Ach so, naja. Ich persönlich traue keiner Backupsoftware, da ich schon zu oft nach zwei Jahren dagestanden bin, mit einem neuen OS, mit einer neuen Version der Backupsoftware, und konnte dann die Daten nicht mehr zurückspielen.
Der Super-GAU jedes Admins ist der reale Ernstfall, wo wirklich mal der Strom für ne Weile ausgefallen ist, oder ein Festplattensystem kaputtgegangen ist, und man tatsächlich alles zurückspielen muss. Das probt in der Praxis praktisch niemand, weils Zeit und Geld kostet, deswegen liest man auch jedes Jahr ein halbes Dutzend Meldungen, wo Rechenzentren von echten Profis mal nen Tag oder zwei plattwaren, weil entweder die USVen nicht das getan haben, was sie sollten, oder weil Backups nicht so zurückgespielt werden konnten, wie vorgesehen.
Ich mache es wie folgt: Nur Nutzdaten sichern, OS wird nicht gesichert, das hat man in einem halben Tag wieder frisch aufgespielt. Alle meine wichtigen Daten liegen in einem Baum der Festplatte, so daß das Sichern einfach und übersichtlich erfolgt. Gesichert wird dann auf eine externe Platte oder in die Cloud, und zwar von Hand mit Total Commander oder Explorer.
Der Gag ist nämlich der: Jedes Backupprogramm kann backupen. Und es sagt hinterher auch freudestrahlend, dass es 100% gesichert hat. Man kann auch ein Verify laufen lassen, und es sagt dann auch, dass 100% korrekt sind. ABER: Das sagt überhaupt nichts darüber aus, was wirklich gesichert wurde. Was geschieht mit gesperrten Dateien, oder Dateien, die gerade in Verwendung sind (Klassiker sind die .pst-Dateien von Outlook). Werden die mitgesichert? Wenn ja, wann, erst beim nächsten Booten, wenn kein Systemdienst die Hand drauf hat? Manche booten ihren Rechner nur alle paar Wochen neu, was geschieht dann?
Ist für mich alles Käse. Sichere von Hand die Dateien, die Dir wichtig sind, und zwar inkrementell. Du weisst ja, was Du heute verändert hast und was nicht.