Beiträge von oleR

    Es gab (und gibt) schon seit Ewigkeiten aber auch irgendwelche Provider-Angebote mit Grundgebühren von mitunter 20 Euro pro Monat. Die werden dann recht breit beworben und kommen mit allerhand Nippes (Handy, Mikrowelle...). Finanziell lohnt es sich im Regelfall nicht so sehr wie bei den Cent-Fuchsereien mit den Schubladenverträgen, die hier im TT eher abgeschlossen werden. Um nicht zu sagen: teilweise lohnen sie sich gar nicht. Die "Zugaben" sind im Werbeflyer aber häufig wertmäßig viel zu hoch angesetzt, um das zu kaschieren.


    Diese Angebote richten sich in ihrer Aufmachung viel mehr an, ich sage mal, Leute, die mit dem Taschenrechner nicht so sehr vertraut sind oder sich von den Werbeaussagen übers Ohr hauen lassen.

    DUSA:


    RM/RN/Ruhr mag da eher eine Ausnahme sein. In Hamburg oder Berlin (und vermutlich auch in anderen Metropolen, die nur ein Zentrum haben) beginnt im Regelfall der Stau auf der Autobahn nicht aufm platten Land, sondern ein paar Kilometer hinter der Stadtgrenze. Die Pendler von weiter außerhalb haben häufig freie Bahn bis dahin und reihen sich erst in die Staus ein, die auch die Leute am Stadtrand (~ 10-15 km vom Zentrum entfernt) plagen.


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    Wer hier irgendwie in der Nähe einer Bahnstrecke wohnt, nutzt den ÖPNV. Da muss man zwar sehr wahrscheinlich 1-2mal umsteigen, ist aber dann in der selben Zeit oder schneller dort und konnte entweder noch ein Nickerchen machen, Zeitung lesen oder was auch immer.


    Naja, könnte dann ganz clever sein, schon beim Kauf/Bau einer Wohnung oder eines Hauses darauf zu achten, wie sie an das Bahnnetz angebunden sind, oder? ;)


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    Wobei viele auch den ÖPNV hier "unfreiwillig" nicht nutzen, weil die Züge zu den Stoßzeiten rappelvoll sind und es der RMV nicht schafft, mehr Wagons anzuhängen - denn dann bräuchten sie zusätzlches Personal Sprich, würde es der (hier zuständige) RMV es mal schaffen die Sache besser zu organisieren, würden liebend gern noch viel mehr mit der Bahn fahren.


    Das dürfte wohl leider ein sehr übliches Problem sein. Vermutlich kommen dann noch Verspätungen von "ein paar Minuten nur" dazu...

    Ah ok, insofern korrekt. Allerdings sollte man - bevor man sich ins Konzert der "Subventions"-Streicher einreiht - definieren, was alles eine Subvention ist. Kindergeld ist ganz klar ebenso eine. Steichen! :)


    IMO geht es eher um die Sinnhaftigkeit. Wenn man davon ausgeht, dass jede "Subvention" etwas steuern soll, fiele mir als Zielsetzung der Pendlerpauschale nur ein, dass damit die Mobilität der Bevölkerung bei der Arbeitsplatzwahl erhöht werden soll. Der ÖPNV dagegen soll insgesamt eine umweltfreundliche und allgemein verfügbare Mobilität sicherstellen.

    Lustige Diskussion hier.


    1. Ich halte es auch für falsch, längere Wege zur Arbeit steuerlich auch noch besser zu stellen. Jedenfalls mit dem Auto, denn jeder Pendler mehr mit dem Auto ist eine enorme Belastung für Städte. Aber man kann nicht gleichzeitig mehr Mobilität fordern und dann die Pendlerpauschale völlig abschaffen. Menschen sind nicht frei herumschiebbar. Man müsste einen Mittelweg finden. Es kann nicht sein, dass Autofahrer 100 km pro Tag voll absetzen können. Irgendwo muss die Grenze sein, an der der Staat nicht weiter subventioniert. Wenn die 4.500 EUR für Autofahrer keine Grenze darstellen, ist das Mist.
    2.

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    Im übrigen ist es falsch, daß durch die Pendlerpauschale der Verkehr auf der Straße gefördert wird.


