Beiträge von pallmall

    Wäre bei benutzen einer Hardwarelösung zum Anschluß von Analogtelefonen eigentlich ein Zuwachs in der Gesrprächsqualität zu erwarten?


    Ich hab mehrmals GMX NetPphone ausprobiert (sowohl mit Originalsoftware, als auch anderen Softphones), aber die Gesprächsqualität hat mich doch sehr sehr enttäuscht.


    Entweder war ich so laut, daß meine Gesprächspartner dachten, ich schreie sie an. Oder es war so, daß Worte verschluckt wurden-gerade am Ende von Gesprächen wirkt es doch arg unhöflich, wenn in der Kombination erst ein paar Sekunden nix kommt und dann ein gebrülltes "Tschüß". Vom Echo und der obligatorischen Verzögerung ganz zu schweigen...


    Nee, ne VoIP Flat würde ich derzeit nur empfehlen, wenn man von GMX Geld bekäme, daß man eine solche nutzt. Die Hardware ist schon interessant- daß, wofür sie notwendig ist leider noch nicht.


    Nebenbei, könnte man an dieser Box auch ein Telefon mit Wählscheibe betreiben, oder ist das wieder so eine, wo man nen extra Adapter bräuchte?


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    wobei es diese auch ohne diese Aktion bei gmx ganz regulär für 29,- gibt


    So? Wo denn das? Kann da nix finden...
    Edit: Habs gefunden, allerdings gibts die auch dann nur für 29,90, wenn man sich einen DSL Laufzeitvertrag an die Backe klebt...

    Also, vielleicht vorab nochmal für mich zum Verständnis: Als ich sagte, ich hätte den Thermostat abbekommen, meinte ich den Griff. Ich vermute fast, ich habs net richtig gemacht, weil nach meiner Methode bleibt noch das Plastikgewinde am Heizkörper, und somit komm ich mit einer Zange eigentlich nicht an den Stift. Muss ich eigentlich woanders abschrauben, oder hab ich das so richtig gemacht?


    Wie sieht das denn aus, daß wo man eventuell die Voreinstellung verändert? Ich hab eigentlich nur den Pin gesehen, sonst war da nix.


    Leerstände etc. gab es nicht in diesem Mietshaus. Das Problem mit den Thermostaten, also das diese nur auf höchster Stufe oder garnicht heizen, daß war eigentlich von Anfang an. Neu ist blos die Sache mit dem Heizkörper im Wohnzimmer, daß dieser nicht mehr ganz heiss wird, sondern nur oben.


    Vielleicht stimmt auch mit der Heizanlage was nicht. Habe nebenbei noch ein Problem mit Warmwasser. Wenn ich Dusche und andere Mietparteien nutzen ebenfalls Warmwasser, dann wirds bei mir schlagartig kalt. Das war eigentlich bisher immer aushaltbar, in diesem Jahr ist es allerdings extrem.

    Hallo, hab grad Probleme mit meinen Heizungen, werd wohl den Vermieter anrufen-wollt aber trotzdem mal rumfragen, vielleicht kann ich mir ja auch selbst helfen...


    Problem ist folgendes, alle meine Heizungen (wohne in einer Mietwohnung, ganz oben 4. Stock) scheinen Thermostatprobleme zu haben. Wenn ich die Heizungen aufdrehe, gehts entweder nur volle Pulle oder garnicht. Bei 2 Heizungen habe ich den Thermostat schon abbekommen und konnte lediglich verändern, daß die Dinger nun ab Stufe 1 bis 2 losballern und nicht wie vorher nur auf Stufe 5.


    Im Wohnzimmer geht die Heizung nur auf Stufe 5 an (krieg dort den Thermostat nicht ab) und heizt nur die obere Hälfte. Ist aber keine Luft drin, habe schon mehrmals entlüftet, aber ausser Wasser kommt nüscht raus.


