Beiträge von oleR

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    20 Cent pro km für die PP geht nicht, sie muss min. so hoch sein, wie der öffentliche Verkher pro km kostet (abzüglich Subventionen). Aktuell sind dies 26,X Cent.


    Quelle für die 26,x Cent?


    Sonst: Für den Nutzer mit Abokarte kostet der ÖV selten mehr als 20 Ct/Kilometer - und das Absetzen dient ja gerade dem Ausgleich der real entstandenen Kosten.


    Die 20 Ct/km sind dabei schon die Großstadt-Netze, wo die Linien so gut ausgebaut sind, dass man die Karte auch für viele Freizeitfahrten ohne weitere Kosten nehmen kann. 30 Ct/km sind IMO allein dem Autoverkehr geschuldet. Bei 1,60 Euro/Liter und 7,5l/100 km kostet ja allein der Sprit bald soviel wie eine ÖV-Monatskarte auf vielen Strecken.

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    Sei doch einfach mal so freundlich und gib deine Quellenangaben an.



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    Und gib mal an was aus deiner Sicht die Vollwahrheit ist.


    Habe ich schon oben geschrieben. Die Atomkraft hat bei der Grundlast keine unersetzbare Stellung.


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    Wenn ich mir nämlich den Primärenergieverbrauch (PEV) nach Energieträgern und Anteil erneuerbarer Energien vom Bundes Umwelt Amt anschaue stelle ich fest das deine 5% leicht daneben liegen.


    Das liegt am sogenannten Wirkungsgradprinzip. Siehe dazu:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Prim%C3%A4renergieverbrauch


    Demnach wichtet man einfach Atomenergie stärker als andere Stromquellen, obgleich das gar nicht so sehr angebracht wäre. Am "Endenergieverbrauch" in Deutschland hatte Atomkraft laut Wikipedia einen Anteil von 5,7 % im Jahr 2005. Da laut Telepolis (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28234/1.html) der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung im Jahr 2007 - auch bedingt durch die vielen zeitweise abgeschalteten Blöcke - auf noch knapp 22 % gesunken sein soll, dürfte der Anteil am Gesamtverbrauch 2007 noch niedriger gewesen sein.

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    Zitat:Ihr Anteil an der Grundlast, die für die Stromversorgung und Netzstabilität entscheidend ist, lag bei 45 Prozent. Denk mal darüber nach was das heißt bevor du mit unbedeutend argumentierst.


    Zunächst: Insgesamt liegt der Anteil der AKWs am Energieverbrauch in D irgendwo bei 5 %. Würden sie eine besondere, unverzichtbare Rolle spielen, ok. Aber das ist eben nicht so.


    Die FAZ schreibt schlicht eine Halbwahrheit. Die "Grundlast" ist das, was immer gebraucht wird. Tag und Nacht. Dafür nutzt(e) man Kraftwerke, die recht billig waren, allerdings am besten non-stop durchliefen. So entstand eben zum Beispiel der Nachtspeicherunsinn mit dem massiven Ausbau der Kernkraft: die Atomkraftwerke wollte man nachts nicht abschalten, weil es nicht so einfach funktioniert. Es gab aber auch keine Verbraucher um diese Tageszeit, also hat man sich welche geschaffen.


    Wenn die Grundlast tagsüber nicht mehr ausreicht, fährt/fuhr man nach und nach weitere Kraftwerke dazu, die teurer, aber auch leichter regelbar sind.


    Das bedeutet:


    1. Bei der Grundlast wäre Atomkraft, vom Kostenargument abgesehen, technisch besonders leicht ersetzbar. Die "fehlenden" Kraftwerke existieren schließlich bereits, um tagsüber den höheren Bedarf zu decken und stehen ansonsten still.
    2. Spätestens mit der Integration von Windparks im großen Stil ohne entsprechende Speicherungsmöglichkeit wäre das Konzept der Grundlast/Mittellast/Spitzenlast-Kraftwerke ohnehin überholt.


    Wind interessiert nicht, ob gerade ein AKW auch allein den Bedarf im E-Netz decken könnte. Wenn er weht, soll der damit erzeugte Strom nach derzeitiger Rechtslage auch vorrangig ins Netz eingespeist werden. Das würde in einer windreichen Nacht bedeuten, dass die AKWs in dieser Zeit vom Netz müssten. Man kann sie aber eben nicht so leicht wieder hochfahren. Ergo: Wir hätten damit wieder zuviel Strom, der irgendwie Abnehmer finden muss. Besser wäre es, wir hätten schneller regelbare Kraftwerke, die eben schnell abgeschaltet werden können, wenn viel Wind weht.

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    Die Frage ist halt, wo der ganze Saft in Zukunft herkommt.


    Atomkraft ist nur halt jetzt schon eher unbedeutend dabei, wenn man den Gesamtenergieverbrauch nimmt. Unter 30 % des Stroms wird in KKW erzeugt - übrigens schon seit Jahren - und mit Strom wird allgemein weder geheizt noch Auto gefahren.


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    Biblis wird ja jetzt auch so "gewartet", dass die Reaktoren die Regierung überleben. Diese politische unbeständige Einmischung kann einfach nicht gutgehen.


    Nicht nur Biblis. Brunsbüttel sollte eigentlich 2009 abgeschaltet werden. Daraus wird nichts, denn Vattenfall hat das Kraftwerk seit letztem Sommer in die Wartungspause geschickt, um Dübel auszutauschen. Kein Scherz. Damit hat sich auch dieser Termin erledigt. Bis zur Wahl wird kein einziges AKW endgültig abgeschaltet.

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    Hamburg-Köln, Hamburg-Berlin gibt viele für 29€


    Hamburg-Berlin gibt es die vielen 29er erst mit über einem Monat Verbuchfrist. Davor habe ich nur den IC um 19:xx ab Hamburg für 29 Euro entdeckt.


