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Original geschrieben von hottek
Wo ist da noch Platz für eine weitere Technologie ? Um mit meinem Laptop zuhause zu surfen oder bei der Arbeit habe ich ja mein WLan, das hat den Vorteil dass ich das ganze Netz selber verwalten kann wie ich gerade Lust habe, wenn das Netz zu schwach ist dann kaufe ich selbr mehr Basisstationen, kann an mein Lan alle möglichen Server hängen, egal ob Web-Server für Intranet, SIP-Server, Fileserver usw, es ist ja mein Netz, ich kann die verschlüsseln wie ich will. Dafür ist Wimax keine Alternative, da würde man ja zusammen mit hunderten anderen im Netz hängen und wenn die Netzabdeckung im Indoor-Bereich schlecht ist dann kann man auch nur einen WLan-Router hinter das Modem hängen, da kann man gleich DSL nehmen 
Also für was Wimax ? Um Ausbaukosten für DSL zu senken ? Mir kann keiner erzählen dass so ein Teil günstiger ist wie Outdoor-DSL-Ports. Und Anbinden muß man das Teil auch irgendwie, 25MBit sind nicht ohne, vor allem um in einer Region ohne DSL da rann zu kommen. Wie bindet man die Teile an ? 2MBit-ISDN-Standleitungen bündeln ? Saumäßig teuer.... Glasfaser ziehen ? Dann kann man gleich Outdoor-DSL nehmen.
Irgendwie unnötig das ganze, WLan ist uhause das Beste, UMTS unterwegs und als DSL-Ersatz auch nicht ganz einfach
Ich glaube, Du hast das Prinzip nicht ganz verstanden:
Hier in Dresden wurden große Gebiete in den 90ern mit Opal-Netzen ausgebaut. D.h., es geht hier kein DSL, und mit dem Aufstellen von ein paar Outdoor-DSLAM ist es eben grade nicht getan, sondern es müsste die bewußte "letzte Meile" komplett neu mit Kupfer überbaut werden. Eben weil das aus Sicht der T-COM nicht wirtschaftlich ist, machen sie es nicht. Und genau in diese Lücke ist WIMAX (hier als Firma die DBD) gesprungen, indem sie explizit in diesen Gebieten ihre Basisstationen aufgebaut haben. Kombiniert mit einer geschickten Marketing-Strategie hatten sie plötzlich so viele Kunden im Netz, daß sie selbst überrascht waren und die Kapazitäten vorn und hinten nicht gereicht haben. Insofern halte ich es eben gerade nicht für unnötig, der Markt gibt der DBD jedenfalls recht, zumindest in den Gebieten, wo es keine brauchbaren Alternativen gibt. Mittlererweile haben sie für Dresden 2x155 Mbit/s als Anbindung nach Berlin, die einzelnen Basisstationen sind über Richtfunk angebunden. Und diese Anbindung reicht aus, wohlgemerkt für roundabout 5000 Kunden. Ich habe zu jeder Zeit annähernd die zugesicherten 2 Mbit/s.
Und mal ehrlich: sollte die T-COM doch eines Tages hier DSL anbieten, glaube ich kaum, daß die große Mehrzahl der jetzigen DBD-Kunden den Anbieter wechseln würde. 19 € für eine Flat sind nicht schlecht, optional mit VoIP 29 €. Dazu ist das Beharrungsvermögen des gemeinen Michel, der ein paar Mails liest, bei OTTO seine Klamotten bestellt und ab und an mal bei Youtube ein Video anschaut, einfach zu groß und vor allem braucht er keine Entertain-Pakete mit Bandbreiten wie ein Scheunentor.
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Original geschrieben von Timeslot
Daß man nach angeblich 400m Distanz zur Basisstation keine Indoorversorgung mehr hat, ist absurd - Ihr glaubt jawohl nicht, daß man solche katastrophalen Erkenntnisse erst nach einem kommerziellen Rollout bemerkt hätte. Allerdings rührt eine gegenüber anderen Funktechnologien unterlegene Signalreichweite wohl aus dem hohen Frequenzbereich bei 3,5 GHz, der derzeit primär für WiMAX verwendet wird.
Die bescheidene Ausbreitung in diesem Frequenzbereich ist allerdings ein Problem. Das war sicher auch vorher schon bekannt. Und tatsächlich sollte man bei einer Entfernung von 400 m und mehr möglichst Sichtverbindung zur Basisstation haben. Entscheidend für einen stabilen Betrieb von WIMAX ist aus meiner Erfahrung ein ordentliches S/N-Ratio, ansonsten gehts durch Wechsel des Modulationsverfahrens mit der Bandbreite ziemlich schnell bergab. Allerdings gab es für die meisten Kunden bei der Installation gleich eine kleine Außenantenne dazu, jetzt sieht man, wenn man durch die Straßen streift, überall die kleinen weißen Dinger an den Fenstern
Problematisch dürfte auch sein, daß es pro lokalem Betreiber nur eine Handvoll Frequenzen gibt, da wird die Netzplanung in dicht besiedeltem Gebiet zu einer echten Herausforderung.