Beiträge von oleR

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    Da wird befürchtet das die Schüler keinen "Bock" auf "zusätzliche" Stunden haben und die Freizeit der Religion vorziehen.


    Tja. Die Kirchen müssten im Zweifelsfall aus Eigeninteresse Initiativen für flächendeckenden Philo/Ethik-Unterricht starten, damit die Schüler nicht vor der Wahl "Religion oder frei" stehen.


    (Das würde ich den Vereinen bedenkenlos zutrauen, natürlich erst nach Initiaven, um Religion nicht in die Randstunden zu verlegen. Denn da ist die Aufmerksamkeit sicher niedriger: die 1. Stunde zu früh, die letzte Stunde zu spät.)


    Jedenfalls ist es ein Unding, den formal freiwilligen Religionsunterricht so einzurichten, dass potentielle "Aussteiger" behandelt werden wie beim Nachsitzen.

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    Von einen verpflichtenden Religionsunterricht kann man eigentlich in Deutschland nicht sprechen.


    Natürlich. Faktisch. Es gab zu meiner Zeit z.B. in Schleswig-Holstein erst in der Oberstufe Philosophie als Religionsersatz. Davor konnte man sich natürlich vom Relgiionsunterricht abmelden. Es gab dann keinen Ersatz, man hatte auf dem Papier frei. Da die Stunden aber nicht am Rand lagen, bedeutete das regelmäßig Beschäftigungstherapie in wildfremden anderen Klassen, im Lehrerzimmer oder gar beim Hausmeister (!). Dem konnte man zum Beispiel beim Unkraut jäten helfen. Das Schulgelände verlassen durfte man nicht, denn man war ja nicht volljährig.


    M.E. muss zu jeder Religionsstunde zwingend Philosophie/Ethik als Ersatz angeboten werden. Alternativ muss Religion in die Randstunden verlagert werden, so dass eine Möglichkeit besteht, nach Hause zu gehen, anstatt die Zeit sinnlos abzubummeln. Zustände wie zu meiner Zeit sind jedenfalls nicht vereinbar mit einer "Freiwilligkeit" des Reliunterrichts.


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    Im Religionsuntericht werden doch auch ethische Werte vermittelt


    Ja, das geschieht auch im Deutschunterricht! Niemand käme auf die Idee, damit Religion ersetzen zu wollen.


    Im Ehtikunterricht soll die gemeinsame Wertebasis einer Gesellschaft gelehrt werden. In Religion dann die spezifischen Dinge zu einer Religion, für den, der sie interessant findet oder erst einmal erfahren will, was er da seit n paar Jahren auf dem Papier glaubt.

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    Na klar, wäre es auch un Westberlin gescheitert, weil IN Berlin sehr hohe Hürden für eine Volksabstimmung bestehen, die es auch in keinen anderen Bundesland so gibt. Es genügt nicht, mehr Stimmen zu bekommen, es müssen mindestens 25 % sein. Deshalb scheitern in Berlin auch die meisten Volksbegehren.


    Darüber kann man sich vortrefflich streiten. In diesem Falle bringt es nichts, denn "Pro Reli" hat eben keine Mehrheit. Man kann auch gut argumentieren, dass ohne die 25-Prozent-Hürde noch mehr Nein-Stimmen zusammengekommen wären. Wer "Pro Reli" unterstützen wollte, _musste_ zur Urne gehen, wer dagegen war, konnte darauf spekulieren, dass das Quorum nicht erfüllt werden würde.


    In Berlin scheiterten bis jetzt übrigens zwei von zwei Volksbegehren an der Urne, also "alle".


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    In Bayern entscheidet da einfach die Mehrheit, das ist viel demokratischer.


    In Bayern sind die Hürden an anderer Stelle höher. In Berlin braucht man für die Zulassung eines Volksbegehrens die Unterschriften von 7 % der Wahlberechtigten. Das geht in einer Großstadt einfacher als im weitgehend ländlichen Bayern. Dort müssen aber noch dazu Unterschriften von 10 % der Wahlberechtigten gesammelt werden. Die Hürde ist also deutlich höher und eine Initiative verschlingt entsprechend mehr Ressourcen!


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    Der Religionsunterricht hat sich seit Jahrzehnten in deutschen Schulen bewährt!


    Inwiefern hat er sich bewährt? Geht es uns irgendwo besser als in Frankreich, wo es selbstverständlich keinen gibt?


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    was genau soll denn dann eigentlich im Ethikunterricht vermittelt werden?


    Hat eine Gesellschaft prinzipiell keine gemeinsamen Werte? Kommen diese immer von einem Glauben und sind inkompatibel mit allem anderen? Kann ein Staat dann überhauüt laizistisch sein?


