Klingt nach einem Fall für mich:D
Wo du gerade von tödlicher Langeweile sprichst
.
Jura ist auch nicht immer ein Feuerwerk der Unterhaltung. Eigentlich eher selten. Die Vorlesungen können relativ anstrengend bzw. trocken sein.
Am besten wäre, wenn du dich vielleicht mal in eine Vorlesung zum öffentlichen Recht setzt. Wenn du die überstehst, kannst du dich beglückwünschen.;)
Das Studium an sich ist schon recht anspruchsvoll.
Zu den Ansprüchen kann man an sich gar nicht so viel sagen. Man sollte eben zu bestimmten Zeiten den Stoff beherrschen.
Mit reiner Lernerei ist es nicht unbedingt getan. Es gibt Fächer, in denen man einiges zu lernen hat. Z.B. im Strafrecht muß man Definitionen lernen, da man diese in der Klausur einfach so wiedergeben sollte.
Genauso muß man bestimmte notwendige Abgrenzungen zwischen z.B. Diebstahl und Gebrauchsanmaßung lernen.
Man muß in der Lage sein, diese Dinge ohne Zeitaufwand direkt abrufen zu können.
Überhaupt ist die strafrechtliche Klausur ein Kampf gegen die Zeit. Wer da noch mit Wissenslücken kämpft, wird scheitern. Das klappt meist nicht einmal im Grundkurs.
Genauso muß man die Aufbauschemata lernen, also die Prüfungsreihenfolge der jeweiligen Punkte. So ist z.B. das öffentliche Recht sehr schematisch, das Zivilrecht dagegen eher etwas konfus:D . Im Zivilrecht hat man eher einen groben Aufbau zu befolgen.
Ziel des Studiums ist eigentlich, dass man die Gesetzeszusammenhänge versteht und sich in einem unbekannten Gesetzestext zurechtfindet.
Aber eines muß ich dir definitiv sagen:
Das, was den Schülern als Wirtschaft und Recht präsentiert wurde, ist ein Witz. Der erste Professor, den ich hatte, hat uns mit den Worten begrüßt: "Der eine oder ander weiß sicher noch etwas aus Wirtschaft und Recht. Vergessen sie das schnell wieder."
Es stimmte tatsächlich, die Lehrer erzählen viel Unsinn. Mein früherer Lehrer war sogar relativ gut, leider reichte der Wissensvorsprung durch die gute Schulausbildung gerade mal eine Woche. Wohlgemerkt das Ergebnis von 4 (ich glaube es sind vier Jahre:confused: ) Jahren Wirtschaft und Recht.
Und zum Schluß etwas zu den Klausuren:
Die Klausuren in den Grundkursen sind relativ leicht zu schaffen, auch wenn es seit einiger Zeit die Zwischenprüfungen gibt. Das bedeutet, dass man inzwischen eine bestimmte Klausur bestehen muß (Zwischenprüfungsklausur), weil man ansonsten den Kurs wiederholen muß. Früher war es noch so, dass man irgendeine Klausur von 4-5 bestehen musste. Insofern also eine deutliche Verschärfung.
Wenn man sich dann an die großen Scheine heranwagt, wird es wirklich lustig. Mir ist mehrmals passiert, dass ich bereits Klausuren zu einem Thema schreiben musste, obwohl die zugehörige Vorlesung noch nicht gegeben wurde. Hat mir aber nicht geschadet:D , ist trotzdem nicht soooo schwer.
Ich hoffe, dir hilft das etwas.
Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Gruß
Chris
Edit: Du kannst dir ja auch mal auf http://www.hausarbeiten.de anschauen, welche Themen man zu bearbeiten hat und ob dich diese Bereiche überhaupt ansprechen. Außerdem könnte http://www.jurawelt.com etwas für dich sein.