ZitatWäre der gute Mann gerade mal so 45 und frisch im Amt hätte das ggf. anders aussehen können, aber Mehdorn steht eh kurz vor der Pension und hat daher nichts mehr zu verlieren wenn der den "harten Hund" gibt.
Mehdorns Projekt seit 1999 ist die Privatisierung. Wer sich ansieht, was für einen Aufwand er dafür treibt, kann sich kaum vorstellen, dass er eh nichts zu verlieren hat.
ZitatSeit der Vorstand ihm auch noch den Rücken gestärkt hat ist doch schon erstaunlich wie schnell die GDL von ihrer Hauptforderung einem eigenen TV abgerückt ist.
Ist sie das?
Zitatjede putzfrau oder jeder tellerwäscher könnte quasi wichtige teile des tägl. lebens lahmlegen, wenn er dafür eine eigene zwergengewerkschaft gründen würde, genau das machen die lokführer.
Was heißt "jede Putzfrau"? Aktuell ist es doch eher so, dass in diesem Bereich keine Grenze nach unten zu existieren scheint. Wenn du ne Putze für 5 Euro die Stunde haben willst, hast du in Deutschland ziemlich sicher kein Problem damit, eine zu finden. Lokführer dagegen eher. Der Marktwert ist höher, das ist das, was gewisse Marktfanatiker immer gern propagieren. Wonach sollten sich die Löhne und Gehälter denn sonst richten? Das ganze Einheitsgewerkschaftstralala ist doch grandios gescheitert, es gibt die Tarifeinheit bestenfalls auf dem Papier. Oder bekommen alle Mitarbeiter der DB-Callcenter und aller von der Bahn angemieteten Callcenter den Lohn, den die Bahn mit Transnet abmacht?
Und ist es ein Mißbrauch von Marktmacht, wenn eine Berufsgruppe ganze 2.500 Euro brutto für einen Fulltima-Job von derzeit 41 Stunden/Woche im Schichtdienst haben will?
Zitatich warte noch drauf, dass mir die lokführer-fans mal schildern, was für pseudo-magische fähigkeiten ein lokführer haben muss, damit er sich ein noch viel höheres gehalt rechtfertigt.
Das ist völlig wurscht, weil sich unsere Gesellschaft noch nie an irgendwelchen Fähigkeiten aufgehalten hat. Wer künstlerisch etliches auf dem Kasten hat, kann vielleicht zigmal mehr als du, bringt dieser Gesellschaft mehr als du (und ich) und krebst trotzdem erfahrungsgemäß an der Armutsgrenze herum. Lokführer gibt es offensichtlich derzeit nicht viele, ansonsten würde die Bahn sicherlich auch nicht per Groß-Anzeige "1.000 neue" davon suchen. Entsprechend steigt der Marktwert. Punktum.
ZitatDer AN "verkauft" nicht seine Zeit sonder lediglich seine Arbeitskraft und die ist eben nach dem von mir beschrieben Beispiel einem Arbeitgeber einen bestimmten Betrag wert.
Natürlich verkauft er primär seine Zeit, jedenfalls in unserer Gesellschaft hier. "Arbeit" verkaufen vielleicht Akkordarbeiter. Wer einen normalen Bürojob hat, kann viel schaffen, kann wenig schaffen, am Ende des Monats ist ein fixer Betrag auf dem Konto. Der AG kann auch machen mit der AN-Zeit, was er will - er sagt ja letztlich, was der AN machen soll, jedenfalls in Grenzen.