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Leider wird solcher Service dann (wie es mir ja auch aus Deinem Post hervorzugehen scheint) als "selbstverständlich gratis" vorausgesetzt.
Tja, und da ist eben das Problem des deutschen Einzelhandels, er hat keinerlei Gespür für seine Kunden.
Mit keinem Wort habe ich gesagt, daß der Service kostenlos sein soll (obwohl er es ohne Probleme optional sein könnte, wenn eine bestimmte Einkaufssumme erreicht wird). Was ich gesagt habe war, daß ein Lieferservice für lang arbeitende Personenkreise erst dann Sinn macht, wenn er sie dann beliefert, wenn sie auch zu Hause sind.
Über 2€ zu nehmen ist aber auch wieder albern, wenn Hermes bundesweit Artikel für 3,90€ ausliefern kann, dann wirds Händler Hansen wohl im Stadtkreis bei günstiger Planung auch für die Hälfte hinbekommen.
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Der Handel will und muß gewinnorientiert arbeiten und kann nicht Arbeitskraft unter dem vom Kunden gerne herbeizitierten Deckmantel des "Service" verschleudern.
Ahaha, als ob der Handel in Deutschland jemals etwas ausser Werbebroschüren an seine Kunden verschleudert hätte? Und nebenbei, gerade der Service ist das Wichtigste, auch diese Liefergeschichten. Kühltechnik für LKW etc. kost in Zukunft auch nicht mehr und wenns die Einzelhandelsketten nicht machen, dann machen das Geschäft andere im Verbund mit den Postzustellern.
Bisher sind die "Amazon für Essen"-Shops an den logistischen und technischen Möglichkeiten gescheitert, aber da tut sich was und bald rechnet sich das auch ausserhalb des Gourmetsegments.
Aber wenn die größte Sorge des Handels ist, daß er seine "Arbeitskraft" verschleudert...
Witzigerweise haben die Pleitegeier bei Karstadt Wunder bewirkt. Dort widerfährt einem als Kunden neuerdings eine Aufmerksamkeit, die einen fast erschrecken lässt. Da stehste nur mal zwei Minuten vorm Regal und schon fragt dich einer, ob er/sie helfen kann. Das war ne zeitlang mal ganz anders, da dachte man auch gewinnorientiert-sprich: "Wir brauchen die Kohle, nicht die Kunden".
Und beim bezahlen wird sich bedankt und der Kunde mit Namen genannt, sofern er mit Karte zahlt. Das sind Kleinigkeiten, die woanders in der Welt selbstverständlich sind und sie kosten noch nichtmal was.