Hmm, also wenn man seine Probleme als erstes mit Alkohol zu lösen versucht, dann muss man sich glaube ich nicht wundern, wenn man es mit stressbedingten Erscheinungen wie Schlaflosigkeit zu tun bekommt. Damit meine ich, daß ich den Eindruck habe, daß jemand, dem nix anderes (dümmeres) als saufen als Kur für Schlaflosigkeit einfällt, höchstwahrscheinlich überhaupt garnicht auf sich selber achtet.
Schlaftabletten kann man sowieso vergessen, zumal die als freiverkäufliche Arzneien sowieso nicht eine durchschlagende Wirkung haben dürfen-da ist der Griff zur hochdosierten Baldriantablette aus der Drogerie die wahrscheinlich bessere Alternative, zumindest in Bezug auf Nebenwirkungen.
Aber mal zur Sache selbst, wenn du nicht schlafen kannst, liegst du dann einfach nur da oder denkst du auch was dabei? Viele Menschen können schlecht einschlafen, weil sie sich pausenlos über etwas Gedanken machen oder die ganze Zeit angestrengt versuchen, über etwas eben gerade nicht nachzudenken.
Wie schon jemand gesagt hat, bringt es nix, im Bett zu bleiben, wenn man nach ner halben Stunde/Stunde immer noch nicht eingeschlafen ist. Dann sollte man lieber wieder aufstehen und bspw. raus gehen und spazieren. Wenn man nun stattdessen lieber ein paar Bierchen oder sonstwas kippt, dann denke ich, daß man ein Problem hat. Denn zu wach um einzuschlafen, aber zu müde um spazierenzugehen geht eigentlich nicht-greift man dann zum Bier, ist ja klar, daß man versucht, irgendetwas aus dem Weg zu gehen (auf eine selbstzerstörerische Weise).
3-4 Stunden Schlaf ist im Übrigen auch keine Katastrophe, es gibt da keine universell gültige Regel. Es gibt Menschen, die schlafen generell 2 Stunden, andere 8 und beide sind ausgeschlafen. Die Dauer des Schlafs ist nämlich unwichtig, es kommt auf die Tiefschlafphasen an. Diese Phasen finden bei manchen beinahe der Reihe nach statt (dann bspw. reichen 2 Stunden Schlaf), bei anderen sind die durch lange Phasen unterbrochen (die schlafen dann 8 Stunden). Finden diese Tiefschlafphasen garnicht statt oder nur unzureichend, dann ist man den nächsten Tag müde und schlapp.
Da wenig Schlaf alleine erstmal kein Grund zur Sorge ist, sollte man sich lieber Gedanken machen, warum man möglicherweise nicht schlafen kann und nicht, ob man genug oder zu wenig geschlafen hat. Schlafprobleme sind nun wirklich keine Peinlichkeit, wenn man dann den Gang zum Arzt mit Rauschmittelkonsum vermeiden will, dann weiß man höchstwahrscheinlich schon längst, was einem den Schlaf raubt-offenbar kann oder will man sich diesem Problem aber nicht stellen. Da ist dann aber gerade die Hilfe eines Fachmanns empfehlenswert. Je früher man sich Hilfe holt, desto weniger braucht man.