    Gibt es dazu Studien? Ich vermute, dass ein Großteil der Mittelstreckenpendler (10-70 km) mit dem Auto anreist. Die öffentlichen Verkehrsmittel bieten hier im Regelfall kaum etwas an, da es sich häufig um den Bereich zwischen den Großstädten handelt. Die Autofahrer können die gut ausgebauten, staufreien Autobahnen nutzen, während die Bahnfahrer herumbummeln und zigmal umsteigen müssen. Durch die Pendlerpauschale wird jedenfalls IMO das Pendeln aus diesen Entfernungen erst bezahlbar, während der ÖPNV zwar deutlich günstiger ist, aber von vielen Nutzern aus Bequemlichkeitsgründen nicht genutzt wird. Alles allerdings unbelegt und ich gerade ohne Bibliothek in der Nähe.


    PS:


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    Wenn es falsch sein soll, Pendler bei ihrem Weg zur Arbeit ihre Aufwendungen steuerlich abzusetzen, dann ist es genauso falsch öffentliche Verkehrsmittel in den Ballungszentren zu subventionieren. Dort müssen dann halt die Benutzer auch kostendeckende Preise zahlen. Es ist immer leicht Streichungen bei den anderen zu fordern, aber welche die einem selbst betreffen, will man behalten. Floriansprinzip!!!


    ÖPNV-Nutzer nutzen zuallererst den Autofahrern. Ein paar Mio. Autos mehr auf den Straßen pro Jahr bedeuteten noch mehr Stau. Und Straßenausbauten sind heute in Ballungsgebieten kaum mehr durchzusetzen.

    Zum LA: Die Panne hängt doch nicht mit der Zulassungsbeschränkung zusammen. Da hat einfach jemand in der Organisation gepennt. Heute ist es so, dass für jedes einzelne LA-Fach ein NC besteht und insgesamt auch die Kapazitäten für die übergreifenden Veranstaltungen (Pädagogik?) da sein müssen.


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    Außerdem ist eine kostenfreie Hochschule, die in jedem Fach eine NC-Regelung einführen muss, nicht das Gelbe vom Ei, weil man ja durch die NC-Regelung klarstellt, dass man schon bis aufs Letzte ausgereizt ist.


    Was will man machen? So wird sichergestellt, dass die Veranstaltungen nicht plötzlich überbelegt sind. In Berlin will man m.W. damit auch "Parkstudenten" abschrecken, die sich nur pro forma einschreiben, weil sie nichts anderes gefunden haben. Nachteil der Regelung ist, dass man sich bereits im Juli auf ein Fach an einer Uni festlegen muss. Wird man für das Wunschfach wegen des NC (der bekanntlich jedes Jahr neu ermittelt wird!) abgelehnt, kann man im Regelfall nicht mehr auf eine Zweitwahl umsteigen, selbst wenn dort noch Studienplätze frei sind. Das ist natürlich ziemlicher Mist, aber IMO eben noch besser als die Alternative "Überlastung". Insgesamt wäre es ein Thema für die Bildungspolitik, aber bis da etwas kommt...


    Nochmal klargestellt: Dieses Verfahren muss nicht zwingend bedeuten, dass die Uni überlastet ist (praktisch ist das in Berlin allerdings definitiv so). Die Uni will praktisch nur im Juli wissen, wer alles kommt. Man kann sich dort nicht mehr noch im September einschreiben. Kommen zuviel, wird automatisch ein NC gebildet, er wird nicht extra beschlossen.


    Diese Vorgehensweise gibt es übrigens auch an Gebühren-Unis wie zum Beispiel der Uni Hamburg.

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    In einigen Bundesländern gibt es die Möglichkeit Kredite aufzunehmen, die mit dem BAFÖG-Rückzahlungssatz gedeckelt werden. Wenn ich also kein Geld habe, muss ich ja sowieso BAFÖG beziehen. Dann habe ich am Ende keine Mehrkosten gegenüber einem Studium an einer "kostenfreien" Hochschule.


    Ich kann dir nur sagen, wie es in Hamburg ist: Dort wurde die Rückzahlung von Studiengebühren + Bafög-Darlehen auf 17.000 EUR gedeckelt. Da beim Bafög selbst maximal 10.000 EUR zurückzuzahlen sind, kannst du dir selbst ausrechnen, was diese tolle Idee bei 500 EUR pro Semester bringt :) Studenten, die in der normalen Zeit ihr Studium in Hamburg absolvieren, haben von dieser Grenze gar nichts. Nur Bummelstudenten, die vorher auf der Abschussliste standen, sparen damit. Da aber gleichzeitig man in Hamburg mittlerweile in etlichen Studiengängen bei längerer Verzögerung einfach komplett rausfliegt, dürfte die Regelung insgesamt mehr Wörter als Profiteure haben.


