anspruch nähmen. Geld kostet es zwar nicht mehr, aber andere Opportunitätskosten, wie z.B. Zeit.
ZitatWas meinst du mit Berlin als Beispiel?
Da kostet es auch nicht viel weniger als in Hamburg. Das Verhalten gegenüber dem Personal scheint aber deutlich drastischer zu sein. Der Vandalismus und die "Dreckquote" ist in B gefühlt ebenfalls stärker, kann aber auch an anderen Beseitigungskonzepten der jeweiligen Verkehrsbetriebe liegen.
ZitatGibt es überhaupt weltweit einen ÖPNV, der kostendeckend läuft?
Du meinst Netze kompletter Städte? M.W.: nein. Einzelne Rosinenlinien(-abschnitte) laufen natürlich mehr als kostendeckend, auch in D (wobei es da natürlich auf die fiktive Einnahmenaufteilung ankommt; es zahlt ja hier dank der Verbünde keiner mehr für eine bestimmte Strecke).
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"Wat nix kost, is nix!"
Alles eine Sache der Lobby. Autobahnen kosten auch keine extra Gebühr. "Schlaglöcher" gibt es im heute kostenpflichtigen ÖPNV auch, die heißen zum Beispiel bei der S-Bahn Langsamfahrstelle wegen "urplötzlicher" Schäden am Fahrweg und wirbeln nebenbei den gesamten Fahrplan wochenlang durcheinander.
ZitatDer Zustand der Bahnen würde nicht besser, die Zuschüsse würden ja nicht erhöht werden seitens der öffentlichen Hand, die eh nur noch durch Quersubventionen der Stadtwerke o.ä. das Level im ÖPNV halten kann.
Die Zuschüsse müssten natürlich deutlich steigen. Mehr Fahrgäste mit weniger Geld geht schlecht. Und damit würde man sich in die Abhängigkeit der Politik begeben, richtig. Das ist aber ja heute schon der Fall. Wenn eine Stadt kein Geld hat und der ÖPNV keine richtige Lobby, fängt man da an beim Sparen.
ZitatWeiterhin würden die Bahnen bzw. das Mobiliar etc. schlecht behandelt, denn man fühlt sich ohne Kauf der Fahrkarte nicht verpflichtet, auch ein wenig sorgsam damit umzugehen.
Vom Verhalten ggü. dem Personal ganz zu schweigen...
Das ist alles m.M. kein Phänomen, dessen Ursprung jedenfalls hauptsächlich der Preis ist. Beispiel: Berlin.
ZitatInsofern lieber, wie z.B. in HH, günstige Tarife (habe ich zumindest ggü. dem K/BN/D so empfunden), die auch Touristen verstehen.
Gerade Hamburg find ich ein schlechtes Beispiel. Die Tarife sind alles andere als einfach. Es gibt innerhalb des Stadtgebiets für Einzelkarten drei Preisstufen. Die Grenzen sind dabei für jede Relation anders gewählt. Geht es weiter als ein paar Haltestellen mit der U-Bahn, sind gleich 2,70 Euro für die Einzelfahrt fällig. Monatskarten haben ein ganz anderes Preissystem, mit Tarifzonen und Tarifringen. Manche Karten definieren ihren Gültigkeitsbereich über Ringe, andere über Zonen, manche haben ganze Ringe und einzelne Zonen dazu. Für eine "normale" Monatskarte, die wenigstens das gesamte Stadtgebiet abdeckt, muss man in Hamburg ganze 88 (!) Euro ausgeben.
Schöner ist da Wien. Die Einzelkarte immer 1,80 Euro. Monatskarte für die ganze Stadt für 49,50 Euro. Übertragbar natürlich, anders als in Hamburg kann man die Monatskarte also mal ausleihen und Kinder oder Bekannte oder sonstwen damit fahren lassen.
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Aber, das ist und bleibt ein Traum, solange es noch Schmarotzer gibt, die das System untergraben
Vielleicht wäre es allgemein eh besser, den ÖPNV schlicht für alle gratis zu machen.
1. Schon heute wird der ÖPNV massiv subventioniert. Bei Kostendeckungsgraden von teilweise unter 50 % beträgt der Fahrpreis eh nur die Hälfte der realen Kosten. (In Berlin werden BVG und S-Bahn mit über 500 Mio. EUR pro Jahr bezuschusst.)
2. Sozial benachteiligte werden mitunter schlicht gezwungen, Schwarz zu fahren - oder mit dem Fahrrad durch die Stadt zu kurven - oder zu Hause zu bleiben. Hartz-IV-Empfänger haben m.W. ein Mobilitätsbudget von unter 20 Euro im Monat (dh. im Regelsatz sind ~ 19 Euro für sämtliche Fahrkarten, Fahrräder, evtl. Auto... vorgesehen). Je nach Stadt gibt es dafür nicht einmal eine Talzeit-Monatskarte im ÖPNV, also eine Karte, die nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten gilt.
3. Der ÖPNV als sinnvollere Art der Mobilität in Großstädten würde gestärkt. U.a. mit dem Punkt Einfachheit: es fiele jeglicher Tarif-Wirrwarr weg und wäre immer preisgünstiger als das Auto.
3a: Der Einwand, es gäbe mehr sinnlose Fahrten, zählt m.M. nicht. Zeitkartenkunden - und das sind die meisten ÖPNV-Nutzer - haben schon heute eine quasi-"Flatrate" für beliebig viele Fahrten.