    Hab ich selbst noch irgendwelche Möglichkeiten, oder muss da ein Fachmann ran? Thermostatregler sind von MNG, die Heizungen sind zwei alte gußeiserne und zwei ganz flache Heizkörper. Tja, und wie gesagt, momentan geht nur Sauna oder Kühlschrank, das kanns ja auch nicht sein-oder ist das bei so alten Heizungen normal? Die Thermostate haben zwar so * Zeichen (denke mal, das bedeutet, daß sie ab einer gewissen Temparatur alleine heizen?), nur hat sich noch nie ein Effekt gezeigt, wenn der Regler auf diese eingestellt war.

    Ich bin zwar nicht so der Profi im VoIP-Bereich...


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    kann ich auch mein Analog-Fax darüber betreiben,dass ich auf jeden Fall, wegen Erreichbarkeit, benötige.


    Dein Arcoranschluß samt Nummer bleibt von etwaigen VoIP-Experimenten unberührt. Wenn dein Fax heute damit funktioniert, dann wird es das auch in Zukunft.


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    kann ich über meinen Arcor Festnetz/DSL-Anschluss soetwas nutzen


    Ja, kannst du. Du kannst entweder per Softphone (also Software) mittels Headset bzw. Mikro/Lautsprecher VoIP nutzen, dann muss der PC aber immer mitlaufen, wenn telefoniert werden soll.


    Elegantere Lösung wäre es, sich einen Router wie bspw. die FritzBoxFon zu besorgen. Dort kannst du ein herkömmliches analoges Telefon anschließen und kannst auch dann telefonieren, wenn der PC garnicht läuft.



    Ich persönlich habe VoIP bisher nur über Softphone ausprobiert und war sehr enttäuscht, was die Sprachqualität anbelangt. Da verlieren die 0,5-1 Cent (die ich bei meinem Tarif sparen würde) schnell jeden Reiz, da ein normales verständliches Gespräch kaum möglich ist.


    Habe dazu GMX genutzt. Dort braucht man sich nur eine kostenlose Emailadresse erstellen und dort dann im Menü nach DSL-Telefonie gucken. Da gibts dann auch die Möglichkeit einen Tarif zu wählen, wo man nur für tatsächlich getätigte Gespräche zahlen muss, also ohne Grundgebühr und Co...



    Ich persönlich glaube, daß VoIP mittels Hardware (besagte Fritzbox oder ähnliche) eine weitaus bessere Qualität bieten kann-ist aber nur eine Vermutung. Mal eben zwischen 60 und 100€ für nen VoIP-fähigen Router hinzublättern, nur um das mal zu testen, das war mir persönlich zu blöd.


    VoIP ist momentan noch nicht Narrensicher, was Gesprächsqualität anbelangt. Zumal ich mit meinem PC wunderbar Gespräche von PC zu PC bei bester Qualität tätigen kann, bei VoIP Gesprächen ins Festnetz aber mittels Joghurtbechern und Schnur bessere Qualität bekäme. Für mich ein Indiz, daß es auf der Anbieterseite noch große Probleme geben wird...

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    Schau dir doch mal die Jugendarbeitslosigkeit etwas genauer an, wieviele der dort erfassten haben nicht einmal einen Schulabschluß und sind damit per se erstmal aussen vor - dem liegen auch staatliches Versagen in der Integration und der Bildung zugrunde, aber kann man wirklich den Einzelnen immer so billig aus der Verantwortung entlassen? Ich finde nicht.


    Öhm, Jugendliche haben da im Grunde keine Verantwortung. Für Kinder und Jugendliche sind immer noch Erwachsene verantwortlich. Wenn nun das Kind in einem Haushalt lebt, oder meinetwegen unter gesellschaftlichen Umständen, die es nicht gerade einfacher machen, sich auf schulische Inhalte zu konzentrieren...dann ist es in meinen Augen schäbig, da noch mit dem Finger drauf zu zeigen und etwas von Verantwortung zu faseln...