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    Wer Menschen die sich für den Religionsunterricht entschieden haben, zum Ethikuntericht zwingt, der zeigt sein wahres idelogisches Gesicht, er erkennt Reliigionsuntericht nicht als gleichwertig an, weil er in Wahrheit Religiöses zurückdrängen will.


    Wer Religionsunterricht gegen Ethik ausspielen will, spaltet eine Gesellschaft. Wir definieren uns hoffentlich nicht in erster Linie als Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Muslime, Juden, Pastafari. Es gibt hoffentlich eine gemeinsame Wertebasis. Dazu gehört zum Beispiel, dass man tolerant ist gegenüber anderen (religiösen) Ansichten. Dazu gehört, dass man diese kennt. Wie das funktionieren soll, wenn man von der Grundschule an nur katholischen oder islamischen Religionsunterricht hatte, würde mich interessieren. Es ist schlicht grotesk, das Entstehen von "Parallelgesellschaften" zu beklagen und eben diese ausgerechnet in den staatlichen Schulen zu forcieren!


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    In keinen anderen Bundesland in Deutschland gibt es Zwangsethik für Teilnehmer des Religionsunterichts.


    Nochmals: Was ist das Besondere an Ethik, dass man es unbedingt durch Religion ersetzen können sollte.


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    Man könnte es ja noch hinnehmen, wenn diejenigen, die keinen Religionsuntericht besuchen, ein Pflichtfach Ethik belegen müssen.


    Und wieso das?

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    Wir schweifen vom Thema ab. Aber irgendwie gehört es dazu. Ich finde es schade, wenn Leute eine einseitige Sicht auf Religiöses und Kirche haben, ohne vielleicht selbst sonderlich viel in Kontakt damit gewesen zu sein oder eigene Erfahrungen gemacht zu haben.


    Prinzipiell ja. Allerdings gilt das für viele, viele Dinge. Praktisch alle haben längst nicht die Möglichkeiten, sich so selbst zu präsentieren, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, wie das für die Kirche gilt. Wer hier war denn noch nie in einer Kirche?

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    Wenn ich mir das Ergebniss anschaue, so gab es die Mehrheit für das Pflichtfach Ethik nur im Ostteil derStadt, im Westeil der stadt war die Mehrheit der Wahlteilnehmer für Pro Reli.




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    Daran sieht man, das 40 Jahre sozialistische Idelogie in der ehem. DDR ganze Arbeit geleistet hat um alles Religiöse immer mehr zurückzudrängen. Es ist ja sicher kein Zufall das es in den östlichen Bundesländern eine Mehrheit von Konfessionslosen gibt. Deshalb wundert es mich auch nicht, das so ein Ergebniss herauskam.


    Auch bei einer rein West-Berliner Wahl wäre der Vorschlag von "Pro Religion" abgelehnt worden. Nur (!) in Zehlendorf, einem der sechs Bezirke, die komplett im ehemaligen Westen liegen, gibt es eine ausreichende Mehrheit. Dagegen hat Friedrichshain-Kreuzberg, die Mehrheit der Bevölkerung wohnt im ehemals West-Berliner Kreuzberg, die Initiative mit 72,7 % abgelehnt.


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    Wer sich aber für den Religionsuntericht entschieden hat, den soll man nich mit Ethik-Untericht zwangsbeglücken.


    Und wieso nicht? Was ist das Schlimme an Ethik, warum soll man ausgerechnet Ethik durch Religion ersetzen können und nicht zum Beispiel... Biologie?!


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    Daran sieht man, das 40 Jahre sozialistische Idelogie in der ehem. DDR ganze Arbeit geleistet hat um alles Religiöse immer mehr zurückzudrängen.


    Respekt, oder? In nur 40 Jahren und es wirkt - dieser Ansicht nach - ja selbst heute noch durchschlagend. Gibt es da vielleicht Vergleichswerte, wie das mit Missionierungen der Christenmenschen aussieht? Wie lange hat man damals gebraucht, die Germanen zu bekehren?

    Kurze Frage:


    Ich hatte letzten Sommer eine WIND-Karte neu gekauft. Eine Datenoption aktiviert und vier Wochen später wieder deaktiviert. Ansonsten nur Call your Country aktiviert, die damals kostenlos war, sofern man in den ersten 24 Stunden bestellte. (Die Option gilt ja für ein Jahr).
    Das Guthaben ist jetzt bei 0 Euro. Kann es sein, dass im Sommer Karten verkauft wurden, die noch weitere Optionen automatisch gebucht hatten, die gekündigt werden mussten? Oder gibt es so etwas generell nicht? Ich komme mangels Codice nicht in den Kundenbereich und mag ungern Guthaben verschleudern (denn das Prepaidkonto wäre bei aktivier Option nach knapp 9 Monaten weit im Minus).

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    Ich denke die Bahn ist da sehr dünn heutig.


