Ich finde es zwar auch merkwürdig, daß Vodafone bei Datenübertragung über GPRS/UMTS auf zeitbasierte Abrechnung umstellt, allerdings ist es durchaus nachvollziehbar: Es gibt sehr verschieden große, mit dem Handybrowser darstellbare Seiten, und der Kunde kann nicht unbedingt im voraus erkennen, was ihn ein Klick bei volumenbasierter Abrechnung kosten wird. Da viele Seiten mittlerweile sehr groß sind (z.B. PDA-Seiten mit Bildern), kann das sehr schnell teuer werden. Die Onlinezeit hat man dagegen eher im Griff. Und nutzt man die 5 Minuten-Takte, vor allem mit einem UMTS-Handy, gut aus, d.h. man überträgt pro Takt reichlich Daten, dann kann die zeitbasierte Abrechnung wesentlich günstiger sein als die volumenbasierte. Bei Internetnutzung kostet ein 5 Minuten-Block zwar stolze 1,86 €, aber während dieser Zeit kann man ja auch bis zu 384 kbit/s * 300 s = 115200 kbit = 14 MB übertragen. Müßte man diese 14 MB mit 19 ct pro 10 kB (Volume by Call) bezahlen, käme man auf 273,6 €. 
Beim Surfen mit dem Handy kriegt man solche Datenmengen sicherlich nicht in 5 Minuten durchgesetzt, aber dort kosten diese ja auch "nur" 45 bzw. 95 ct. Und vor dem Hintergrund, daß man für zwei Stunden Live-Portal 24 * 45 ct = 10,80 € zahlen müßte, erscheinen sogar die 1,99 € für das Surf-Paket angemessen.
Ich vermute übrigens, daß man durchaus noch wählen kann, ob man ohne kostenpflichtige Datenoption nach Zeit oder Volumen abgerechnet werden will. Des weiteren vermute ich, daß das Surf-Paket nur bei den Kunden automatisch aktiviert wird, die zeitbasiert abgerechnet werden; Kunden, bei denen volumenbasiert abgerechnet wird, werden bestimmt nicht durch Nutzung des Live-Portals automatisch erst auf zeitbasierte Abrechnung umgestellt, um dann auch noch das Surf-Paket aufgezwungen zu bekommen.
Auch wenn die Datenübertragung bei zeitbasierter Abrechung nach meiner obigen "Schönrechnerei" vielleicht tatsächlich günstiger wird, und es eigentlich zu begrüßen ist, wenn man (hoffentlich) zwischen den beiden Abrechnungsmodellen auswählen kann (wie es z.B. bei "Zuhause Web" ja auch möglich ist), bleibt die Frage, warum VF den allgemein höheren Datenmengen nicht einfach durch günstigere Volumenpreise Rechnung trägt. Ein, wenn nicht sogar DER Vorteil von GPRS schlechthin war und ist ja seit jeher gerade die volumenbasierte Abrechnung, durch die man sich beim Surfen mit mobilen Endgeräten Zeit lassen kann.
Axelchen