Zitat
Original geschrieben von gerdi
stimmt diese "Spielerei" DVB-T hatte ich naürlich ganz ausser acht gelassen, aber besser ist, nennt sich zwar auch digital TV aber naja.
Es gibt drei Übertragungswege für TV-Programme: Terrestrisch, über Kabel und über Satellit. Auf allen drei Wegen wird sowohl analog als auch digital übertragen. Bei Digital-TV sind die möglichen Störungen bzw. systembedingten Schwächen bei allen drei Übertragungswegen gleich, nämlich Klötzchenbildung bei unzureichender Datenrate und kurzzeitige Standbilder bei schlechtem Empfang. Bei Analog-TV gibt´s diese Effekte naturgemäß nicht, bei schlechtem Empfang oder auch qualitativ minderwertigem Empfangsteil nimmt bei allen drei Übertragungswegen das Bildrauschen (Farbrauschen) zu, bei analogem Kabel- und terrestrischem Empfang können außerdem "Geisterbilder" auftreten, bei analogem Satempfang gibt´s die zwar nicht, dafür können hier bei schlechtem Empfang (zu kleine oder schlecht ausgerichtete Schüssel, zu hohe Dämpfung im zu langen oder nicht für die hohen Sat-Frequenzen geeigneten Kabel, nicht exakt eingestellte Frequenz am Receiver) die sogenannten "Fischchen" auftreten, also weiße oder schwarze "Blitze" oder "Pünktchen" im Bild.
Zitat
Nun ja, dass Problem ist, dass man bei analog TV auf seinen Betreiber & dessen Technik angewiesen ist. Sprich, es nützt nichts z.B. bei sich in der Wohnung einen schlechtes Empfang verstärken zu wollen.
Das sieht bei DVB-S!! einwenig anders aus, dort ist man seines eigenes glückes Schmied.
Nein, der Unteschied liegt hier nicht zwischen analog und digital, sondern zwischen Kabelanschluß und eigener Empfangsanlage: Während man sowohl beim terrestrischen als auch beim Satempfang alles selber in die Hand nehmen und mögliche Fehlerquellen ausschalten kann, ist man beim Kabelanschluß darauf angewiesen, was man ins Haus geliefert bekommt.
Ist der Empfang über Kabel nicht ganz optimal, machen sich die genannten möglichen Beeinträchtigungen allerdings beim Analog-TV eher bemerkbar als die bei DVB-C. In einem solchen Fall kann man sagen, daß Digitalempfang wirklich besser ist, da sich kleinere Unzulänglichkeiten im Signal nicht direkt die Bildqualität verschlechtern.
Zitat
Stichwort 100 Hz, wieviele haben sich so ein Teil gekauft & gehofft ihr Bild wird dadurch besser- und was ist passiert- schlimmer ist geworden, weil natürlich auch die Störungen verdoppelt werden.
Und für DigitalTV -SAT!!!! brauchs keinen 100Hz Fernseher.
Wie Arno Nuem schon ganz richtig gesagt hat: 100 Hz hat mit der Übertragungsart nicht das Geringste zu tun! Die Bilder werden bei uns grundsätzlich im PAL-Standard übertragen, d.h. 50 Halbbilder pro Sekunde und 625 Zeilen, davon 576 sichtbar, der Rest ist die sog. Austastlücke. Unabhängig von Übertragungsweg und -art (analog oder digital) liegt immer ein solches analoges PAL-Signal am Ausgang des entsprechenden Empfängers vor! Über Scart oder Cinch werden niemals digitale Bildsignale übertragen, auch dann nicht, wenn sie von einem DVD-Player stammen.
Stellt man dieses Signal auf einem 100 Hz-Fernseher dar, muß der Fernseher selbst jedes Halbbild wieder digitalisieren, um es zwischenzuspeichern, und dann jedes einzelne zweimal hintereinander zu schreiben. Wird der Fernseher mit einem gestörten Bild gefüttert, digitalisiert, speichert und schreibt er halt das gestörte Bild doppelt - dadurch verändert es sich natürlich nicht, wird also weder besser noch schlechter! Daß sich Störungen auf 100 Hz-Fernsehern verdoppeln, ist also Blödsinn.
Unabhängig von der Qualität des zugeführten PAL-Signals können bei 100 Hz-Fernsehern unschöne Effekte wie Zeilenflimmern bei waagerechten Linien, Treppenbildung bei schrägen Linien, und Ruckeln sowohl bei horizontaler als auch bei vertikaler Laufschrift auftreten, die alle durch die Zwischenspeicherung der Bilder entstehen, von guten 100 Hz-Fernsehern aber weitgehend elektronisch kompensiert werden können. 50 Hz-Fernseher kennen diese Unzulänglichkeiten naturgemäß gar nicht, man sollte daher vor dem Kauf insbesodere eines sehr günstigen 100 Hz-Fernsehers genau darauf achten und sich ggf. überlegen, ob man mit einem guten 50 Hz-Fernseher nicht sogar besser fährt, oder direkt einen LCD-Fernseher nimmt, bei dem die Bildwiederholfrequenz von 50 Hz prinzipbedingt nicht als Flimmern wahrgenommen wird. Allerdings stört mich persönlich an allen aktuellen LCD-Fernssehern, daß die Panels nie 576 Zeilen haben. Dadurch ist eine Umskalierung auf die meistens 768 Zeilen des Panels notwendig, die jedes noch so gute PAL-Bild völlig inakzeptabel versaut, selbst bei sehr teuren Geräten. Ich bin auf die im Sommer auf den Markt kommenden Sharp Aquos P50 gespannt, die sollen 540 Zeilen haben und als erste ohne diese Umskalierung auskommen - oben und unten 18 Zeilen des PAL-Bildes abzuschneiden ist sicher leicht zu verschmerzen, wenn dadurch endlich die Bildqualität stimmt.
Axelchen