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Original geschrieben von Jochen
Ich weiß, was das Thema des Threads ist.
Wie man sieht, kannst Du auch relativ normal schreiben, wenn Du sollst. Warum tust Du es nicht einfach immer?
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Dir scheint entgangen zu sein, daß ich bisher zum Thema gar nichts gesagt habe. Ich spreche hier von Deiner Art, Dich zu artikulieren. Und die bemängele nicht nur ich.
Ich will es mal so sagen, kannst mich ja gerne korrigieren, sollte ich dich mißverstanden haben...
Du hast also nicht inhaltlich ein Problem, sondern in erster Linie mit der Form. Gut, daß bleibt dir unbenommen.
Ich habe ein Problem damit, wenn alle sich in den immer gleichen Phrasen und Satzbausteinen ergehen, weil es zum guten Ton gehört. Gerade in "Diskussionen" ist das tödlich für selbige-kann man doch nun wirklich in nahezu allen politischen Diskussionen im Fernsehen miterleben (die ganzen Promotalks für Filme und CDs ausgeklammert). Aber ich sage denen nicht, sie sollen sich im Ton ändern, sondern gehe dann in meinem (durchaus varierenden) Ton darauf ein.
Solange ich inhaltlich nicht grob daneben liege, ist das für mich keine Verfehlung und auch als Kritikpunkt zu dünn.
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Ach so, wenn man nicht gesperrt wurde, ist das ein Beweis dafür, daß man nicht bereits mehrfach negativ aufgefallen ist. Klar.
Nein, es beweist aber, daß ich nicht "inakzeptabel" war-denn da sollte dann doch eine Verwarnung drin sein. Einfach abwarten und dann willkürlich "das Fass ist voll" deutet meines Erachtens eher auf persönliche Befindlichkeiten hin, als auf foren- oder diskussionstechnische.
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Unterstelle mir bitte keine Krankheit. Das gehört zu der Art von Provokation, die wir von Dir hier nicht lesen wollen.
Da bin ich wohl mehr im Thema drin als du-das war eine Referenz an den "Studioexperten", der in der Diskussion sinngemäß das gleiche zu Herman gesagt hat, wie du zu mir. Das soll nicht Personen vergleichen, sondern die Art der Diskussionsführung.
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Wo sind hier Nazi-Freunde unterwegs
Das bezieht sich auf meinen Text, nicht auf Personen im Forum. Der Nazifreund ist Öttinger.
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1. sind wir deutschen verpflichtet, ein überängstliches verhältnis hinsichtlich unserer vergangenheit zu kultivieren?
Das bräuchten wir nicht, wenn wir uns der Gegenwart stellen würden. Es geht ja dabei um Menschenrechte und das Individualität geschützt sein muss. Wenn man das etabliert, dann passiert das, was man befürchtet nicht. In einem Land, in dem man nach Elitenförderung schreit und "Schwache" fordert und ins abseits (be)fördert, da ist es nicht mehr lang hin zu einer Republik, die sich politisch dahin entwickelt, wo sie eigentlich von weg wollte.
Unterschied ist nur, heute teilen die Menschen diese Politik keineswegs, sie wird aber dennoch gemacht.
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2. ist der familienpolitische wertewandel (so es denn tatsächlich einen gibt) in unser gesellschaft wünschenswert?
Wertewandel sind notwendig und passieren-egal was man tut. Es gibt nur gewisse "Werte", die eigentlich keine sind, sondern vielmehr Lebensnotwendigkeiten.
Es ist ja scheinbar so, daß kann man ja überall sehen, daß "Familie" durchaus ihre Berechtigung hat-es gibt ja nahezu keine Lebewesen im Bereich der Säugetiere (zu denen wir ja auch gehören), die auf "Familie" verzichten.
Interessanterweise kann man bei Tieren sehen, wies laufen muss. Die kümmern sich meistens ohne Unterlass konsequent und ausschließlich um ihre Nachkommen. Sind diese alt genug, trennen sich die Wege.
Bei uns hingegen haben viele keinerlei Möglichkeiten mehr, sich um ihre Nachkommen konsequent zu kümmern und eine Ablösung findet schonmal in vielen Fällen garnicht statt. Ist ja in der Psychologie ein offenes Geheimnis, daß es kaum Störungen gibt, die nicht ihren Ursprung in dem jeweiligen Familienkonzept des Patienten hat.
Es ist ein Problem, wenn Kinder nicht die maximale Betreuung bekommen (Tiere machen das, unterlassen sie das, ist das Rudel Geschichte), sich somit nicht richtig entwickeln können und dann die Verantwortung für die vorangegangene ebenso wenig entwickelten Generationen übernehmen muss. Deshalb schrieb ich ja, daß die Altenheimsituation nicht aus Harmonie in der Familie erwächst...
Die Diskussion um Frau am Herd oder Kind in die Krippe ist da eine Scheindiskussion, die die eigenen Verantwortlichkeit ausblendet und den Blick von eigenen (durchaus selbst erkannten) Vernachlässigungen oder Fehlern ablenken soll.
Denn, es ist nicht das Problem, ob sich Mutter oder Vater oder beide oder ein augebildeter Erzieher/in sich um das Kind kümmert-das Problem ist, das diese Bindung fest stehen bleiben muss (die ersten Jahre) und nicht wechseln oder brüchig sein darf.
Krippen können nicht "Eltern" ersetzen, weil dort Personalfluktation herrscht und wahrscheinlich garnicht die Kapazitäten für adequate Betreuung da sind. Wenn die Lehrer schon mit ihren Schülern überfordert sind, wieso sollen dann Erzieher das besser hinkriegen, wenn die Gruppengrößen und Probleme gleich sind-das geht quantitativ garnicht!
Da hat Herman schon recht, wenn sie die Bindungen anspricht. Das die Bindung an die Frau wichtiger ist, ist ihr Fehler. Denn am Geschlecht hängts nicht.