Beiträge von oleR

    chico:


    Die Kaution darf behalten werden, bis alle zu erwartenden Ansprüche aus dem Mietverhältnis erledigt sind. Das betrifft wie schon geschrieben primär die NK-Abrechnung und bedeutet damit, dass du im Extremfall bis Ende des auf den Auszug folgenden Jahres warten musst, die gesamte Kaution zu bekommen.


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    also ich komm an mein Tagegeld seltsamerweise täglich ran - wieso geht das nicht für Mietkautionen?


    Im "üblichen" MK-Rahmen kommt man auch an die Kautionen täglich ran, aber natürlich nur als Vermieter. Die "dreimonatige Kündigungsfrist" gilt für höhere Summen, je nach Bank/Sparkasse unterschiedlich. Sparbücher sind halt so ziemlich der letzte Rotz als Geldanlage, aber für VM der einfachste und schnellste Weg, das Geld den gesetzlichen Anforderungen entsprechend anzulegen.

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    Da ich mich aber gegen eine Bürgschaft gestellt habe, weil die für die gesamte Wohnung in unbegrenzter Höhe gegolten hätte (und nicht nur für Mietausfälle(!))


    Die Bürgschaft darf m.W. tatsächlich nur alternativ zur Kaution genommen werden. Aber wie es tatsächlich gehandhabt wird... Bürgschaftshöhe ist aber natürlich auf die gleiche Summe wie die Kaution beschränkt. Beide gelten für alle Ansprüche aus dem Mietverhältnis, nicht nur Mietausfälle.


    Bürgschaften rechnen sich mitunter übrigens recht schnell. Tagesgeld gehe ich von 3,5 % Verzinsung im Schnitt aus, das Sparbuch des Vermieters bringt meist höchstens 1 %. Ergo: Nimmt die Bank für die Bürgschaft weniger als 2,5 % pro Jahr, ist die Kaution definitiv der schlechtere Weg.

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    und was ist mit den Versandkosten sowie Zoll und der Einfuhrumsatzsteuer ?


    Naja, rechne doch aus: beim MP3-Player ist das zum Beispiel nicht drin. Bei 2 % Zoll und 19 % Umsatzsteuer wärens knapp über 150 EUR, immer noch deutlich günstiger als hier.

    Schonmal über einen Wechsel nachgedacht? Wenn ich http://www.alicecomfort.de/kun…8/preise_alicecomfort.pdf richtig verstehe, kostet dort ein Anlagenanschluss (+ 2 Ergänzungsanschlüsste) inkl. Internet/Flat und der Telefon-Festnetzflatrate (nur nach D, dürfte aber bei euren Gesprächen nicht sonderlich ins Gewicht fallen) EUR 79,57 netto/Monat. Mobilfunk national wäre mit 0,126 Ct/Min. netto in 1/1-Abrechnung schon ohne Option günstiger als bei der Telekom.

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    - weiterer Ausbau der Videoüberwachung


    Konsens: Man lässt es erstmal, wie es ist. Die sogenannten "gefährlichen" Orte sind nämlich bereits fast lückenlos videoüberwacht. Mit der SPD ginge es einfacher.


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    - geschlossene Unterbringung für jugendliche Straftäter


    Könnte schon eher ein Knackpunkt sein. Ist aber nicht akut. SPD/GAL sicherlich etwa gleich hohes Konfliktpotential.


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    - Alkoholverbot auf dem Kiez


    Würde die CDU IMO ob offensichtlicher völliger Sinnlosigkeit zurückstecken.


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    - Studiengebühren beibehalten
    - Ablehnung von kostenlosen Kitas


    Die GAL kriegt die kostenlosen Kitas (oder, unwahrscheinlicher, zumindest das Erststudium gebührenfrei). Mit der SPD wären zumindest Studiengebühren sicherlich einfacher, da gibt es nämlich auch so einige Gebührenfans und m.W. sogar ein Papier eines ehemaligen SPD-Bürgermeisters, nach dem Gebühren gar nicht so schlimm seien.


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    - Ablehnung eines Sozialtickets für den ÖPNV


    War in Hamburg IMO nicht so sehr in der Diskussion. Kann ich auch nicht richtig einschätzen. Eventuell gibt man allen ALG-II-Empfängern die Möglichkeit, das "vergünstigte" Ticket nur für 1-Euro-Jobber (gibt es seit ein paar Wochen, taktisch günstig vor der Wahl) zum gleichen Preis zu erwerben. EUR 39,80/Monat ist zwar immer noch viel zu teuer, aber einen Rabatt von 50 % kann man ggf. noch als Teilerfolg verkaufen. Mit der SPD gäbs mehr Probleme.


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    - Elbvertiefung


    Das gibt wiederum ganz sicher Stress mit der Grünen-Basis, ist aber bei der CDU nicht verhandelbar. Eventuell der ausschlaggebende Grund für ein Scheitern. Die SPD ist nämlich klar dafür.


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    - Ablehnung von Volksentscheiden


    Könnte ebenfalls einen Punkt bei der GAL-Basis geben. Wiederum wohl eher mit der SPD kompromissfähig.

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    aber im öffentlichen Profil der Partei leider immer noch bei weitem nicht genug angekommen.


    Das könnte daran liegen, dass die FDP in dem Bereich schlicht den Ruf einer Umfaller-Bude hat. Und was sich seit mindestens 1982 "dank" vieler Beispiele in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat, kriegen die nicht so schnell los. Wollen sie ja auch offensichtlich gar nicht ;)


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    Für solch eine Partei würde ich ein großes Wählerpotential sogar deutlich jenseits der 15% sehen, vor allem bei jungen Menschen und dann gäbe es vielleicht auch wieder stabile Mehrheiten für bürgerliche Regierungen und der Linkspartei käme nicht mehr diese Bedeutung zu.