4. Man sparte das Geld und den Aufwand für Fahrkartenautomaten und -kontrolleure, für Leute, die sich Tarifbestimmungen ausdenken und umsetzten...
5. Straßeninfrastrukturbenutzung ist auch umsonst, obwohl diese Dinge noch mehr Geld kosten.ZitatSorry für OT, aber das ist Quatsch! Dadurch würde es den Beruf des Ladendetektives oder Fahrkartenkontrolleurs nichtmehr geben, wodurch Leute kein Geld verdienen, was nicht in den Wirtschaftskreislauf kommt und somit nicht die Wirtschaft ankurbelt.
Ein blödes System, in dem es unsinnige Dinge nur deshalb geben "muss", weil ansonsten alles zusammenklappt.
ZitatWenn die dann alle gültige, bezahlte Fahrscheine hätten, wäre der Fahrpreis mindestens 30% günstiger!!!!!
Ich würde im jetzigen Klima eher vermuten: dann wäre Euer Zuschuss aus der Stadtkasse deutlich niedriger.

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Zum Thema:
In Hamburg jedenfalls kostet es bei "falschem" Fahrschein regelmäßig nur 15 Euro. Kulanzmäßig wird m.W. auch in Zweifelsfällen von 40 auf 15 Euro ermäßigt, wenn eine wirklich gute Begründung mit Belegen kommt.
Zu den 50%: Das ist Unsinn. Die Schwarzfahrerquote liegt unter 10 %. Dazu schafft der ÖPNV wohl nirgendwo auf der Welt einen Kostendeckungsgrad von 100 %.
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Dass alles weitergeht wie bisher, das war doch gerade das Ziel der ganzen Rettungspakete? Oder habe ich etwas falsch verstanden die letzten Monate?
Auf in die nächste Runde!ZitatGenauso sehenswert wie "What we feed", seine Doku über die Produktion unserer Lebensmittel.
"We feed the World" heißt der Film. Stimme dir zu, sehenswert. Allerdings zeigt der Film nichts, was sich ein logisch denkender Mensch nicht auch zusammenreimen könnte. Auch da machen wir erstmal weiter wie bisher.
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Ich verweise nochmal aufs EEG! Die Windparks fliegen momentan quasi per gesetzlicher Regelung erst zum Schluss raus. EEG-Strom und nach solchem werden heute fast alle Windparks vergütet hat bevorzugte Abnahme vor allen anderen Energieträgern. Wird der Strom nicht aufgenommen (und vergütet), hat der Anlagenbetreiber sogar ein Anrecht auf Schadensersatz gegenüber dem Netzbetreiber (...ausgenommen sind §13 Abs.2 Maßnahmen nach EnWG)
Ich finde da keinen Bezug zu meiner Antwort. Es gibt keinen billigeren Strom für Endverbraucher zu Zeiten hohen EEG-Angebots. Wohl aber zu den Zeiten klassischen Überangebots (nachts), eben weil Kohle- und Atomkraftwerke Strom _nicht_ dann anbieten, wenn er gebraucht wird, sondern immer. Wäre dem nicht so, gäbe es keinen Nachtstrom und keine Nachtspeicheröfen mit Mini-Wirkungsgrad.
ZitatDie Notwendigkeit des schnellen Regelns ergibt sich für konventionelle Kraftwerke eher nicht; diese könnte man zur Abdeckung der Grundlast eher durchlaufen lassen.
M.W. ist ein Atommeiler praktisch überhaupt nicht sinnvoll kurzfristig regelbar. Insofern ist das eine zwingende Folge aus der KKW-Technik.
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Ich weiß nicht genau, was in Hamburg gelaufen ist.
Da blieb "alles friedlich" (O-Ton Polizei).
Zitatwenn Du einmal einen Banküberfall durchgemacht hast, dann willst Du noch nicht mal mehr daran erinnert werden
Sorry, aber um mal ehrlich zu sein: Meinst du, man sollte ernsthaft solche Menschen weiter in einer Bank arbeiten lassen? Sie bekommen Angstzustände, wenn 10-50 Studenten in "Bildungsstreik"-T-Shirts mit einer Wasserpistole in ihre Filiale kommen und politische Forderungen skandieren. Vielleicht noch Zettel an die anwesenden Kunden verteilen. Nachdem das Tage vorher angekündigt war und die Polizei sicherlich auch in Berlin schon im Vorfeld mehrere Hundertschaften auf Trab brachte, die die Banken vor etwa gleichviel Studenten schützen sollten. Verstehe ich das richtig? Eine Situation, die wohl nur entfernt mit dem erlebten Überfall zu tun hat.
Was machen sie, wenn sie ein zweites Mal "richtig" überfallen werden? Ohne Ankündigung, ohne Massen an Polizei in der Nähe, mit Gewalt. Ist das nicht ein regelrechtes "Verheizen" dieser Mitarbeiter?
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Dafür braucht man Kraftwerke (egal ob grün oder konventionell), die sich auf den Punkt genau steuern lassen. Wind und Solar scheiden da naturgemäß aus.
Kohle und Atom sind dafür ebensowenig geeignet. Eigentlich noch weniger. Ein Windkraftwerk kann man mal eben aus dem Wind drehen. Und im Bedarfsfall wieder zurück. Ein Atomkraftwerk braucht im Vergleich Ewigkeiten, wenn es wieder hoch gefahren werden soll. Überlegt mal, warum es Nachtspeicheröfen gibt. Irgendwo muss der ganze Atomstrom nachts ja hin.