Beiträge von oleR

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    Bei der Bahn: Bahncard. Dauer-Spezial Ticket. Sparpreis.


    Bahncard: Gut. Dann kostet die Strecke einfach noch 51 Euro bzw. 34 Euro. Dafür muss man der DB aber erstmal 55 bzw. schlappe 220 Euro jedes Jahr aufs Neue in den Rachen werfen.
    Dauer-Spezial: Kosten im Regelfall auf der Strecke HH-B mindestens 39 Euro einfach. Im Reisezentrum plus Bedienzuschlag (ja), im Internet als Papier-Fahrkarte plus Portozuschlag (3,50 Euro für einen 55-Cent-Brief).
    Man muss mindestens drei Tage vorher buchen. Noch früher ist besser, sonst verlangt die DB womöglich 49 statt 39 Euro. Ändern sich nach dem Kauf die Pläne, ist die Fahrkarte praktisch wertlos. Man kann sie nicht zurückgeben. Und wer im Internet bucht und dabei das Onlineticket zum Selbstausdrucken wählt, damit man keinen Versandaufschlag zahlen muss, kann die Fahrkarte nicht einmal von Verwandten oder Bekannten nutzen lassen. Sie ist dann nämlich personengebunden.
    Sparpreis: Wissenschaft für sich.


    Die Normalpreise sind das Interessante an der Bahn. Denn sie konkurriert im Regelfall nicht mit dem Flugzeug (HH-B gibt es gar keine Verbindung mehr), sondern mit dem Auto. Und es kann nicht sein, dass die staatseigene DB da Kilometerpreise nimmt, die Kfz als Vollkosten (!) erzielen. So kriegt man die Leute garantiert nicht auf die Schiene. Punktum.


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    der springer verlag zahlt seinen angestellten die pendeln, ein jahr das zugticket für die strecke hamburg - berlin. soll wohl einige redakteure geben, die sich so ihr taschengeld aufbessern...


    Hab ich auch schon gehört. Nur frag ich mich, warum Springer den Redakteuren die teuren Monatskarten kaufen soll. Die kosten wie gesagt über 5.000 Euro für ein Jahr. Eine Bahncard 100 gilt für jede Bahnstrecke in ganz Deutschland, in Hamburg und Berlin im gesamten bzw. weiten Teilen des ÖPNV-Netzes und kostet unter 3.500 Euro pro Jahr. Einziger Nachteil: man kann halt am Samstag keinen mitnehmen. Rabatt wird Springer sicherlich auf beide Angebote der DB erhalten.


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    es gibt relativ viele Leute, die zwischen Hamburg und Berlin pendeln. Habe mal dazu einen Bericht gelesen. Die Leute bekommen eigene feste Plätze im Zug zugewiesen, schon skuril


    Naja, es sind schon einige. Wer in der Nähe der Hauptbahnhöfe wohnt bzw. arbeitet, kann das schon machen. Es sind dann halt 1:50-2:00 Stunden einfache Strecke Tür-zu-Tür. Schmerzgrenze, aber anderswo sicherlich auch drin. Feste Plätze haben die Leute aber (noch) nicht.



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    Sorry das ist Humbug... Aber auch mal wieder typisch deutsch. Auf der einen Seite wird über die hohen Preise der Bahn gejammert und auf der anderen aber nur jedes erdenkliche Schlupfloch gesucht um selbst daraus noch einen Profit zu schlagen.


    Nur durch die hohen Preise der Bahn gibt es diese Schlepper. Würd die Bahn die Stecke für, sagen wir, 35 Euro einfach anbieten, die Schlepper hätten drastisch weniger Kundschaft. Und für den Erlös durch 1-2 Mitfahrer je Zug setzt sich kein Mensch den ganzen Samstag in den ICE.


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    Ich denke es wäre garnichtmal so verkehrt wenn die Bahn einige der Sonderangebote einstellen würde, aber dafür die Normalpreise deutlich reduzieren würde.


    Das sag mal der DB. Es wäre ja auch schon clever, wenn die ganzen Angebote mal transparenter würden. Wenn nicht alle paar Wochen ein neues Sonderangebot auf den Markt käme, das fast grundsätzlich NIE etwas für Bahncard-Kunden bringt. Und so weiter.


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    Positiv möchte ich einmal den Connex erwähnen, mit diesem bin ich im Oktober einmal von Leipzig bis nach Rostock für 10€ gefahren. Davon kann sich die Bahn ne Scheibe abschneiden.


    Jepp. Leider existiert privater Fernverkehr in Deutschland nur in Nischen. Obwohl zum Beispiel hinter Connex ein milliardenschwerer Konzern steht. Es lohnt sich offensichtlich nicht. Warum sollten wir dann den Monopolisten im Bahn-Fernverkehr verkaufen?!


