Zitat
Original geschrieben von lanturlu
Die Abrechnung ist 100kb-Blöcken kann die ohnehin meist nicht günstigen GPRS-Roamingkosten erheblich in die Höhe treiben. (...) GPRS-Roaming ist also im allgemeinen eine sehr teure Angelegenheit, weshalb es in der Tat günstiger ist, im Ausland SIM-Karten der dortigen Anbieter zu verwenden.
Da muß ich doch mal widersprechen - diese Aussagen sind so pauschal nicht (mehr?) richtig.
Ich hatte mir vor einigen Monaten mal die GPRS-Roamingpreise für deutsche E-Plus-Kunden in den Niederlanden ausgedruckt, das ist ein gutes Gegenbeispiel:
Es gibt vier GPRS-Roamingpartner, einen 100 kB-Takt gibt´s bei keinem einzigen, und mehr als 25 ct pro 10 kB für die GPRS-Nutzung verlangt auch keiner! Zum Vergleich: E-Plus verlangt von den eigenen Kunden im Inland 6 ct (Internet) bzw. 20 ct (WAP) pro 10 kB.
Konkret kostet GPRS-Roaming, egal ob WAP oder Internet, in NL:
KPN: 14,2 ct/10 kB, Taktung 25/1 kB
Orange: 24,7 ct/10 kB, Taktung 10/40 kB
Telfort: 7,1 ct/10 kB, Taktung 10/10 kB
T-Mobile NL: 24,7 ct/10 kB, Taktung 10/40 kB
Was die GPRS-Nutzung mit niederländischen Prepaidkarten kostet, habe ich jetzt nicht nachgeschaut, aber es ist offensichtlich, daß gerade die GPRS-Nutzung, im Gegensatz zur Sprachtelefonie, bei Wahl des richtigen niederländischen Roamingpartners, also Telfort oder KPN, kaum teurer ist als im deutschen Heimatnetz! Lediglich Datenoptionen greifen im Ausland naturgemäß nicht, im Vergeich mit denen ist´s im Ausland natürlich schon deutlich teurer. Aber je nach Datenvolumenbedarf ist ja schon in Deutschland die italienische WIND-Prepaidkarte die günstigere Wahl gegenüber einer Datenoption eines deutschen Netzbetreibers, und bei der WIND gelten ja im (nicht-italienischen) Ausland die selben Konditionen wie in Deutschland.
Axelchen