Ich formuliere es mal um:
Der Hersteller einer Winde gibt einen Wert für Zug- und Hebekraft ein. Dieser ist wie folgt berechnet worden:
Drehmoment an der Trommel x Hebelarm (Abstand der Seillage zur Trommelachse) x Triebwerksgruppenfaktor x Sicherheitsfaktor.
Der Triebwerksgruppenfaktor und der Sicherheitsfaktor sind kleiner 1, das bedeutet, dass die Winde natürlich in der Lage ist, die angegebene Last zu heben. Sie könnte noch mehr, aber das wird durch die beiden Faktoren verhindert.
Der Triebwerksgruppenfaktor sagt aus, wie oft die Winde mit welcher Last betrieben wird. Er vermindert damit die maximale erlaubte Hebefähigkeit, damit das Hebezeug innerhalb der Prüffrist nicht unsicher wird.
Der Sicherheitsfaktor berücksichtigt, dass es gefährlicher ist, eine Last zu heben als zu ziehen.
Die Angaben über gezogene Fahrzeuge oder Boote sind eigentlich quatsch und dienen nur der Dekoration, bei der Auslegung einer Winde muss das jedesmal individuell berechnet werden.
Deswegen hab ich schonmal geschrieben, dass es ausreicht, die Hebekraft der Winde zu nehmen, da die Winde diese Last garantiert anheben kann. Natürlich nicht acht Stunden am Tag und 220 Tage im Jahr, sondern je nach angegebener Triebwerkgruppe nur im verminderten Maße.
Anders formuliert: Man kauft nicht eine Winde, die 1000kg heben kann, wenn man den ganzen Tag 1000kg heben will. Man würde dazu z.B. eine 3000kg-Winde nehmen, damit die auch ein Jahr durchhält.
Das hat alles mehr mit Vorschriften und Erfahrungswerten zu tun als Physik.
Um es nochmal zusammenzufassen: Ja, die Winde hebt 1000kg, wenn draufsteht, dass man 1000kg heben kann. Nur mach es wirklich nur 10x im Jahr, und diese 10x auch nicht innerhalb einer Stunde 
Die Bergewinden sind allesamt Schrott, weil sie eben für den Fall gebaut sind, einmal im Jahr ein Fahrzeug aus dem Schlamm zu ziehen. Sie sind nicht dafür geeignet, täglich oder wöchentlich eingesetzt zu werden.
Woher ich das weiss? Meine letzte Firma hat Hebezeuge verkauft, und mein Banknachbar war der Seilwindenspezialist.