Ist ja mal wieder lustig...
Inzwischen berichtet die FTD, die FAZ, die Süddeutsche und Onlinekosten und Teltarif sowieso, und trotzdem wills niemand dem Herrn Ricke so richtig glauben.
Mal so ein wenig zusammenfassen:
"In Deutschland verlor der Bonner Riese eine Million Festnetzkunden an die Konkurrenz. Man habe mit einem Minus von 750 000 Kunden gerechnet, sagte Ricke. "Wir sind mitten im Verdrängungswettbewerb.""
-> Festnetzsparte
Quelle: http://www.teltarif.de/arch/2006/kw32/s22719.html
"Mit nur 170.000 Neukunden im zweiten Quartal konnte T-Mobile in Deutschland nicht mit den drei großen Wettbewerbern mithalten."
-> Mobilfunk
Zum Vergleich:
Vodafone 250.000
o2 236.000
E-Plus 410.000 (Mehrmarkenstrategie)
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/22252
Hier ein Interview mit Herrn Ricke bei der FAZ:
http://www.faz.net/s/RubE2C6E0…Tpl~Ecommon~Scontent.html
Kernaussagen:
Wie reagiert die Telekom auf diese plötzliche Verschärfung des Wettbewerbs?
"Wir werden mit aggressiven Preis-, Produkt- und Servicemaßnahmen an den Markt gehen."
Das klingt wie ein Abschied von der Wachstumsgeschichte des High-Tech-Konzerns.
"Absolut nicht. Fakt ist aber, daß der Konzern zur Kenntnis nehmen muß, daß er in Deutschland nicht mehr wächst. (...) Wir sind hier mitten im Verdrängungswettbewerb."
Gilt das auch für den Mobilfunk? Wann kommt dort die Flat-Rate?
"Ich möchte hier jetzt noch nicht alles verraten. Aber wir werden mit Tarifen auf den Markt gehen, in denen die durchschnittliche Mobilfunkminute weniger als 10 Cent kostet. Unsere Marktforschung besagt, daß die Kunden anfangen, mehr mobil zu telefonieren, wenn die Mobilfunkpreise sich den Festnetzpreisen nähern."
Wo ist der Preispunkt, an dem die Leute damit beginnen, das Handy stärker zu nutzen?
"Wir gehen davon aus, daß die Nutzung nach oben geht, wenn die Mobilfunkpreise zwei bis drei Cent über den Festnetzpreisen liegen."
Das würde Minutenpreisen von vier bis sieben Cent entsprechen und wäre von 10 Cent weit entfernt?
"Ich sage ja weniger als 10 Cent."
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Wem das nun noch nicht reicht:
"Zur neuen Strategie gehören deutliche Preissenkungen im Festnetz und im Mobilfunk, mit denen die Telekom in beiden Märkten die Preisführerschaft übernehmen würde. Ricke kündigte an, die Minutenpreise im Mobilfunk würden auf ein Niveau von zwei bis drei Cent über dem Preis für Festnetzgespräche sinken. Damit wäre die Telekom der preiswerteste Anbieter im Mobilfunkmarkt."
Quelle: http://de.internet.com/index.php?id=2044591
Es wurde lange Zeit darüber gemeckert, dass der "rosa Riese" sehr teure Tarife hat. T-Mobile@Home war ein Tropfen auf den heißen Stein, da es eine bloße Kopie von o2's Genion war. Nun wird es in diesem Bereich ganz schön zur Sache gehen.
Ich erinnere mal daran, als zuletzt T-Online solch eine Aussage von sich gab und die Flatratepreise anfingen zu purzeln (zuvor 29,99 / Monat Flatrate). Das war wenn ich mich recht erinnere etwa 1 Jahr her.
Etwas ähnliches wird uns jetzt wohl hierbei bevorstehen, zumal die BNetzA angekündigt hat, den Mobilfunkmarkt zu regulieren, da E-Plus damals nicht einwilligte bei der Zusammenkunft der Netzbetreiber. Und auch hier wird sich Matthias Kurth nicht linken lassen.
Warum? Er kandidiert für einen vorsitzenden Posten des International Telecommunication Union. Dies war wohl auch der Grund, warum er der T-Com die Regulierungspause verwehrte (vgl. TelTarif ).
An und für sich ist es lobenswert, wenn der Preiskampf nunmehr durch einen großen Netzbetreiber angeheizt wird. Zumal seitens o2 mehr schlechte Improvisationen als neue Innovationen bei der Preisgestaltung einher gehen.