Beiträge von Andre

    Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher


    Treibhauseffekt ist auch so ne Sache, ich kann mich hier Stoiber mal anschließen: Es hat keinen Sinn sofort einen Atomausstieg zu beschließen. AKW's sind ein Segen für die Menschheit, wenn wir diese Technik nicht hätten wären unsere fossilen Vorräte vielleicht schon komplett verbraucht und der CO2 Gehalt noch deutlich höher.
    Manche Leute (nennt sich dann gerne Atomkraftgegner) versuchen auch immer wieder die Atommüll-Transporte unsicher zu machen indem sie Schienen ansägen, unterhöhlen usw. Kippt der Castor um, ist er zwar gemäß der Konstruktion immer noch sicher, aber die Wahrscheinlichkeit, dass radioaktives Material austritt ist dann höher als wenn der Transport einfach wie jeder andere Zug über die Schienen rollt.



    Aber selbst Angela Merkel und die Energiekonzerne sind für den, beschlossenen, Atomausstieg:


    http://www.spiegel.de/politik/…and/0,1518,210053,00.html

    Richtig! Unterschiede ergeben sich erst in den Plänen, wie die Schäden finanziert werden sollen.


    Und da kann ich mich mit der jetzt gefundenen Lösung, die Steuerreform um ein Jahr zu verschieben, gut anfreunden.


    Ich schätze eine CDU/CSU-Regierung hätte sich für eine Erhöhung der Verschuldung entschieden, was ja auch früher schon gerne gemacht wurde.

    Vielleicht sehe ich das alles falsch oder ich stelle mir das zu einfach vor, aber je mehr Berichte ich sehe, desto mehr tendiere ich dazu, auch vielen Betroffenen Vorwürfe zu machen.


    Wieso sind in den betroffenen Gebieten so viele Autos überflutet?


    Wieso sind in den betroffenen Gebieten so viele komplette Einrichtungten überflutet?


    Ich habe den Eindruck, daß sehr viele die Gefahr nicht ernst genommen haben, trotz Räumungsaufforderung der Polizei, und ihr Hab und Gut nicht in Sicherheit gebracht haben.


    Diesen Eindruck bestätigt auch ein Bericht in der ARD den in gerade sehe, in dem über das das Schicksal einer Familie und einer Gaststätte berichtet wird.


    Die Betroffenen versuchen zwar, ihre Gebäude vor den Fluten zu schützen. Versuche die Sachen in Sicherheit zu bringen, werden jedoch nicht unternommen.


    Da muß man sich auch nicht wundern, wenn ganze Existenzen zerstört werden.


    Meine erste Handlung wäre gewesen, kilometerweit zu fahren um einen Miet-LKW aufzutreiben, und dann alles in diesen zu Laden.


    Oder übersehe ich irgendetwas?

    Re: Dazu fällt mir der peinliche Versprecher...


    Zitat

    Original geschrieben von Luposen

    Ich glaube, daß das Hochwasser gerade vom Machterhalterteam Schröder/Schily/Fischer massivst zum Wahlkampf gemacht wird. Es nutzt nur den Politikern, wenn die vor Ort fahren und Interviews geben (ansonsten stören die da unten doch nur die Rettungskräfte) - und was dort der Außenminister verloren hat, weiß wohl niemand (es sein denn, wir würden Dresden als Ausland ansehen;) ) Es geht nicht um echte Hilfe, es geht nicht um Solidarität, es es auf der einen Seite ein willkommenes Ablenken von der eigenen SPD-Misere (Scharping, gebrochene Versprechen von Struck, das Hartz-Debakel, Wirtschaftsflaute) und auf der anderen Seite glänzend für eben diese Profilneurotiker, die sich damti einmal mehr in die Kamera schieben.



    Also diese Ansicht halte ich für Polemik!


    Natürlich müssen die entscheidenden Politiker, der Bundeskanzler und der Innenminister, vor Ort auftauchen und sich ein Bild von der Lage machen.


    Schließlich müssen sie ja anhand des Ausmaßes der Katastrophe Entscheidungen treffen. Und wenn man die Schäden nicht gesehen hat, kann man sie sich wohl nur schwer vorstellen.


