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Original geschrieben von derAL
(1) Es macht es nicht vordergründig, da bin ich gerne bei Dir. Andererseits, weshalb sollte Nokia da noch viel Energie reinstecken, wenn MS in Deinvestment denkt?
Das verstehe ich nicht ganz ?
Mit Strategie meinte ich, dass ich nicht erkennen kann, dass Nokia im Augenblick besonders innovative Züge an den Tag legt.. Als Bsp. nannte ich die Kartendienste. Das Vertrauen in die Zukunft wäre größer, wenn man bei den here Apps einen Fortschritt gesehen hätte. Das Gefühl einfach, dass Nokia richtig gute Ideen hätte.
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(2) Zwei Blinde ergeben noch keinen Sehenden; ja. Und jetzt ist noch kein geeigneter Zeitpunkt da. Der Markt ist überwiegend gesättigt. Allen Herstellern drohen Wachstumseinbußen (ja, auch Apple). Man kann nur Marktanteile abnehmen und hierfür sind die Voraussetzungen nicht die besten. Allerdings sollten wir berücksichtigen, dass unternehmerisches Handeln nicht nur aus 1 oder 0 bzw. aus schwarz oder weiß besteht. Dazwischen gibt es etliche Abstufungen und Nuancen.
Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Mir geht es aber vor allem um die Qualität und nicht um die Quantität der Entscheidungen.
Ich erwarte ja nicht, dass Nokia in dieser Phase die Welt neu erfindet. Auch in der Anfangszeit WP hatte ich bei Nokia nicht das Gefühl der Aufbruchstimmung. Ein paar Dinge, Dienste oder Apps, die richtig gut und durchdacht waren. Die POI Verwaltung über Here war schon mal gar nicht schlecht aber das gab es schon bei Symbian.
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Nicht jeder wird sich auf Dauer dort bewegen können, vor allem, weil bald überall auf der Welt der Gürtel enger geschnallt werden muss. Die Überliquidität wird über kurz oder lang wieder eingefahren. Nur eine Frage der Zeit. Volkswirtschaften müssen sparen, reformieren. Das hat Auswirkungen auf die Reallöhne. In dem Kontext sind auch die Ausgaben für Mobiltelefone zu sehen. Provokante Frage: Werden die Griechen in den nächsten Jahren eher iPhones kaufen oder andere Alternativen?
Der war gut
iPhones natürlich. Wenn sie sich die iPhones mal nicht mehr leisten können, dann sind die Anderen Schuld, weil ihnen die iPhones aufgedrängt wurden und sie erwarten, dass sie sich weiter iPhones leisten können.
Etwas sarakastisch und auch nicht ganz ernst gemeint.
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Den Hauptvorteil sehe ich darin, dass ein kleines Team wenig Geld verbrennen würde. Man kann also beherzt experimentieren.
Und hier ist wieder das Problem.
Das Exprimentieren kann man sich aber sparen, wenn man genauso beherzt entwickelt, wie unter WP. Vielleicht bin ich auch zu pessimistisch. Aber das Vertrauen wäre größer, wenn wenigstens einige der von Nokia begonnen Projekte (Apps, Dienste, usw.) mit etwas Herzblut umgesetzt worden wären. Auch nach und unter WP. Zumindest anfangs.
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Was will ich damit aufzeigen? Jede Medaille hat zwei Seiten. Chancen und Risiken sind oftmals eine Sache der Perspektive. Und die ist fließend. Und so ist das auch bei Unternehmen und Nokia. Und an den Märkten gilt erst recht; was interessiert mich das Geschwätz von gestern?
Da gebe ich Dir Recht. Vielleicht habe ich Dich missverstanden aber mich interessiert auch weniger das Geschwätz von gestern, als die Perspektive von morgen. 
Nokia hat zumindest so viel richtig gemacht, dass sie heute nicht pleite sind. Das ist schon mal eine ganze Menge.
Nokia mag ja ein großes Patent Portfolio haben, aber auch das ersetzt nicht die Innovationskraft.
Nur Nokia weiß, wo sie wirklich hin wollen.
VG