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    Und auch der Zusammenhang zwischen Armut und Bildungschancen besteht nicht in der Kausalität wie von dir beschrieben, sondern vor allem in einer traditionellen Bildungsferne der betroffenen Haushalte. Auch wenn es klischeehaft ist, aber wenn die Muddi kein Deutsch kann und es kein Bewußtsein für Bildung gibt, dann wird der Sohn auch idR kein Rechtsanwalt in Deutschland werden können - das hat erstmal mit Geld nicht so viel zu tun, sondern mit den vermittelten Werten und den Prioritäten in der Familie. Diesbezüglich muß man woanders ansetzen als bei den Regelsätzen für Hartz4.


    Das ist doch selbst am Stammtisch schon längst überholt...Um mal in deinem Jargon zu bleiben, es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Deutschkenntnissen und einem etwaigen Bildungsbewusstsein. Und selbst wenn es so wäre, dann wäre das doch eine Infragestellung des gesamten Bildungssystems hierzulande!


    Da muss man sich doch fragen, wieso man Lehrer eigentlich bezahlt, wenn offenbar der Lernerfolg daran hängt, daß zu Hause die Eltern einem den ganzen Murks beibringen.


    Und alleine die "Werte und Prioritäten". Ich halte es eher für krank, wenn quasi schon im Kindergarten entschieden werden muss, was ein Kind mal wird oder nicht wird. Die mit leidlich intaktem Elternhaus, die rutschen eben durch, der Rest nicht.


    Und mein Lieber, es hat eine Menge mit Geld zu tun. Weil sich in Deutschland alles um Geld dreht. Gute Bücher kosten Geld, gutes und ausgewogenes Essen kostet Geld, Kleidung kostet Geld, Gesundheit kostet Geld und Zeit mit seinen Kindern zu verbringen kostet nochmal mehr. Und viele der von dir zitierten Kinder sind geistig voll auf der Höhe. Aber wenn die Eltern saufen, oder prügeln, sonstige psychische Auffälligkeiten zeigen oder schlicht nicht mit Geld umgehen können-dann hat ein Kind damit alleine genug zu tun. Da interessieren gute Noten und eine etwaige Zukunft überhaupt nicht, denn die Gegenwart überdeckt alles. Solche Kinder sind erwachsener, als man denkt und genau das ist deren Problem.



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    Theoretisch gibt es für jeden die gleiche Bildungschance - Schulbildung ist kostenlos, es gibt Bafög etc. Stellt sich also die Frage, warum sich das praktisch anders darstellt und wo man ansetzt. In den USA übrigens, dem Land mit Studiengebühren und stärkerem sozialen Gefälle ist die Durchlässigkeit höher, das widerspricht deiner These zusätzlich.


    Die gibt es definitiv nicht. Das weiß im Grunde jeder Schüler, der sich mal ein bischen Gedanken macht. Hast du einen Schulabschluß erstmal erworben, dann kannst du diesen nicht mehr ändern. Unser bescheuertes Bildungssystem macht es bspw. möglich, daß im Falle eines schlechten Realschulabschlusses alle Chancen auf Bildung verwehrt sind, sofern man kein Geld hat. Du kannst x-mal heiraten, du darfst x-mal beim Marathon mitlaufen und und und, aber deinen Schulabschluß nochmal machen, nee, das darf nicht sein!!!


    Denn, nimm mal an, einer macht (warum auch immer) einen Realschulabschluß mit Durchschnitt 3,8. Derjenige Jugendliche kriegt in aller Regel keine Ausbildung, er kann aber ohne Ausbildung nicht in die Abendschule gehen. Tja, und weiterführende Schulen nehmen ihn auch nicht an, weil der notwendige Notendurchschnitt überschritten wurde. Wo da die Chancengleichheit ist, wenn dieser Beispielmensch lediglich mit dicker Brieftasche zu Bildung kommt (denn per kostenpflichtiger Fernschule ~2000€ gehts), das erkläre mal.


    Die USA haben auch ein komplett anderes Bidlungssystem als wir.