    Außerdem würde es sicher einen erbärmlichen Eindruck machen, wenn die Minister auf ihren fetten Sesseln in Berlin sitzenbleiben würden und alles vom grünen Tisch aus entscheiden würden. Sonst wird die mangelnde Volksnähe doch immer kritisiert.


    Und mit so einem Kurzbesuch werden die Rettungskräfte wohl kaum behindert. An den Vorort-Interviews kann ich ebenfalls nichts verwerfliches finden, höchstens an deren Inhalt. Da kann ich mich aber an kein Interview mit einem Politiker (egal welcher Partei) erinnern, der den Wahlkampf zum Thema gemacht hätte.


    Übrigens ist Stoiber genauso in den betroffenen Gebieten aufgetaucht.


    Wenn man dann die Nachrichten mal richtig hört weiß man auch, was der Außenminister dort macht: Erstens ist der Außenminister der Vizekanzler und sollte demnach auch ein Bild von der Lage haben und zweitens hat Außenminister Fischer den EU-Kommissionspräsidenten Prodi begleitet. Und für dem Kontakt zu Prodi, der eine Menge Geld für die betroffenen Gebiete locker machen kann, ist nunmal der Außenminister zuständig!



    Wo ich Dir aber zustimme ist, daß der durchschnittliche Wähler anscheinend ein Gedächnis wie ein Sieb hat. Ansonsten würden die Wähler nämlich kaum ihre Hoffnungen in die CDU setzen, sondern sich erinnern daß in den 16 Jahrem CDU-Regierung nichts besser war.


    Die leeren Versprechungen der CDU/CSU aufzuzählen spare ich mir an dieser Stelle. Es sind sowieso bei allen Parteien gleich viele.

    Habe gerade gelesen daß die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft 500.000€ gespendet hat.


    Und die Dresdner Bank hat mittgeteilt, daß ihre Angestellten sämliche, für Betriebsfeiern vorgesehenen, Gelder spenden wollen.


    Da ich erst letzte Woche erleben durfte, wie die Dresdner Bank für das Wohlergehen der Teilnehmer eines, von ihr veranstalteten Golftunieres, die Gelder nur so herausgeschleudert hat, fürchte ich einmal mehr, daß vor allem der "kleine Mann" spendet und die Kosten trägt.

    Ich denke die Katastrophe könnte der Wahl in der Tat die entscheidende Wende geben.


    Die Grünen werden ein ganz klein wenig davon profitieren, weil sich gezeigt hat wie wichtig Umweltpolitik ist. Da aber die meisten Deutschen nicht betroffen sind und für sie Arbeitslosigkeit weiterhin das zentrale Thema ist, tippe ich +1%


    Von der FDP ist seit der Katastrophe eigentlich nichts zu hören. Das heißt sie ist beim derzeit wichtigsten medialen Thema nicht präsent. Daher tippe ich auf -1%


    Die SPD/Der Kanzler profitiert davon, daß zwar für die Menschen, nicht aber für die Medien die Arbeitslosigkeit das Problem Nr. 1 ist. Sie kann sich bei der Gelegenheit als "Macher", "Krisenmanager" und "Retter in der Not" darstellen, was gerne auch unterbewußt von den Wählern auf andere Bereiche übertragen wird. Mein Tip daher +2%


    Die CDU ist der eindeutige Verlierer der Katastrophe. Edmund Stoiber hat keinen Umweltexperten und die Ausrede, das läge daran daß das Thema bei ihm Chefsache sei, ist wohl eine der schlechtesten Politikerlügern die es je gab. Mit dem Krisengipfel, zu dem er nur die betroffenen CDU-Ministerpräsindenten eingeladen hatte, setzte Stoiber dem ganzen die Krone auf. Mittlerweile ist es auch, wahrscheinlich deswegen, deutlich ruhiger um ihn geworden. Dazu kommt noch, daß seine Vorschläge zur Finanzierung der Schäden auch nicht gerade umwerfend sind. Dies alles zusammen stellt Stoiber als einen (eventuellen) Kanzler dar, der Krisensituationen nicht gewachsen ist. Mein Tip daher -2%



    Zum Schluß noch meine persönliche Ansicht: Es hat mich regelrecht erschreckt, wie kleinkariert politisch Stoiber sich verhalten hat, indem er Ministerpräsident Platzeck (SPD) nicht zum Krisengespräch eingeladen hat.


