DLove:
Die Bahn ist mittlerweile einer der größten Logistiker weltweit. Die haben sich aus Steuergeldern BAX und Schenker zusammengekauft, das sind Firmen, die größtenteils auf der Straße arbeiten. Mit dem Schienenverkehr in Deutschland hat das aber zunächst einmal nichts zu tun.
Die DB macht unter Berücksichtigung der Staatssubvention keinen müden Cent Gewinn, sondern Milliarden Euro an Verlusten. Im Schienenverkehr erst recht, denn ein guter Teil der Gewinne kommt von den eben erwähnten Logistikern. Daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert, mitunter wurden die Posten einfach von A nach B geschoben.
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und wenn die Gehälter so hoch werden, dass die DB nicht mehr konkurrenzfähig ist, dann wird man als allererstes Personal entlassen.
Auch hier: wenn die Tabellen stimmen, wird im europäischen Ausland deutlich mehr gezahlt.
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Man muss mal ganz klar sagen, dass die Bahn nur konkurrenzfähig bleiben kann, wenn sie an die Börse geht, sonst wird sie gegen internationale Konkurrenz keine Chance haben und auch in Zukunft am Tropf der Steuerzahler hängen.
Das "internationale Konkurrenz" hier bezieht sich für die nächsten Jahre/Jahrzehnte wohl höchstens auf den Güterverkehr, großteils auf der Straße. Und da muss man sich fragen: Brauchen wir unbedingt zwei führende, weltweit tätige Logistiker in Staatshand, nämlich die Deutsche Post und die Deutsche Bahn?! Oder sollte die Priorität eines Konzern, der auf Ewigkeiten zur Hälfte dem Staat gehört, nicht eher darauf liegen, in Deutschland möglichst viel Menschen und Güter effizient auf der Schiene von A nach B zu transportieren? Im Personenverkehr wird es Wettbewerb wohl nur im Nahverkehr geben. Und da wird bei anderen Anbietern bereits heute mehr gezahlt, glaubt man der GDL. So sollen die Lokführer bei Metronom (Regionalverkehr Hamburg-Göttingen und Hamburg-Bremen) bessere Arbeitszeiten und trotzdem 10 % mehr Geld als die Kollegen der DB haben.
Niemand geht davon aus, dass die Bahn weg kommt von Staatssubventionen. Im Regionalverkehr nicht und bei der Netzinfrastruktur schon gar nicht. Wenn es so durchgeht, wie derzeit von Bahn und Politik geplant, heißt das: Die Bahn gehört zur Hälfte irgendwelchen Investoren, kassiert aber fest für das Netz mehrere Milliarden Euro. Und noch dazu natürlich die Subventionen im Regionalverkehr. Im Fernverkehr ist Wettbewerb strukturbedingt wohl weiterhin extrem schwierig, ergo: die DB ist dort weiterhin Quasi-Monopolist. Bevor jetzt jemand mit den über 300 Wettbewerben kommt: Wo kann ich denn tatsächlich für eine Strecke auf der Bahn zwischen mehreren Firmen auswählen? Es gibt keinen Wettbewerb und es wird jedenfalls im Personenverkehr keinen Wettbewerb auf breiter Fläche geben, bei dem der Endkunde zwischen mehreren Bahn-Beförderern auf einer Verbindung auswählen kann. Das gibt es nirgendwo auf der Welt.