    Die Bahn sollte theoretisch eher Probleme haben mit spontanen Wochenend-/Länderticket-"Fahrgemeinschaften". Oder dem Weiterverkauf gebrauchter Tickets, die dann doch ohne eingetragenen Namen funktionierten. Diese Fälle sind der DB aber zumindest in Norddeutschland und Berlin weitgehend egal.


    Zum Punkt: Verkaufen von Dingen fällt im Bahnhof unter das Hausrecht der DB Station & Service. Insoweit haben sie schon das Recht, dir dein Angebot zu verbieten. Im Zweifelsfall würde ich es - je nach örtlichen Gegebenheiten - vor dem Bahnhof probieren.

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    Schon in den großen Verkehrverbünden ist das Problem der Einnahmen-/Kostenverteilung massiv.


    In SH gibt es praktisch einen "Verkehrsverbund" für das ganze Land. Das Teil heißt SH-Tarif und gilt in allen Regionalzügen und Bussen (!) in SH und HH (sofern die Fahrt nicht ausschließlich innerhalb des Hamburger Verkehrsverbundes stattfindet, der HH und die angrenzenden Landkreise in SH abdeckt). Das heißt, wer eine Fahrkarte von Neumünster nach Kiel kauft, kann mit einer Fahrkarte in Neumünster zum Bahnhof, mit dem Zug nach Kiel und in Kiel weiter per Bus ans Ziel fahren.


    Soweit eine ausgezeichnete Idee.


    Nachteil ist, dass der SH-Tarif für die reine Bahnfahrt wohl der mit Abstand teuerste Tarif Deutschlands ist (Hamburg-Kiel sind 95 km Entfernung und die einfache Fahrt im Regionalzug kostet knapp 20 Euro!) Bahncard-50-Inhaber bekommen nur 25 % Rabatt, und außerhalb von SH/HH kann man Fahrkarten nur schwer bis überhaupt nicht erwerben. Bahn.de kann übrigens auch keine Preise für Regionalverbindungen innerhalb von SH/HH ausgeben, selbst wenn man ausschließlich Züge der DB nutzen will. (Das Lidl-Ticket gilt übrigens trotzdem auf diesen Verbindungen.)


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    Nicht ohne Grund bekommt auch die DB nicht alle Städte/Verkehrverbünde 'in' ihr City-Ticket und/oder City-Mobil Angebot.


    Alle "wichtigen" Städte sind ja abgedeckt. In Berlin ist die Gültigkeit arg klein, aber ansonsten ist das Cityticket ausgesprochen brauchbar. Dass Citymobil nicht überall klappt, ist interessant. Man zahlt dabei schließlich exakt den gleichen Preis wie vor Ort.

    Also:


    1. Wenn man auf den Link "DB-Anteil" (der übrigens bei mir direkt neben dem- und in gleicher Größe wie die Preisangabe steht bei Bahn.de) klickt, kommt ein neues Fenster. Da werden dann die Teilstrecken aufgeführt, für die die DB keine Fahrkarte ausstellt und folglich extra kosten.


    2. Verkehrsverbünde und DB-Tarif sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Verkehrsverbünde haben ihren eigenen Tarif. Man kann damit im Regelfall alle ÖPNV-Angebote inklusive der Regional-Bahnverbindungen nutzen. (ICs/ICEs dagegen meist nicht!). Dafür gilt für Binnenverbindungen (eine Strecke nur innerhalb eines Verkehrsverbundes auf der Schiene) der DB-Tarif nicht.
    Liegt die gewünschte Strecke außerhalb eines Verbundes oder führt sie aus ihm heraus/hinein oder wird in einem Teil der Strecke ein Fernverkehrszug benutzt, gilt der DB-Tarif. Dann aber ohne Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen und was sonst noch alles rumfährt. Ausnahme wäre das Cityticket, das bei BC-Fahrkarten am Zielort gilt, sofern dieser eine von etwa 100 Städten ist, die teilnehmen. Mit Cityticket kann man am Zielort innerhalb gewisser Grenzen auch die anderen Nahverkehrsangebote im Anschluss an die Bahnfahrt gratis mitnutzen.
    Das Lidl-Ticket ist ein Ticket zum DB-Tarif und ohne Cityticket, insofern ist die Busfahrt hier definitiv nicht drin.


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    Das Lidl-Ticket könnte DER Knaller sein und der Bahn massenweise aus der Hand gerissen werden


    Wird es ja. Der Preis ist einfach unschlagbar.


    Natürlich sollte es letztlich Ziel sein, in ganz Deutschland einen einheitlichen Tarif für alle Bus- und Bahnangebote zu haben. Dafür müssten sich aber erst einmal alle Anbieter vom ÖV einigen über Preisstukturen, Einnahmenaufteilungen usw.