ZitatOriginal geschrieben von LarryT78
Man nimmt also nicht duch die Nadeln ab die sollen nur helfen es endlich mal im Kopf zu schaffen!
Was meint Ihr?
Grundsätzlich ist Akkupunktur nicht schlecht und scheint ja auch gewisse Erfolge zu erzielen, die man nicht leugnen kann.
Ich frag mich gerade nur, warum man etwas schaffen will, was man selber garnicht will? Wenn kein akuter gesundheitlicher Anlass zur Gewichtsreduktion besteht, dann ist es vermutlich nur die Verunsicherung hervorgerufen durch die PR-Artikel der Wellnessindustrie, die momentan verstärkt in den Medien lanciert werden.
Die Sache mit dem Gewicht hat im Grunde ursächlich nichts mit der Nahrungsaufnahme zu tun. Der Körper regelt seinen Bedarf selbst und schert sich nicht die Bohne, ob der Kopf meint, man müsse doch aussehen wie Brad Pitt. Den Grundumsatz kann man nur minimal beeinflussen und der Körper wird ihn sich holen.
Daran gemessen sollte man nicht an der aufgenommenen Kalorienmenge rumdoktern, denn die ist bei jedem Menschen individuell an dessen Gene und Körper ausgerichtet und ist nicht normiert. Man kann sich entgegen der Wellnessindustriedoktrin nicht überfressen, man würde sich dann übergeben. Man isst, was man essen muss. Auch forciert niemand die Fettleibigkeit, wenn er zum Schnitzel greift, statt zur Biomöhre.
Es bringt nichts, die Essgewohnheit zu verändern, die ist existenziell. Man muss dann eher überlegen, wie der allgemeine Lebenswandel dazu beiträgt, das man den eigenen Grundumsatz nicht verwerten kann und in der Folge zunimmt. Es fehlt dann an der Bewegung und es gibt wohl auch zu viel Stress im Alltag (Stress->Cortisol->Cortisol macht fett).
Man muss sich Zeit nehmen für das Essen und auch für die Verdauung. Letzteres beinhaltet sowohl Ruhe einzuhalten, als auch körperliche Aktivität. Es bringt aber auch nicht allzu viel, sich den ganzen Tag durch den Bürojob zu quälen und dann abends noch ne Stunde in der Muckibude dranzuhängen-denn Verdauung findet den ganzen Tag statt und nicht dann, wenn man dafür Zeit haben will.
Mancher nimmt durch einfache Änderungen des Alltags ab. Andere Arbeitszeiten (weniger?), mehr Pausen (in denen man ein paar Schritte an der Luft spazieren geht, nicht nur nen Kaffee und ne Kippe) und wenn man isst, dann nicht reinschaufeln und wieder Dienst nach Vorschrift, sondern noch ne viertel bis halbe Stunde wirklich entspannen und nichts tun. Wer gleich oder dauerhaft den Motor im 4. Gang laufen lässt, der nimmt seinem Darm jede Chance. Die Verdauung steht unter Stress auf Sparflamme, kann also garnicht das tun, was man von ihr wünscht.