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    Achso. Ja, der ist übrigens auch sehr gut ausgelastet. OK, der Bus fährt ja auch stündlich (!). An Berlinlinienbus und insbesondere der Strecke HH-B ist allerdings wiederum die DB AG über ihre Tochterunternehmen dick mit im Spiel. Der Bus ist hier also keine Konkurrenz der DB, sondern nur eine andere Konzernsparte.

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    Von Hamburg nach Berlin brauchen die Züge ca. 90 Minuten und fahren jede Stunde. Setzt man 1 Stunde Pause ein, falls mal ein Zug verspätet ist, schafft man an einem Samstag 8 Fahrten Hamburg - Berlin.


    Die Züge brauchen mittlerweile eher 100 als 90 Minuten. Und auch bei 2,5h für eine Fahrt wärst du am Samstag 20 Stunden unterwegs. Der erste Zug fährt aber erst um 6 Uhr aus Hamburg nach Berlin und der letzte Zug von Berlin nach Hamburg schon um 23 Uhr ab Berlin Hbf. Zumal kannst du vermutlich vergessen, vier Leute zumindest für die Spätverbindungen am Samstag (!) zusammenzubekommen. Selbst bei 10 Euro Fahrpreis. Realistisch hast du pro Samstag vielleicht vier Verbindungen und bist dafür dann knapp 10 Stunden unterwegs. Macht bei Vollauslastung und 15 Euro pro Platz knapp 1000 Euro Einnahmen pro Monat. Gegen 550 Euro Ausgaben bleiben dir 450 Euro Gewinn, also 11,25 Euro die Stunde. Nicht schlecht, aber weit entfernt von den 2000 Euro. Die kann man nur erreichen, wenn man wirklich Vollauslastung bei 20 Euro pro Mitnahme erreicht und jede mögliche Verbindung HH-B wirklich fährt. Wenn man sich jetzt noch ansieht, dass HH-B eben in der Tat eine ganz besondere Bahnstrecke ist (in D sonst vielleicht noch Köln-Frankfurt o.ä.), weiß man, warum sich dieses "Phänomen" anderswo nicht etabliert ;)

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    Naja generell schon bermerkenswert wie schnell solche Chancen genutzt werden.


    Die Möglichkeit gibt es schon seit Jahren. Genutzt wird sie auch nicht erst seit gestern. Es fiel erst vor kurzem einem Journalisten der Massenpresse auf. Und seitdem arbeiten die investigativen Abschreiberjournalisten Deutschlands und produzieren alle paar Wochen einen Artikel darüber. Selbst die DB, ansonsten schwerfällig wie ein ICE mit Pferdegespann als Antrieb, hat schon zum 1. Oktober die Beförderungsbedingungen entsprechend geändert.


    Zur Sache: Klar läuft das gut. Zwischen Hamburg und Berlin gibt es jede Menge Verkehr. Viele mit weniger Geld würden sicherlich auch gerne die Bahn nutzen. Nur, wie sind da die Konditionen? Der ICE kostet einfache Strecke für die 280 km Distanz ab Dezember: genau, 68 Euro. Das sind 25 Ct pro Kilometer. Alternativen? Da wäre der Eurocity. Der kostet "nur" 55 Euro. Die Bahn aber hat mit dem letzten Fahrplanwechsel mehrere EC-Zugpaare gegen Diesel-ICE getauscht. Sie sind minimal schneller als der Eurocity, langsamer als "richtige" ICE, kosten aber den vollen Premium-Preis. Es bleiben noch ganze vier Eurocity.Züge pro Tag. Das Wochenendticket kann man auf dieser Relation ganz vergessen, da man über Schwerin fahren muss. Das wären vier Stunden Fahrzeit.


    Mitfahrgelegenheit kosten meist etwa 15 Euro. Die Leute sind also bereit, für den höheren Komfort und die Geschwindigkeit der Schiene mehr Geld auszugeben. Aber keine 68 Euro. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, wenn es darum geht, mehr Leute zu Bahnkunden zu machen. Den Preis für die Zugfahrt Hamburg-Berlin im ICE hat die DB übrigens nebenbei von 2004 bis 2008 um 24 % erhöht, günstigere Eurocity wurden gestrichen und die ICE-Fahrzeit seitdem im Schnitt auch nicht verringert, sondern erhöht.

    Zu den Volumen:


    Ich hatte die E+ Internetflat einmal an meinem Desktop-Rechner. Als einzige Internetanbindung. Und die wurde intensivst genutzt, praktisch 10 Stunden pro Tag. Mit YouTube & Co. Am Ende kamen gerade einmal 6 GB raus. Beim Handy weiß ich ja nicht, was ihr so an Geräten habt, aber ich komme da auf maximal 200 MB/Monat. Mit Maps, YouTube, Opera & Co.

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    Mal ehrlich: jeder, der sich mal mit den Inhalten der "Linken" beschäftigt, merkt doch, dass es sich hierbei nur um die gleichen Lippenbekenntnisse wie die der anderen extremistischen Parteien (DVU, NPD, DKP, etc...) handelt.