    Bafög gibt es auch nicht für jeden. Da haften Kinder für die Eltern. Nimm an, die Eltern verdienen gute 3000€ monatlich. Dummerweise haben die sich verschuldet und zahlen bis ans Lebensende, im Monat zur Verfügung haben sie gerade den Sozialhilfesatz, der Rest geht an die Banken. Ein Kind dieser Leute kriegt keinen Pfennig BaFöG, denn Schulden interessieren nicht, sondern nur das, was an Gehalt ankommt. Würde BaFög unabhängig etwaiger Abhängigkeiten gezahlt, dann hätten wir eine Durchlässigkeit an den Unis, von denen die USA nur träumen könnten...Dann kommen aber ganz schnell die Besitzstandswahrer und jammern, daß nicht jeder an die Uni dürfe, es müsse ja noch Müllmänner geben und so...


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    Das Problem bei dem ALG2 ist ja auch nicht der Satz von 345,- plus Miete - davon kann man leben, ich habe auch nicht mehr. Man muß das nicht erhöhen, denn wenn man das täte, dann würde man sich damit arrangieren und sich damit einrichten, daß eine wachsende Zahl ihr Einkommen dauerhaft aus Transferleistungen bezieht, die - Sozialstaat hin oder her - ja auch irgendwer erwirtschaften muß. Die Bemühungen sollten also - und da sind wir uns sicher einig - viel eher in eine andere Richtung gehen.


    Du hast echt noch nie gelebt und bist immer nur durchgerutscht, was?


    Weil du davon leben kannst, kann es der Rest der Welt auch? Beindruckend!
    Einerseits reicht es völlig, aber erst bei Erhöhung würde man sich damit einrichten? Was das denn fürn Käse? Ja, kommst du nun zurecht und bist wunschlos glücklich, oder nicht?
    Offenbar reichts nämlich nicht, denn sonst hätte man sich damit arrangiert.


    Und nebenbei, die Menschen leben nicht in einer Zeitblase. Die Preise steigen, ALG2 steigt nicht, ist sogar schon deutlich unter dem, was vor wenigen Jahren (bei billigeren Lebenshaltungskosten) an Sozialhilfe gezahlt wurde.


    Dir gehts unterbewusst nur darum, Menschen zu demütigen und dich selber dadurch zu erheben. Das erkennst du nur nicht, weil du die eigenen Worte nicht durchdenken kannst oder willst.


    Frauen bspw. haben lange Zeit garnicht arbeiten dürfen-haben aber mitunter garnicht in Armut gelebt, sondern wurden vom Ehemann gut durchgefüttert. Die hätten sich damit deiner Logik nach arrangieren müssen und nie arbeiten wollen. Tja, und wie ist es heute? Trotz butterweichem Leben in Saus und Braus haben die dafür gekämpft, arbeiten zu dürfen und so weiter...


    Und das alles, obwohl es ihnen damit finanziell oftmals weit schlechter geht! Ja alleine die nicht vorhandene Freizeit und der Stress....


    Deine "Werte und Prioritäten" sind keine. Bei dir liegen Werte darin, wenn Menschen leiden müssen und die Priorität hat es, das man sich unterordnet. Wenn du meinst, daß dies was mit Moral und Ehrgefühl zu tun habe, dann bist du aber ganz weit ab vom Schuss...

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    Original geschrieben von andi2511
    Also Entschuldigung, aber jetzt komm(t) mal wieder herunter. Diese maßlosen Übertreibungen entsprechen den Realitäten in keinster Weise und sind schlichtweg lächerlich.


    Wir leben nach wie vor in einer hochindustrialisierten Wohlstandsgesellschaft, welche sich unter erschwerten globalen Bedingungen behaupten muß und dabei nationale Probleme zu bewältigen hat, die zu einem großen Teil auch von einer der größten volkswirtschaftlichen Anstrengungen rühren, die ein Land in der Geschichte erlebte, nämlich eine unproduktive und marode andere Volkswirtschaft zu schlucken.