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    Liegt wohl auch an den Strecken und so, nunja halt AB 29€.


    Na klar. Auf den "guten" Strecken macht die Bahn schlechtere Angebote. IMO will die Bahn ihre Tickets im Schnitt zu einem Preis knapp oberhalb der Konditionen mit Bahncard 50 verkaufen. Die ganzen Sparpreise sollen also Leute anlocken, denen die 220 Euro Grundgebühr der Bahncard jährlich zu hoch sind, gleichzeitig aber die Bahncard-Kunden nicht zu sehr irritieren. Also liegt - wie der Zufall es so will - die große Masse der Dauerspezialpreise etwa auf dem Niveau einer Fahrt mit Bahncard 50. Für monatelang im Voraus gebuchte Reisen geht er runter, für kurzfristige Reisen in halbwegs gut ausgelasteten Zügen liegt er deutlich darüber.


    Nur bedeutet das schlicht, dass viele potentielle Kunden auf ihrer Wunschverbindung nicht für 29 Euro reisen können. Bahn fahren ist halt nicht wie ein Urlaub im Ausland, bei dem man ohnehin schon Hotels usw. gebucht hat und daher monatelang vorher sagen kann, dass man an Tag X reisen möchte. Entsprechend fühlen sich die Leute von der Bahn eben getäuscht, wenn sie mit "ab 29 Euro" Werbung macht, dieser Preis aber praktisch nur von einer Minderheit gut nutzbar ist, weil die Bedingungen einfach viel zu restriktiv sind.


    Auf den Mobilfunkbereich übertragen: Werbung mit "ab 0 Cent" telefonieren, dabei gilt der Preis nur Montags zwischen 1 und 2 Uhr und erst ab der 2. Minute, während die erste 1 Euro kostet.

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    Beispiel Hannover -> Essen Di 29.7. ab 10 Uhr sogar mehr als 3 Möglichkeiten!


    Ja. Alle Verbindungen gehen für 29 Euro. Ist ja auch kein Kunststück bei einem Normalpreis von 43-48 Euro. Mit Sparpreis 25 kostet die Fahrt bei gleichzeitiger Buchung der Rückfahrt 32,25 EUR - 36,00 EUR. Bis einen Tag vorher kannst du die Karte aber gegen 15 EUR zurückgeben. Bei den Dauerspezials gibt es die Möglichkeit nicht. Und mit Bahncard lacht man ohnehin über 29 Euro mit den Gängelbedingungen des Dauerspezial. Interessanter wird es doch auf den wirklich langen Verbindungen, auf denen der Normalpreis bis auf 122 Euro hochgeht.


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    Also wer über die Angebote schimpft hat nicht gründlich genug geforscht und meckert hier nur rum und versucht bahn schlecht zumachen.


    Dann zeig mir mal eine Verbindung Hamburg-München für 29 Euro. Ist ja "quer durch Deutschland" ;) Ich hab Mitte September, also in zwei Monaten, mal geguckt. Tagsüber ist für unter 59 Euro nichts zu machen. Nur Züge, die irgendwann um 1 Uhr nachts ankommen, gibt es für 39 Euro. Bei zwei Monaten Verbuchzeit.


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    und wie gesagt wurde über Fluglinien regt sich keiner auf wenn die mit 29€ durch Europa werben


    Da gibt es ja auch mindestens ein Ticket. Bei der Bahn ist das gesamte System schlicht völlig intransparent.

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    Die Tatsache, daß hier staatliche Milliardensubventionen geflossen sind, macht es allerdings noch um so unerquicklicher, daß all diese Investitionen per Federstrich wertlos gemacht werden.


    Nun, typischer Fall von Investitionsruine. Als die Atomkraft gefördert wurde, ging man davon aus, dasss man damit quasi das Energieproblem für ewig gelöst haben würde. Von Klimaschutz war damals nicht einmal die Rede. Auch die von Dir ja gerne gescholtenen Sozen waren vorwiegend Atom-Fans, weil sie sich davon ein stärkeres Wachstum erhofften - und ihnen damals schon klar war, dass sie für ihre (damalige) Klientel nur auf diesem Wege ohne Revolution nenneswert etwas erhalten können würden. Geplant waren zum Beispiel noch in den 70er Jahren an der Elbe allein im Westen zwischen Gorleben und Brunsbüttel 14 AKW-Standorte, vorwiegend mit mehreren Blöcken.



    Heute weiß man, dass Atomkraft große technische Probleme aufwirft, die im Fortschritsglauben lösbar schienen, Jahrzehnte später aber immer noch existieren. Man weiß, dass durch Kernspaltung das Energieproblem nicht "ewig" gelöst werden kann, weil Uran endlich ist und Wiederaufbereitung viel Geld kostet. Man weiß, dass Atomkraft nicht 100 % sicher ist - wie (fast) alles von Menschenhand gemachte. Man weiß, dass die Annahmen der 60er und 70er in Punkto Energieverbrauch maßlos übertrieben waren. Man weiß, dass Atomkraft massiven Widerstand in der Bevölkerung hervorrief/ruft und gegen den Bau der letzten Atommeiler in der Bundesrepublik regelmäßig mehrere 100.000 Menschen auf den Straßen waren.


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    Wenn es Dir primär um Umverteilung geht


    Nein.


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    kannst Du die Kernkraftwerke ja auch alle gern verstaatlichen


    Du meinst wohl "wiederverstaatlichen". Die großen Stromkonzerne waren zur Blütezeit der Atomkraftwerke überwiegend bis vollständig in Staatsbesitz. Erst in den 1990er Jahren wurden sie verhökert.