    Meine ohnehin schon nicht gute Meinung über Stoiber hat sich noch deutlich verschlechtert. Wie kann man in einer Situation, in der ganz Deutschland eine quasi noch nie dagewesene Solidarität erlebt, nur so wahlkämpferisch denken und handeln und den Solidaritätsgedanken einfach über Bord werfen :confused:


    Ich finde dieses Verhalten eine Sauerei :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von DaFunk

    Außerdem ist es leider so, dass die wenigsten sich so gut mit Handys auskennen, wie die Forenbenutzer hier. Und wer ist natürlich die erste Anlaufstelle für jedes Problem? Der Netzbetreiber:p
    Und selbst, wenn man immer noch nicht verstanden hat, dass man nach dem Wählen der Nummer auf den grünen Hörer drücken muß (Rüdiger Hoffmann: Oh, erst wählen), ruft man eben zum zehnten Mal bei der Hotline an, statt die Bedienungsanleitung zu lesen. (Ok, schlechtes Beispiel. Wie soll man die Hotline anrufen, wenn man das Gerät nicht bedienen kann:rolleyes: )



    *grins*


    Zwar etwas off-Topic, aber das erinnert mich an meine ersten Telefonierversuche mit einem Handy:


    1995 gab mir mein Chef mal sein 2010 für 2 Stunden, damit ich ihn im dringenden Fall zu Hause anrufen kann.


    Bei der Gelegenheit wollte ich dann unbedingt mal kurz mit einem Mobiltelefon telefonieren. Hat aber nicht geklappt, denn jedesmal wenn ich die grüne Hörertaste drückte und auf das Freizeichen wartete, war nichts zu hören :D


    Und wenn ich sie dann nochmal drückte, hatte ich auf einmal irgendeinen Fremden dran...


    Wie es richtig läuft habe ich erst ein Jahr später gecheckt, als ich mein eigenes Telefon hatte.

    Ich muß das Thema nochmal hochholen, weil ich heute einen so schönen Spiegel-Artikel über die Popkomm und die Musikindustrie gelesen habe.


    Der Artikel drückt genau das aus, was wir hier geschrieben haben und zeigt die Reaktion der Musikindustrie darauf.


    Da kann ich nur sagen: Wer auf so einem hohen Roß sitzt, möge tief fallen. (Aber leider erwischt es ja doch nie die, die die Verantwortung/Entscheidung tragen :( ).


    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,209986,00.html

    Zitat

    Original geschrieben von Bash-T

    CrazyD hat das hier gefordert, du hast den Thread doch sicherlich komplett gelesen?! ;)



    Ja, aber wohl zu flüchtig :rolleyes:


    Wenn Du auch Student bist mache ich wohl irgendetwas falsch. Ich bin jedenfalls froh, daß mein Vater noch die Krankenkasse zahlt. Ich könnte schon das Geld dafür nur schwer aufbringen.


    Und wenn dann nächstes Jahr noch die Studiengebühren fällig werden, ist sowieso Ende...

    Ich kenne mich mit BOS zwar nicht aus, aber Handfunkgeräte haben doch nur eine bestimmte Reichweite.


    Außerdem muß sicher jetzt auch mit vielen Stellen telefoniert werden, die nicht mit BOS ausgestattet sind (Baumaschinen-Vermieter, Catering-Betriebe etc.)


    Das es mit eplus am besten klappt wird wohl wirklich daran liegen, daß die Rettungskräfte Dx nutzen und das eplus gerade im Osten eine sehr gute Netzabdeckung hat.


    eplus hat sich beim Aufbau nämlich auf den Osten konzentriert, weil dort das Handy oftmals noch Ersatz für einen nicht vorhandenen Festnetz-Anschluß war. Hinzu kommt der technisch bedingte, dichtere Aufbau des Netzes.


    Alles in allem ist es aber gerade in solchen Katastrophenfällen wohl gut, daß wir 4 Netze mit weitestgehend eigener Infrastruktur haben.