    Wir haben demographische und strukturelle Probleme in Deutschland; aufgrund der vorherrschenden Machtstrukturen und Verflechtungen lassen sich diese nicht in zwei Jahren auflösen und lustig wird dieser Kurs für die meisten auch nicht und vielleicht müssen wir uns von einigem verabschieden, was bisher selbstverständlich war - aber die skizzierten Szenarien sind unsinnig und albern.


    Ich finde das garnicht so abwegig. Frankreich musste keine marode Volkswirtschaft schlucken und hat keinen niedrigeren Lebensstandard als wir, allerdings auch keinen bedeutend besseren. Dennoch gehen da junge Leute auf die Straße.


    Es ist für alle, die im Prozess drin sind, irgendwie zu machen. Nur, die Jugend ist da nicht drin, und sie wird auch dank der neuen Gesetze und des neoliberalen Zeitgeistes dort nicht mehr reinkommen. Es nutzt einem jungen Menschen garnix, wenn er in einem Land lebt, in dem viele Mercedes fahren, wenn er selber nichtmal das Geld für ein Fahrrad hat (was durchaus auf immer mehr junge Menschen zutrifft). Auch ist die Jugendarmut (mitunter je nach Stadt bis zu jedem dritten Kind ) gravierend, was bedeutet, daß junge Menschen auf Essensküchen angewiesen sind...


    Und Deutschland leistet sich anbei noch den "Luxus", mal eben auch noch die Alten aus dem Prozess rauszuschmeißen, in den besagte Jugendliche oftmals garnicht mehr reinkommen. Bei uns kommt der Unmut sogar Generationsübergreifend. Die vermeintlich verdummte Jugend wird dann gelenkt von hochintelligenten, aber unbrauchbaren Alten...


    Auch gehen derzeit (seit ein paar Jahren) die Einwanderungszahlen nach Deutschland zurück und die Auswanderungszahlen steigen stetig. Das habe ich mir nicht ausgedacht. Und diese Entwicklung läuft schon länger. Jetzt und in Zukunft ist es hierzulande aber noch schlimmer, als es war, als der Trend begann. Somit ist es eine normale Folge, daß es zu Abwanderungen der Bevöljerung oder eben zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen wird. Mag sein, daß vorher die Kriminalitätsrate ansteigt und erst das zum Auswanderungsboom führt, aber es wird bei beibehalten der politischen Konzepte so kommen müssen.

    Da schalt ich mich mal mit ein...


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    Mein Gerechtigkeitssinn sagt mir, dass man, will man den Sozialstaat halten, der Kuh (=Arbeitnehmer) nicht den Euter wund melken darf. Irgendwann wird die Milch sauer und der Melker kippt von seinem wackeligen Schemel. Weiterhin sagt mir dieser Gerechtigkeitssinn, dass es eine Schande ist, Handwerkern für den Meisterbrief abertausende Euro aus der Tasche zu ziehen, Studenten aber weiterhin kostenlos studieren zu lassen. Jeder Student nutzt eine gewisse Infrastruktur, welche bezahlt werden will. Möchte man das hohe Niveau der Universitäten in Deutschland halten, kommt man nicht daran vorbei, auch die Studierenden an der Finanzierung der Hochschulen zu beteiligen.


    Worüber du mal definitiv nachdenken solltest ist, daß es völlig sinnlos ist, den eigenen Mißstand damit bekämpfen zu wollen, daß es anderen schlechter geht.


    Es ist einfach albern, so zu tun, als hätten Arme, Kranke, Arbeitslose und Erwerbslose (was Studenten im Grunde sind) nicht die gleichen Lebenshaltungskosten zu bestreiten, wie jeder Steuerzahler (was all jene oben auch sind, Stichwort Mehrwertsteuer) auch. Essen, Kleidung, Wohnung und Mobiltät sind elementare Rechte eines jeden.


