Hier übrigens mal eine Pressemitteilung der Telekom zu den Schäden, der Versorgung und dem Erlaß von Gebühren:
Flutkatastrophe
Gerd Tenzer besucht Hochwassergebiet in
Dresden
Der stellvertretende Telekom-Chef Gerd Tenzer
hat sich heute bei einem mehrstündigen Besuch
in Dresden ein Bild von der Hochwasserlage
gemacht und die Presse informiert: Zur Zeit sind
im Großraum Dresden insgesamt 95.000 Kunden
durch Störungen im Telefon- und Datenverkehr
betroffen. Aber das T-D1 Netz steht. Die Telekom
hilft mit großem personellen Einsatz und
kostenlosen Telefoneinheiten.
15.08./ Bei einem Besuch
der
Hauptvermittlungsstelle
am Postplatz dankte der
stellvertretende
Vorstandsvorsitzende
allen Mitarbeitern, die seit
Tagen rund um die Uhr im
Einsatz sind, um Schäden
zu reparieren und weitere
zu verhindern. Mehr als
1.500 Mitarbeiter sind
derzeit in den
Hochwassergebieten in
Sachsen und Sachsen-Anhalt rund um die Uhr im
Einsatz. Aus nahezu ganz Deutschland sind
mittlerweile Mannschaften eingetroffen, die ihre
Kollegen unterstützen. Darunter mehr als 130 Kräfte
des Telekom-eigenen Katastrophenschutzes.
Schon bei einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei
am Vormittag hatte Tenzer den Einsatz der Mitarbeiter
gewürdigt. "Das Engagement unserer Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in Tag- und Nachtschichten geht weit
über das übliche Maß hinaus", sagte er. Dieses
Engagement mache deutlich, dass die Telekom über
ihre unternehmerischen Aufgabenstellungen hinaus
auch ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehme
und diese Verantwortung aktiv ausfülle.
Versorgung per Handy ist sichergestellt
Tenzer informierte die Presse über die Situation im
Katastrophengebiet: Zur Zeit sind im Großraum
Dresden, dem mittleren Erzgebirgskreis, in Döbeln und
den Gebieten entlang der Mulde insgesamt rund
95.000 Kunden durch Störungen im Telefon- und
Datenverkehr betroffen. Die Notrufnummern 110 und
112 sind jedoch überall erreichbar. Auch das T-D1
Netz steht. "Die Versorgung per Handy ist zu fast 100
Prozent sichergestellt", sagte Tenzer. Mit mehr als 100
Handys für Rettungskräfte unterstützt T-Mobile
kostenlos die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen.
Seit Mittwochabend
können die meisten
Dresdner auch wieder
das komplette
Fernsehprogramm
empfangen. Nur in
einzelnen Ortsnetzen ist
das Angebot auf wenige
Sender beschränkt. Sollte
sich die Hochwasserlage
jetzt entspannen, geht die
Telekom
davon aus, dass in den nächsten 14 Tagen der
Großteil der Schäden beseitigt werden kann.
Stromversorgung bleibt das Problem
Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist zur Zeit,
Krankenhäuser, Arztpraxen Sozialstationen und
Unternehmen der Region wieder ans das Netz zu
bringen. Reparaturen sind jedoch nur in den Gebieten
möglich, die erreicht werden können. Viele Orte und
Stadtteile Dresdens sind jedoch komplett evakuiert und
abgesperrt. Probleme schafft vielfach auch das
großflächige Abschalten der Stromversorgung. Die
Notstromversorgung der Telekom-Einrichtungen mit
Generatoren und Batterien kann nicht überall den
Betrieb sichern.
Hauptvermittlungsstelle muss gesichert werden
Im Focus der Sicherungsarbeiten steht seit Tagen die
Hauptvermittlungsstelle (HVSt) am Postplatz in
Dresden. Sie ist eine von bundesweit 23
Weitvermittlungsstellen und beherbergt zudem zwei der
Dresdener Ortsvermittlungsstellen mit mehr als 55.000
Telefonanschlüssen. Ihr Einzugsbereich sind die
Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Cottbus.
Über 160.000 Telefonleitungen laufen über den
Postplatz. In dem Gebäude ist ferner die
Funkvermittlungsstelle für den Regierungsbezirk
Dresden untergebracht. Die HVSt ist zudem einer von
bundesweit 74 Standorten des Internet-Kernnetzes. Sie
ermöglicht allein 35.000 T-DSL Kunden den Zugang
zum Internet.
Seit Montag werden rund um das Gebäude und in den
Stockwerken Sandsäcke gestapelt. Bisher ist es
gelungen, trotzdem eindringendes Wasser
abzupumpen. Die Telekom-Mitarbeiter vor Ort sind
jedoch zuversichtlich, dass auch bei einem weiteren
Ansteigen der Elbe der Betrieb gesichert werden
kann.
Um den Hochwasseropfern zu helfen, wird die
Telekom allen Betroffenen übrigens ein Kontingent von
100 Telefoneinheiten kostenlos zur Verfügung stellen.