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Original geschrieben von antennenmann
Der Sinn des Filter wäre ja unerwünschte Frequenzen herauszufiltern.
Der Repeater sendet ja nicht auf unerwünschten Frequenzen, wenn er schwingt, sondern er schwingt friedlich auf seiner Frequenz im GSM-Nutzband hin. Entweder breitbandig oder auf dem Kanal, auf den er konfiguriert ist (bauartabhängig). Ein Filter gegen unerwünschte Frequenzen ist im Repeater eingebaut.
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Original geschrieben von antennenmann
Trotzdem wird die Aussenantenne nur das wiedergeben das die Innenantenne im Raum aufnimmt.
Richtig. Allerdings um bis zu 95 dB bei "großen" Repeatern (bis zu 70 dB bei Minirepeatern) verstärkt.
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Original geschrieben von antennenmann
Da das Handy im Unterband sendet wird draussen nichts aus dem Oberband rauskommen, wenn der Verstärker vernünftig gebaut und gefiltert ist.
Auch richtig. Aber genau hier fängt das Problem an. Ist der Repeater nicht vernünftig aufgebaut bzw. eingepegelt und schwingt, sendet er u.U. dauerhaft mit maximaler Ausgangsleistung von bis zu 35 dBm. Da dieses Signal schon relativ stark ist, "hört" die versorgende BTS nun mit ihrem Empfänger im Unterband nur noch den schwingenden Repeater und nicht mehr die "normalen" Handys in ihrem Bereich (oder nur noch stark gestört). Damit wird die Zelle im schlimmsten Fall für den User unbrauchbar. Der Volksmund spricht dann vom "zuschieben" des Empfängers in der BTS.
"Ordentliche" Repeater sind selbstüberwachend und erkennen das Schwingen. Sie reduzieren dann selbständig ihre Verstärkung bis auf ein Maß, wo sie nicht mehr schwingen.
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Original geschrieben von antennenmann
Ich meinte den Uplink von der Basis zum Mobilgerät, daher den verbotenen Frequenzbereich. Up sowie Down gibt es auf beiden Seiten sonst wäre die Kommunikation einseitig bzw. nicht möglich. 
Uplink meint grundsätzlich den Signalweg Handy -> (Repeater) -> BTS und findet im Unterband statt.
Downlink meint grundsätzlich den Signalweg BTS -> (Repeater) -> Handy und findet im Oberband statt (außer bei LTE, da ist der Uplink im Oberband und der Downlink im Unterband).
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Original geschrieben von antennenmann
Trotzdem meine ich das ein theoretischer, nach bestem "HF-Gewissen" technisch korrekt gebauter Repeater an der Antenne die Kontakt zur BTS aufnimmt nur im Unterband sendet, daher eigentlich garnichts mit der Frage nach der Legalität von Repeatern zu tun hat. Die illegale Seite ist die zum Benutzer gerichtete im Band des Netzbetreiber/Oberband, daher die "Innenantenne", falls es um die versorgung eines Haus geht.
Von den juristischen Dingen habe ich keine Ahnung. Ich würde es mal so interpretieren: im Unterband kannst Du mit einem zugelassenen Endgerät senden (Handy mit CE-Kennzeichen[?]). Einen Repeater würde ich mal per se nicht dazu zählen. Im Oberband darfst Du gar nichts senden. Aber: wo kein Kläger, da kein Richter.
In der Praxis ist es so, dass die Unterband-Störer sehr viel schneller auffallen und eingegrenzt werden, als im Oberband. Wenn Du im Oberband in Deinem Wohnzimmer sendest, stört das vielleicht Deinen Nachbarn, wenn Du im Unterband sendest, siehe oben. Und dann kann man schon mal Besuch bekommen.
Relativ häufig kommt das (unbeabsichtigt) im UMTS-Band vor, weil z.B. defekte Basisstationen von DECT-Telefonen fröhlich im UMTS-Unterband vor sich hin strahlen. Das kann bis zur völligen Unbrauchbarkeit ganzer Zellen führen.