ZitatIch glaube aber nicht, dass die Lebensmittel von guter Qualität vom Markt verschwinden. Der Trend, den ich sehe, läuft darauf hinaus, dass die "gesunde Mitte" weg fällt, also die vereinfacht gesagt guten Lebensmittel zu einem akzeptablen Preis. Was übrig bleibt sind Billiglebensmittel und "Luxusprodukte", die man sich nicht immer leisten kann.
Da möcht ich gerne mal wissen, worüber wir denn momentan bei "Lebensmittelpreisen" momentan alle streiten.
Ich meine Lebensmittel, die unverarbeitet sind, sprich die Frischwaren, die ich selber zu Hause zu irgendwas verarbeite, bspw. durch kochen.
Mir scheint aber, das hier viele "Lebensmittel" mit Fertiggerichten und Convenienceartikeln gleichsetzen?
Von meiner Definition her kann ich mich dann durchaus über Milchpreiserhöhungen aufregen, denn erstens ist die Produktivität über die Jahre massiv gestiegen (und somit der Wert der Milch gefallen), die Qualität ist aber nicht schlechter-wird ja wohl niemand behaupten, dass die Milch vor Preiserhöhung auch nur einen Deut schlechter war, sensorisch wie geschmacklich. Wenn sich diese "Industriemilch" bei gleichgebliebenen Produktionswegen nun preislich auf die auf andere Produktionsart (nämlich aufwendigere) Biomilch zubewegt, obwohl die Biomilch "billiger" wird (im Gegensatz zur Anfangszeit), dann kann und muss man dagegen sein.
Wenn der Trabant zum Porschepreis raus soll, dann kann einem das egal sein-essen müssen wir aber alle.
Die Angst, das nur noch dir Reichen gutes Essen habe, teile ich derzeit nicht. Das gilt für die, die selber nicht kochen können oder wollen. Aber die Qualität der unverarbeiteten Lebensmittel ist doch wirklich topp!
Wenn ich mir ne Fertigpizza kaufe, dann erwarte ich da keinen Quell der Lebenskraft, dann will ich schnell was warmes, das irgendwie gut schmeckt. Ich habe da aber nicht die Vorstellung, gesunde Kost zu erhalten, bzw. weiß ich, das da sicherlich Zutaten drinn sind, die eine selbstgemachte Pizza nicht benötigt. Ich bekomme auch keine gesündere Pizza, wenn ich dafür mehr bezahle. Eher im Gegenteil, denn je mehr ich im Conveniencebereich zahle, desto mehr Chemie bekomme ich, denn die ist teuer und nicht die Lebensmittel, aus denen das Convenicenceprodukt hergestellt wird. Einfacher Zutatenvergleich zwischen einer Aldipizza und Dr. Oetker reicht-wer da zum Doc greift, braucht irgendwann tatsächlich einen.