Beiträge von oleR

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    Ich freue mich wirklich schon darauf zu hören, mit welchen Argumenten die Atomkraftgegner von SPD, Grünen und Linken einem ALGII-Empfänger erklären werden, warum er in Zukunft dank der Subventionierung der Windenergie über seine Stromrechnug sein Scherflein zur Alterssicherung von Blackstone-Gründer Stephen Schwarzman beitragen darf. Dessen Bezüge beliefen sich im Jahr 2006 übrigens auf rund 400 Mio US-$ und lagen damit etwa viermal so hoch wie die Einkünfte der Vorstandsvorsitzenden aller DAX-30-Unternehmen zusammen.


    400 Mio. US-$? Da werden die Atomkraftbefürworter von CDU/CSU und FDP wenigstens keine Probleme mehr haben, den ALG-II-Empfängern die 5,3 Mio € Gehalt allein vom E.ON-Chef 2007 zu erklären. Der ist ja fast von Armut bedroht. Und seine Atomkraftwerke haben nie einen staatlichen Euro gesehen: weder in der Forschung, noch im Bau, noch bei der ausreichenden Versicherung und bei der Endlagerung bezahlt natürlich E.ON alle anfallenden Kosten inklusive der für die ganzen Forschungsbergwerke, komplett. Und: E.ON lässt die abgeschriebenen Atommeiler natürlich nicht nur für die eigene Bilanz laufen. Sondern auch für unsere ALG-II-Empfänger, um deren Stromrechnung niedrig zu lassen. Darum sind die Preise bei E.ON so günstig.

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    Atomenergie überzeugt sicherlich nicht durch ihren Sexappeal


    Nicht mehr. Manche sollen ja immer noch von Atomreaktoren in jedem Wohnblock (Fernwärme) und nuklear angetriebenen Handelsflotten träumen. Da brauchte es die grünen Weltverschlimmbesserer nicht, um den Phantasien ein Ende zu bereiten. Wenigstens blieben von diesen Ideen nur Illustrationen und Texte übrig.


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    Da Dir die Entscheidung der finnischen Regierung, freiwillig auf ihrem eigenen Territorium ein atomares Endlager einzurichten


    Das klingt ja fast, als wenn die Finnen bereit sind, auch unseren Müll entgegenzunehmen. Freiwillig, die Finnen bräuchten also gar nie ein Endlager einrichten. Wunderbar. Wann rollt der erste Castor aus Deutschland für immer und ewig an den Polarkreis zu den finnischen Atommüllscheichs?


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    Sollte dagegen die andere Hypothese richtig sein, daß es nämlich prinzipiell möglich ist, atomare Abfälle sicher in Endlagern zu deponieren, dann ist die grundsätzliche Ablehnung der Kernenergie aufgrund dieses Arguments allerdings irrationaler Nonsens.


    In der Tat. Erweitern wir den Gedanken darum um ein wenig Realismus: "Möglich" ist ein "End"lagern von Atommüll problemlos. Wir lagern den Müll schließlich heute bereits ein paar Jahrzehnte, ohne dass etwas passiert wäre. Wir könnten den Abfall also weiter rumliegen lassen. Was sollte in Zukunft passieren, was nicht in den letzten 50 Jahren geschehen wäre? OK. Das Risiko ist wohl etwas zu groß. Also woanders hin mit dem Zeugs, das niemand haben will. Unter die Erde. Allein, ist es da wirklich "sicher"? Oder nur sicherer?


    Selbst Du hast bereits angedeutet, dass es keine völlige Sicherheit geben kann. (Das Risiko wird dort tendenziell höher, wo es wenig Erkenntnisse gibt. Bei der Lagerung in alten Bergwerken ist es ganz offensichtlich so, sonst würde Asse II nicht von Salzlauge angegriffen.) Mit mehr Atommüll brauchen wir mehr Lager und erhöhen damit ein Risiko, obgleich wir dieses Risiko mangels betriebener "End"lager gar nicht einschätzen können. Man muss schon äußerst (fortschritts-)gläubig sein, um das Problem geistig derart beiseite schieben zu können.

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    1.) Das Problem der Endlagerung scheint offenbar doch gelöst zu sein. Zumindest wird Finnland in Kürze das erste zivile(!) atomare Endlager für hochradioaktiven Abfall in Betrieb nehmen. Es scheint sich also weniger um ein technisches als ein politisches Problem zu handeln.


    Welch Aussage. Wenn man in den 70er Jahren in der Asse den ersten hochradioaktiven Atommüll verklappt hätte, gäbs in Deutschland auch quasi ein Endlager. Würde man das Zwischenlager Gorleben zum Endlager umdeklarieren, ebenso. Auch in Finnland gibt es technische Bedenken. Zack. Die Frage ist nur, wie man sie einstuft. Und: irgendwo muss man den Müll ja lagern. Wenn man irgendwann sicher weiß, dass es kein sicheres Endlager gibt, was dann? Irgendwann funktioniert es mit Zwischenlagern nicht mehr. Eventuell muss man dann eben in den sauren Apfel beißen und das Risiko in Kauf nehmen. Pech gehabt für die nächsten Generationen, falls dann wider Erwarten nach ein paar hundert Jahren das Grundwasser verseucht ist.