    Bei "jungen" Menschen würde ich im liberalen Bereich eher den kleinen Linksliberalen vermuten. Die sind schon bei den Grünen und werden sich bei unveränderter Kernausrichtung nicht zur FDP locken lassen. Ich sehe nur noch Wilderungspotential bei der CDU - und das bringt dem bürgerlichen Lager erst einmal nix. Nichtwähler dürfte die FDP sowieso auf Dauer nicht mobilisieren können. M.W. ist die Mobilisierung im FDP-Lager schon eine der größten überhaupt.

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    Schwarz-Grün halte ich in Hamburg nicht für möglich, da gerade in Hamburg die CDU doch sehr konservativ und teilweise auch rechts ist. Da werden sich mit der GAL nicht viele Gemeinsamkeiten finden lassen.


    Was? Gerade die CDU Hamburg kann man mit allem attributieren, bloß nicht mit sehr konservativ. Die legen gerade Haupt- und Realschule zusammen, von sich aus, in Alleinregierung. Die haben einen Schwulen als Bürgermeister. Und so weiter.


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    Bei "Schwarz Grün" dürfte das größte Problem das Kohlekraftwerk werden.


    Ich glaube nicht. Das ist ein Nebenschauplatz. In Sachen Programm werden sich aber sicherlich gemeinsame Punkte finden. Wenn CDU und GAL wollen, gibt es die Koalition. Das größte Problem ist, dass die GAL-Wähler keine Lust auf die CDU haben, die sich in Hamburg in den letzten Jahren recht selbstherrlich benommen hat.


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    Ich bin auf nächstes Jahr gespannt, auf Bundesebene wird es, meine Vermutung, nicht groß anders aussehen.


    Dem ist doch schon so.


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    die Menschen driften wieder vermehrt nach links, was die SPD ja bereits in eine Diskussion und einen inneren Streit gelenkt hat die Ihr nur Schaden können.


    Die SPD hat das Problem, dass sie ihr Programm mit Neue Mitte & Co. ins Wirtschaftsliberale gedreht hat. In die "Mitte", wo alle hinwollten. Wäre ja ok gewesen, doch: Leider traten die Verheißungen dieser Politik bei weiten Bevölkerungsteilen bislang nicht ein. Danach wurde die SPD vom Wähler links überholt.

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    Wir können gerne damit weitermachen, uns die Skandale in den verschiedenen Bundesländern vorzuhalten.


    Das können wir. Und dann überlegen wir, ob man einer Partei eine hohe Wirtschaftskompetenz zuweisen kann, die in Sachsen gerade eine komplette Landesbank mit Milliardenschaden an die Wand gefahren hat und weitermacht wie bisher. Wo doch Parteifreunde der sächsischen Verantwortlichen erst vor ein paar Jahren das Land Berlin völlig ruinierten, nachdem sie da Bank gespielt haben. So etwas hat die SPD bislang noch nicht fertiggebracht.


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    Also lassen wir doch einmal ein paar Zahlen sprechen: Die Arbeitlosigkeit etwa lag in BW im Jahr 2007 durchschnittlich bei 4,9% und in Bayern bei 5,3%. In den chronisch roten Bundesländern NRW und HB betrug sie dagegen 9,5% bzw. 12,7%. Im Osten findet sich das gleiche Bild: am besten stehen die stets von bürgerlichen Regierungen geführten Länder Thüringen (13,2%) und Sachsen (14,7%) dar, während das "rote Paradies" MV mit 16,5% das Schlußlicht bildet. Auch die Abwanderung aus den ostdeutschen Bundesländern war übrigens in Sachsen noch am geringsten.


    Du blendest ständig die Hälfte der Realität aus. Wie erklärst du dir, dass Sachsen nur 0,1 Prozentpunkte besser in Sachen Arbeitslosigkeit ist als das tiefrote Brandenburg? Und so weiter, ich habs ja schon geschrieben. Grenzt es nicht außerdem ein wenig an Verzweiflung, wenn man schon hervorheben muss, dass aus einem Land noch prozentual am wenigsten Menschen abwandern?


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    Zusammenfassend kann man also folgendes sagen: Im Süden der Republik erzielt man die deutlich besseren wirtschaftlichen Leistungen, weist die Bevölkerung signifikant höhere kognitive Fähigkeiten auf und man wählt traditionell bürgerlich. Welche Kausalzusamenhänge zwischen diesen drei Beobachtungen bestehen mögen, mag sich jeder für sich selbst überlegen.


    Och Schmidt. Du weißt so viel. Kannst so gut recherchieren. Meldest dich pointiert zu Wort. Und dann lässt du immer vermutlich absichtlich die Hälfte weg, weil es nicht zu deinen Thesen passt. Die Bundeswehr stellt Hessen heraus. Und wer hat da - mit vier Jahren Ausnahme - durchgehend zwischen Kriegsende und 1999 regiert? Die bösen Sozen. Das bis 1991 durchgehend bürgerliche Rheinland-Pfalz dagegen scheint nicht so gut abgeschnitten zu haben.


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    Abschließend muß ich Dir noch sagen, daß man hier unten schwarze Brillen trägt um besser sehen zu können. Man nennt sie Sonnenbrillen.


    Hier im Norden nutzt man fast immer normale Gläser, da kommt mehr Licht durch. Schwarz ist eher was für die pseudo-coolen Typen, die sonst nichts drauf haben. Und natürlich für den Urlaub, wenn man die Dinge einfach mal ein paar Tage laufen lässt.