    Genauer?


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    Klar, stellen loyale Staatsbürger, SPD oder CDU die "Systemfrage" meinen sie was anderes als "Linke" und NPD(die im Übrigen auch die "Systemfrage" stellt!). Aber: diese Menschen haben schon zweimal Elend und Not über Deutschland gebracht (einmal 1933-45 und einmal 1949-1989-da aber nur in einem Teil von Dtl.) - warum sollte uns das schon eine Lehre gewesen sein!


    "Diese Menschen" haben es mit Sicherheit nicht getan, da die damaligen Machthaber und Strippenzieher längst entweder tot sind oder in der Partei nichts mehr zu sagen haben.


    Man sollte Idee und Ausführung trennen. 1933-45 war die Ausführung weitgehend wie die Idee in der Blaupause (Mein Kampf) vorher. Diesen Ideen hängen gewisse Menschen heute leider immer noch nach. 1949-89 hat mit den Ideen, auf die man sich berief, mitunter kaum etwas zu tun gehabt. Es entstand ein Regime, das sich verselbstständigte. Wäre die Idee (und: auch Teile davon) zwingend mit einer derartigen Ausführung verbunden, ich würde sie auch ablehnen. Bin ich aber nicht überzeugt von. Dass es ausgesprochen gut schiefgehen kann, das wissen wir nun allerdings. Und sollten unsere Schlüsse daraus ziehen. Das kann aber ganz sicher kein "Weiter so!" sein.

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    Die "Linke" bekennt sich ausdrücklich zum stellen der "Systemfrage"!


    Sicherlich. Das sollte auch jeder denkende Mensch, weil er wissen muss, dass das jetzige System nicht mehr ewig weiter existieren kann. Die Schwächen sind doch nicht erst mit der Finanzkrise evident.


    Nur: Die Linke bekennt sich zum Grundgesetz und den dort festgeschriebenen Staatsprinzipien. "Demokratischer Sozialismus", um es vorweg zu nehmen, wird übrigens auch von der SPD im Parteiprogramm gefordert.


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    Im Übrigen: die soziale Marktwirtschaft ist in ihren Grundzügen auch im GG verankert.


    Nicht nur das. Artikel 15 GG:


    "Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz [...] in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden."


    Auf Deutsch: Im GG ist bereits die Verstaatlichung zum Beispiel von Fabriken gegen den Willen ihrer Besitzer vorgesehen.

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    BTW: bei mehr als 60 Minuten Verspätung werden im Zug (auf Kulanzbasis) Gutscheine für 20% Fahrpreisermäßigung bei der nächsten Reise verteilt.


    Betonung auf "mehr als 60 Minuten". Also: mindestens 61 Minuten. Ja, das ist bei der DB mitunter sehr wichtig.

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    Die ICE aus München fahren imho mittlerweile auch stündlich, wobei aber nur die grossen Bahnhöfe wie Nürnberg und Leipzig stündlich bedient werden.


    Ne, durchgehende Züge über die Neubaustrecke gibt es weiterhin nur zweistündlich. Wird sicherlich anders, wenn die Strecke durch den Thüringer Wald fertig ist.


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    also wo die Aufhebung der Zugbindung stehen soll ist mir immer noch schleierhaft. Ich hab die Seite mindestens 10x gelesen und nichts dergleichen gefunden.


    Steht mittlerweile auch nicht mehr auf der Seite. Stand es aber. Keine Ahnung, was sich die DB dabei gedacht hat. Der Grundsatz dürfte aber ohnehin allgemein gelten: Zugbindung kann es schlecht geben, wenn der Zug nicht fährt.

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    Hast Du zufällig einen Link zu dem Zitat?


    http://www.bahn.de/blitz/view/index.shtml


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    in Reiseauskunft online haben alle Züge über die Achse Berlin-Leipzig-München die von Hamburg kamen gestern und heute Endstation in Berlin


    Naja, sollten ja alles Ersatzzüge sein ;) Hamburg-Berlin wird normalerweise wie folgt bedient:


    Zweistündlich die ICE-T, die aus München kommen
    und
    zweistündlich ICE 1, die nur Hamburg-Berlin fahren


    Teil A wird nur bis Berlin durch die paar Ersatzzüge der DB abgedeckt. Fahrgäste aus Leipzig müssen dann umsteigen, denn Teil B ist bekanntlich nicht von den Ausfällen der ICE betroffen.

    Zitat bahn.de:


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    Bei Angeboten wie den Sparpreisen, dem Dauer-Spezial oder bei Gruppenfahrten wird die Zugbindung aufgehoben, wenn Fahrgäste den gebuchten Zug nicht nutzen konnten.


    Fährt statt deines ICE nur ein Ersatz-IC, kannst du den gebuchten Zug nicht nutzen. Du kannst dann alle Züge der gebuchten Relation am Reisetag (und evtl. auch am Tag darauf) nutzen.