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    Ein AKW vor Anschlägen islamistischer Terroristen zu schützen dürfte in einem Land nicht allzu schwierig sein, daß bereits in den 40er Jahren in der Lage war widerstansfähige Hochbunker gegen allierte Luftangriffe zu bauen.


    Die Kamikaze-Piloten flogen damals ja auch nicht in Deutschland.


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    Jedenfalls war das Risiko in den 60er, 70er und 80er Jahren, in denen stets die Gefahr sowjetischer Angriffe bestand ganz sicher höher.


    Beide Seiten hatten keine Sorgen um ihre zivilen Atommeiler im Kriegsfall. Was ist ein zerstörter Reaktor gegen eine Atombombe. Also...


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    Das Argument ist also schlichtweg unsinnig.


    ...das kann man entsprechend laut sagen.


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    Du siehst also, von Deinen "Argumenten" bleibt nichts übrig als viele grüne warme Luft, mit anderen Worten nichts als verbohrte Ideologie.


    Die schlimmsten Ideologen sind manchmal die, die meinen, sie seien keine.

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    Aber ehrlich gesagt ist eine Preisanpassung an den Wettbewerb auch mehr als nötig.


    Tja, aber ich werd meine Eltern trotzdem empfehlen, bei nächster Gelegenheit (hier: 24 Monate Vertrag laufen aus) zum Wettbewerb zu wechseln. Mich ärgern diese ständigen Preissenkungen nur für Neukunden irgendwann. Mittlerweile sind wir bei 10 Euro mehr Grundgebühr im Monat, dem weiterhin bestehenden Fremdnetzaufschlag und der 2 Ct/Min. teureren FzM-Option. Bis die Telekom mal RAM schaltet, vergehen vermutlich ebenfalls noch Ewigkeiten. Bis dahin haben meine Eltern einen 3-MBit-Anschluss, nachdem die Telekom klammheimlich nach Beschwerde über teilweise stündliche Reconnects einfach den bestehenden 6-MBit-Anschluss gedrosselt hat. Wohlbemerkt, der Anschluss lief zuvor monatelang problemlos mit 6 MBit.


    Trotzdem, für Neukunden, die unbedingt einen T-Anschluss haben möchten, sind die Preise ab Juli IMO schon konkurrenzfähig. Die wirklich krassen Unterschiede, die die Wechselwelle erst ausgelöst haben, sind jedenfalls verschwunden. Und viel billiger können Alice & Co. auch gar nicht mehr schalten.

    "Hörer" ist gut ;) Privatradio in D kann sich alles erlauben. Eine Aufsicht gibt es nicht, denn die Landesmedienanstalten verstehen sich mehr als Lobby dieser Sender. Wirksame Sanktionen haben sie ohnehin nicht.


    Und die Hörer? Die hören sich jedenfalls auf dem Papier alles an. Fakes ohne Ende. Wie oft hat sich in den letzten Jahren irgendwer im Studio eingeschlossen und dann immer zwei Titel abwechselnd gespielt? Gähn. Und wie oft musste ein neuer Moderator in x Tagen superbekannt werden, damit er seinen Job nicht verliert? (Hat zufälligerweise immer geklappt) Und wie oft hat sich irgendwer "verplappert" bei "geheimen" Geräuschen und Wörter? Immer die gleiche alte Leier.


    Mehrere große Privatsender haben gar einfach ab 18.00 Uhr den Computer an. Da sitzt keiner mehr. Die Moderationen werden vorher aufgezeichnet und der Wetterbericht samt Verkehrsservice aus Sprachbausteinen zusammengesetzt. Natürlich sind die Nachrichten auch alt und wenn irgendwas passiert, hört man es bei den Sendern erst am nächsten Morgen. In der lustigsten Morningshow.


    Die Leute hören sich diesen Audioschrott trotzdem an.

    Eigentlich nicht. Aber uneigentlich hat sich wohl noch niemand beschwert.


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    Jedoch würde ich hoffen, dass die Landesmedienanstalt (in Bayern "Bayerische Landeszentrale für neue Medien") da auf die Pauke haut.


    Ach, denen ist das egal. Wenn es jetzt ein wenig Ärger gibt, machen sie vielleicht etwas pro forma. Bedenke: das ist erstens Bayern und zweitens eine deutsche Landesmedienanstalt.

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    Ein Mahnbescheid kann etwas bringen, wenn das Unternehmen zu klein / zu unorganisiert ist, um rechtzeitig zu widersprechen.


    Oder wenn die Firma auf Zeit spielen will und intern zahlungswillig ist. ;)


    Ansonsten: Schließlich mich dem an. Die Lage ist IMO für einen Mahnbescheid zu unübersichtlich. Anwalt einschalten.

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    Analog wurde im Ruhrgebiet vor 3-4 Jahren abgeschaltet.


    In Wuppertal immerhin noch vor ziemlich genau zwei Jahren ;)


    Ansonsten: Außer im äußersten Norden von Sachsen-Anhalt sowie Teilen von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern sind alle ZDF-Sender auf DVB-T umgestellt. Eine passende Box sollte heute aber kein Problem sein, die Teile bekommt man im Baumarkt ja schon fast hinterher geworfen.