    Wenn du also nicht willst, daß Meisterbriefe so viel kosten, dann wäre die intelligente Art das zu lösen, entweder den Meisterzwang völlig ad acta zu legen oder für eine Verbilligung zu streiten. Wenn der Student für seine Studien zahlt, dann hast du bei deiner Meisterprüfung garnix davon. Denn der Meisterbrief kostet dann immer noch das Gleiche. Wobei sich der Meisterbrief dann eigentlich bei deiner Strategie eh nicht lohnt, denn Familien unterstützen lieber ihre eigenen Kinder, als den Malermeister ums Eck. Wenn als für die Kinder mehr Kohle bei Seite gelegt werden muss, weils Studium kostet, dann streicht man eben wieder selbst...


    Auch verstehe ich nicht, wieso man heute für Bildung zahlen soll? Wo soll das denn hinführen? Sollen demnächst Kinder wieder arbeiten, um ihre Grundschule zu finanzieren? Weil ohne ABC und Einmaleins macht ein späteres Studium ja keinen Sinn.


    Und vom Schemel kippen die von dir zitierten dann doch allenfalls, weil sie zu Fett für den Schemel geworden sind. Wie kann denn einerseits behauptet werden, daß Studenten von ihrem kargen Salär locker jede Mehrbelastung getragen werden kann, von Leuten, die dreimal mehr verdienen aber nicht? Einerseits soll Hartz4 zum Leben noch viel zu viel sein (345€ für alles), aber Nettolöhne von 1300€ plus hauen einen abgemagert vom Schemel? Geht ja garnicht...


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    Ich habe keine Ahnung, wie Du auf die Summen kommst (es kribbelt immer mehr in meinen Händen, Dich zu schütteln...), wenn mir die Tagesschau aber schon vorrechnet, dass ein durchschnittlicher Arbeitnehmer mit 600.- € jährlich mehrbelastet wird, komme ich auf andere Summen als Du. Da ist es nur legitim und gerecht, dass auch andere Bevölkerungsschichten belastet statt immer nur entlastet werden.


    Es hat nix, aber auch garnix mit Gerechtigkeit zu tun, wenn es nur um die Belastung geht. Es geht auch und vor allem um die finanzielle Realität, der sich die Personengruppen stellen müssen. Wenn wir von Automaten reden würden, dann wäre es gerecht. Es geht aber um Menschen, und da wäre es zutiefst ungerecht.


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    Und zu guter letzt: Frage mal bei Leuten rum, wieviel am Ende der Abzüge bei einem Arbeitnehmer mit 1.200.- € Nettoeinkommen übrig bleibt, welcher nicht im Hotel Mama in der bayerischen Provinz wohnt und einen von Papa gesponsorten Bora FSI fährt.


    Siehe einen der vorigen Absätze. Die "Leute" kriegen nicht mehr, wenn der Alg2er weniger bekommt, und das Butterbrot der "Leute" wird auch nicht billiger, wenn der ALG2er sich aus Mülltonnen ernähren müsste.


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    Davon dann noch eine Frau () und ein Kind ernähren? Jeder Vater mit diesem Einkommen wünscht sich Hartz IV - das kann's dann irgendwie nicht sein.


    Der Wunsch kann doch erfüllt werden. Einfach kündigen, Hartz4 beantragen und Vadder is glücklisch!!!


    Offenbar sind da Realität und Stammtisch mal wieder kilometerweit auseinander, andernfalls würden die sich nach ALG2 verzehrenden Vatis schon längst auf den Fluren der Arbeitsämter eingefunden haben. Oder sind das etwa Zombies? Lies mal in betreffenden Foren im Internet oder stell dich zu den Öffnungszeiten mal vor eine Tafel, dann würdest du nämlich mal sehen, daß es für viele nicht reicht, von ALG2 zu leben (Singles). Wie dann die ominösen Vaddis mit weniger gar Frau und Kind ernähren, ist nur mit Zombiedasein zu erklären....