[QUOTE] Original geschrieben von Saletti
Welchen Glauben man einem Kind auch eintrichtert, es ist auf jeden Fall verwerflich. [QUOTE]
ah ja, ich glaube,das ganze nennt sich Erziehung. Und das ist nunmal den Eltern überlassen. Oder möchtest du das Ganze staatlich festschreiben lassen, wie sie ihr Kind zu erziehen haben. Dann kann ich das mit der Diktatur ja nachvollziehen 
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In beiden Fällen wird dem Kind eine eigene Entscheidung verwehrt. Und auch als Erwachsener wird sich ein solches Kind kaum unbeeinflußt entscheiden können. Entweder es bleibt bei der anerzogenen Einstellung hängen, oder es kommt dazu, daß es alles ablehnt, was ihm damals eingetrichtert wurde.
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Ziel meiner Erziehung ist es eigentlich, dass Kinder Entscheidungen treffen können, da sie es (hier=Kirche) kennengelernt haben und sich ein Bild von machen können. Und zwar ohne Zwang. Allerdings gibt es für mich ein entweder-oder: Entweder ich mache regelmäßig mit, auch wenn es mal Arbeit gibt und nicht nur Party oder Feier oder ich lasse es sein.
Diese Entscheidung kann ein Kind/Jugendlicher irgendwann treffen. Gerne. Aber aufgrund dessen, dass er/sie es auch kennt. Praktische Erfahrungen damit hat.
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Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Das Thema einfach ruhen lassen, bis das Kind von allein ankommt und fragt. Und dem Kind dann mitteilen, was man weiß, nicht das, was man glaubt.
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eine Frage, die hoffentlich nicht falsch rüberkommt: Hast du schonmal viel mit kleinen Kindern zu tun gehabt? Meiner Erfahrung nach (nicht von eigenen
) fragen diese sehr früh nach (ca. 3-5Jahre), spätestens, wenn jemand oder ein Haustier stirbt.
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Ich denke, das Recht auf diesen Vergleich hat sich die Kirche über Jahrtausende hart erarbeitet. Die Kirche war eine Diktatur, der heute die Macht fehlt, um sich weiterhin so durchzusetzen, wie es ihr in früherer Zeit möglich war.
Die christliche Kirche war nie besonders tolerant, was Andersdenkende angeht. In vielen Gegenden Deutschlands ist es noch heute so, daß man Nachteile in Kauf nehmen muß, wenn man nicht in der Kirche ist. In Südeuropa ist diese Situation noch viel schlimmer. Die Kirche hat jahrhundertelang ihren Glauben (oder vielleicht doch ihre weltliche Interesen?) mit Gewalt verbreitet. Das ist natürlich schon einige Zeit her. Die Vertreter sind mittlerweile andere, aber die Institution ist dieselbe. Ob der zunehmende Gewaltverzicht in den letzten Jahrhunderten auf Einsicht seitens der Kirche oder einfach auf die schwindende Macht zurückzuführen ist, ist wieder eine eigene Diskussion.
Auch ist die Kirche für eine Organisation, die ständig versucht, politischen Einfluß zu nehmen, intern bemerkenswert undemokratisch organisiert. Das sind Konzerne und Wirtschaftsverbände zwar auch, aber die vertreten wenigstens offen ihre wirtschaftlichen Interessen und verstecken sich nicht hinter irgendwelchen dubiosen Moralvorstellungen.
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M.E. nicht richtig:
Thema Verstecken:
Schau dir mal Industriekonzerne an. Lobbyarbeit wird hier auch unter dem Deckmantel von Verbänden und Stiftungen betrieben.
Schönes Beispiel hier auch Parteien, an erster Stelle die SPD mit ihren zahlreichen Medienbeteiligungen.
Kirche vor Ort und das ist es, worauf es mir ankommt, ist demokratisch. Es werden Pfarrgemeinderäte in öffentlichen Wahlen gewählt, die zusammen mit Kirchenvorstand (auch gewählt) und Pfarrer die Entscheidungen vor Ort treffen.
Gerade aus Mangel an Priestern/Pfarrern werden diese Laien immer wichtiger.
Und diese engagieren sich in hohem Maße ehrenamtlich, auch wenn es genug gibt, die darüber lächeln.
Insofern kann ich dir in diesem Punkt, was die Vergangenheit betrifft, zustimmen, bin aber der Überzeugung, dass du was die Gegenwart betrifft, mehr differenzieren solltest.
greetz
cm