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Original geschrieben von tknolle
Vorraussichtlich werde ich nächsten Monat eine neue Arbeitsstelle antreten. Da ich in der Probezeit allerdings nicht umziehen möchte, beträgt die Distanz momentan ca. 85 Km (einfach). Monatlich also ca. 4000 Km. Da ich auf dem Gebiet ganz neu bin, wende ich mich mal an die ganzen Pendler hier im Forum:
Ich kenn das, bin selber mal 91km einfache Strecke gependelt, das geht am Anfang für ein paar Monate, aber nach einem Jahr ist man fertig damit.
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Mit meinem jetzigen Auto verbrauche ich gut 9 Liter Super. Macht 360 Liter im Monat und bei den Spritpreisen momentan ca. 470 Euro/M.
Muss ich diesen Betrag erstmal vorstrecken und bekomme dann durch die Pendlerpauschale was zurück? Wie errechnet sich das? 30Cent/KM kann ja nicht sein, dann würde ich ja jeden Monat 1200 Euro zurückbekommen, die ich ohnehin nicht an Steuern zahle.
Das läuft wie folgt: Du kannst Dir auf der Lohnsteuerkarte einen Freibetrag für die Kilometer eintragen lassen, dann erhälst du den Steuervorteil sofort jeden Monat.
Die Rechnung ist wie folgt: Einfache Strecke x 0,30 cent/km=Erlass aufs steuerpflichtige Brutto.
Konkret für Dich: 85km x 0,30 cent/km * 20 Arbeitstage = 510 Euro Abzug vom Brutto. Verdienst Du also 2000 Euro Brutto, wird so getan, als würdest Du nur 1490 verdienen und auch nur das versteuern.
Beachten muss man die Werbungskostenpauschale von 920 Euro pro Jahr, die wird von vorneherein angesetzt und die kannst Du nicht angeben.
Du kannst also im Jahr 510 Euro x 12 Monate - 920 Euro annehmen.
Noch dazu gibts eine steuerliche Höchstgrenze von ca. 6000 Euro, die man für PKW-Fahrten ansetzen kann. Die wirst Du nicht ausschöpfen.
Bei der Bahn ist diese Pauschale niedriger, du kannst also nicht soviel absetzen als wie bei PKW-Fahrten.
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Oder kann ich diesen Freibetrag beantragen und bekomme gleich mehr Netto? (Aber wahrscheinlich deckt das auch nicht die Ausgaben monatlich, oder)
Richtig, du bekommst dann mehr netto. Das deckt aber natürlich nicht die Ausgaben, dazu soll es auch nicht sein. Es ist eher ein steuerlicher Erlass auf die Mineralölsteuer, weil Du ja nicht zum Spaß rumfährst, sondern um Geld zu verdienen (und zu versteuern, natürlich). Die Werbungskosten sind keine Beförderungsflatrate zum Arbeitsplatz hin.
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Eine Alternative wäre, sich einen kleinen alten Diesel zu holen. Hier scheitert es jedoch an der Umweltplakette, da ich mitten in einer Großstadt wohne und hier bald nur noch grün erlaubt ist.
Die Kraftstoffkosten sind nur ein Teil, ein anderer großer Teil ist Wertverlust des Fahrzeuges (wenn es noch was wert ist, meine ich
)
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Zweite Alternative heißt Bahn. Wobei sich die Fahrzeit von 1 Stunde mit dem Auto mehr als verdoppeln würde (Haustür-Firma).
Würde ich heute auch so machen, wenn ich nochmal die Wahl hätte. Schont die Nerven und kommt auch günstiger. Wenn man die Zeit im Zug sinnvoll nutzen kann, ist es auch weniger vergeudete Zeit als wäre man selber gefahren.
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Was gibt es sonst noch für Alternativen?
Würde ganz dringend empfehlen, dort einen Zweitwohnsitz einzurichten oder ganz dort hinzuziehen. Die Pendelei ist wirklich ätzend und nicht dauernd zu ertragen, auch wenn man gerne fährt und ein komfortables Auto hat.