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    Die Qualität wollte ich keinesfalls an einem Ranking festmachen, sondern an den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Ob ich mir einen Professor mit 30 Leuten teilen muss oder mit 300, ob Seminare überrannt sind oder ich sie nach meinen Interessen besuchen kann, das meine ich mit Qualität der Lehre, und das ist maßgeblich davon beeinflusst, wie viele Studenten es dort gibt.


    Richtig. In Deutschland dürften aber derzeit praktisch alle Unis in vielen Fächern völlig überlaufen sein. Entsprechend wird der NC eingeführt und zur Berechnung der Kapazität einer Uni gibt es m.W. einheitliche Richtlinien. Wenn mehr Profs da sind, wird vermutlich die Kapazität höher angesetzt, ergo: mehr Plätze da. Insgesamt würde sich das damit absolut nichts geben.


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    Mit dem Begriff "kostendeckend" bei Gebühren ist gemeint, dass der Staat für den konkreten Zweck keine weiteren Mittel dazugeben muss. Damit ist Werbung bei öffentlich-rechtlichen Sendern eben keine Ausnahme von dieser Definition.


    Und bei Bibliotheken? Vgl.
    http://www.stadtbibliothek.nue…emein/ausleihgebuehr.html

    censtar: Rundfunk"gebühren" decken auch nicht die ganzen Kosten, sonst gäbs keine Werbung. Viele Stadtbüchereien nehmen ganz offiziell "Ausleihgebühren" und können sich gleichwohl niemals von den paar Euro pro Jahr finanzieren. Usw. "Beiträge" ist schlichtweg ein Euphemismus, das durch den normalen Sprachgebrauch des Wortes "Gebühr" nicht begründet ist.


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    Eigentlich sollten sie gar nicht danach getroffen werden. Weil das viel zu viele machen und "kostenlose" Hochschulen gnadenlos überrannt werden - für die Qualität der Lehre kann dies nur nachteilig sein.


    Wenn ich kein Geld habe, gehe ich natürlich zu einer Uni/FH, die keine Gebühren nimmt. Die Qualität der Lehre kann man eh kaum fassen, da zig Rankings sich häufig gegenseitig widersprechen. Das gilt umso mehr, als dass Gebühren-Unis dort in vielen Fällen schlechter abschneiden als Gratis-Hochschulen. Wieso sollte ich mich dann verschulden? Das "Überrannt werden" ist an Unis übrigens eh kein Problem der gebührenfreien Einrichtungen. In Berlin zum Beispiel gibt es einfach einen flächendeckenden NC für alle Fächer. Vorher wird die Kapazität festgelegt. Reichen die Plätze, kann jeder mit Abi, der möchte, studieren. Bewerben sich zuviele, kriegen nur noch die Abiturbesten einen Studienplatz. Das führt dann dazu, dass man mit einem 3,0er-Abi in Berlin mehr als 50 % der Studienfächer bei einem Abitur dieses Jahr nicht studieren kann. In Hamburg - mit 500 EUR Gebühren - ist die Situation weitgehend identisch.

    Mal ne dämliche Frage an die Steuerexperten hier:


    Ist die Pendlerpauschale eigentlich bei einer bestimmten Summe X gedeckelt oder dann doch an einen Nachweis der Kosten gebunden? Ansonsten würde man als Pendler zum Beispiel zwischen Köln und Frankfurt mit der Bahn ja sogar Gewinn machen :) 380 km pro Tag zu je 30 Cent macht 114 Euro zum Absetzen, also bei 200 Arbeitstagen 22.800 Euro. Das Jahresabo bei der Bahn kostet aber "nur" 3.300 Euro.

    Axelchen:


    Nicht ganz richtig. Es gab auch einen Web-Tarif zum Privat Plus. Dafür musste allerdings eine Festnetz-Option gebucht werden, sodass der Preis effektiv bei 14,95 EUR/Monat lag. Konditionen aus dem Kopf:


    MU 9,95
    GG 5,00


    150 Frei-SMS
    Preise/Taktung in Mobilnetze wie im Privat Plus
    Festnetz HZ 12 Ct/Min
    Festnetz NZ/WE 3 Ct/Min
    Taktung Festnetz 60/60