Wenn man die Komfort-, Entertainment- und Sicherheitssysteme aus einem Elektroauto enfernen würde (die nebenbei die selben sind wie bei einem Verbrennerauto), hätte man in etwa die selbe Komplexität wie bei einem Stapler oder Golf-Caddy oder einer modernen "Ameise". Es wird immer Komplexität mit Auslegung verwechselt. Nur weil der Stapler nicht 200 fährt, heisst es nicht, dass er nicht weniger komplex ist.
Beiträge von fahrsfahrwerkaus
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Batteriepreise sind vom Hersteller politisch berechnet. Bei Tesla bekommt man auch einen 85kWh-Ersatzakku für 12000 Dollar. Da legen die ca. 20000 Dollar drauf. Aber da ein Akku seltenst kaputt geht, und man das Business pushen möchte, schreibt kein Hersteller den realen Preis rein, damit der Stammtisch-Kunde nicht verschreckt wird, der Akkutechnik nur aus seinem Handy oder Handstaubsauger kennt, wo nach 200 Ladezyklen am 1-Euro-Krokofarm-12V-Ziggizünder-Lader der Akku am Sack ist.
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Weil die Batterien ca. 50% des Wagenpreises ausmachen?
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Ist das der Grund, warum Elektrofahrzeuge in der Anschaffung so günstig sind? :confused:Einen Goldbarren herzustellen ist auch kinderleicht. Man braucht nur etwas Gold und einen Brenner. Warum der so teuer ist...?
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Original geschrieben von rasputin
Ein entscheidendes Merkmal haben Elektromotoren auf der einen und Verbrennungsmotoren auf der anderen Seite damals wie heute gemeinsam: Bauartbedingt sind Elektromotoren weniger komplex als Verbrennungsmotoren.Richtig, wesentlich weniger komplex. Man schaue sich auf youtube mal die fünf Videos zur Herstellung des BMW i3 an. Dort sieht
man gut, wie der Motor hergestellt wird. Würde man alle Fertigungsprozesse und Qualitätsmanagement herausnehmen, könnte man den Motor in Handarbeit herstellen, wenn man die gestanzten Bleche hätte.Zum Batteriemanagement: Nimmt man die Kühlung/Heizung mal heraus, ist das Batteriemanagement ähnlich komplex bei modernen Autos mit Start-Stopp-Automatik und AGM-Bleibatterie. Bei Elektroautos ist es nur größer ausgelegt, aber die Komplexität ist praktisch die selbe.
Gag Halfrunt: Hast Du einen technischen oder industriellen Hintergrund?
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Original geschrieben von Gag Halfrunt
Ob ein Kabel leicht bricht, hat nichts mit seiner absoluten Dicke zu tun. Auch da können einzelne Adern der Litze mit der Zeit brechen. Das Kabel ist dann zwar nicht sofort durch, aber durch den höheren Widerstand steigt die Temperatur.
Die vielen kleinen Kabel hat das Elektroauto ja auch noch.Du brauchst es mir nicht zu glauben, aber es sei Dir versichert, dass bei dem Thema Batteriespannung im Auto keine Kompromisse eingegangen werden, dazu ist das Unfallrisiko zu hoch. Hohe Ströme und relativ hohe Spannungen lassen überhaupt keinen Murks zu.
Nochmal zur Komplexität: Es scheint einigen nicht klar zu sein, aber man kann einen Elektromotor mit einer Batterie, einer Rolle Draht und einem Magneten innerhalb von fünf Minuten auf dem Tisch zusammenbauen. Vergleicht das mal mit einer Wärmekraftmaschine wie einem Kolbenmotor, welcher Aufwand dahinter steht, bis der läuft und am Ende noch die sich jedes Jahr verschärfenden Abgasnormen einhält.
Schon zu Beginn meiner Laufbahn im Automobilsektor vor über zehn Jahren hat man nach Zehntelprozent-Wirkungsgrade gesucht.
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So, nachdem sechs Seiten (nicht nur) die üblichen Stammtischmeinungen wiederzufinden waren, die man in jedem Forum zum Thema Elektroautos finden kann, möchte ich auch meinen Senf dazugeben.
Beruflich ist es mir ermöglicht worden, mich nicht nur mit Batterietechnik, Leistungs-Halbleitern und generell automotiven Themen zu widmen, sondern ich habe beruflich auch Zugriff auf Elektrofahrzeuge (BMW i3 und Opel Ampera). Generelles Interesse am Thema Elektromobilität (nicht nur auf vier Rädern) kommt dazu.
Also der Senf:
-gescheite Akkus, gescheit geladen halten praktisch ewig. Viel, viel länger als alles andere am Auto. Selbst, wenn man das Auto jeden Tag einsteckt, wird man das Ende des Akkus meist nicht mehr erleben (wollen), weil dann die Kiste schon in Afrika rumfährt (ups
vielleicht auch nicht).-Elektrisch fahren ist absolut geil. Kraftvoll, fein dosierbar, geräuscharm, extrem viel Spielerei im Bordcomputer, Fernsteuerung von Klima/Standheizung, Konfigurierbarkeit der Ladezeiten, Ladeströme etc.
-in den Elektrofahrzeugen ist mindestens um eine Größenordnung weniger Kram drin, der kaputtgehen kann. Von der Komplexität ist ein Elektroauto eher mit einem ferngesteuerten Auto vergleichbar, minus der Funksteuerung. Ein Auto mit Verbrennungsmotor hat seit den 1990er Jahren (dank der Abgasgesetze) viel, viel mehr Sensorik, Steuergeräte, Platinchen, Verkabelungen überall. Ein Elektroauto hat im Wesentlichen nur den Akku, eine Leistungsendstufe mit ein paar Riesenarsch-Halbleitern, evtl. Wasserkühlung/Heizung für die Endstufe und den Akku, eine mechanische Lenkung mit Unterstützung, vier Bremsen und ein Ladegleichrichter. Gar kein Vergleich mit einem Verbrennungsmotor neuerer Bauart.
-Wegfall des Tankens: Ja, man muss jeden Tag ans Kabel, aber das müssen wir mit unseren Handies auch. Es wird zur Gewohnheit, sich täglich und in jeder freien Minute ans Kabel zu hängen. Aber es kostet keine Zeit und keine Extrarunde und keine Tankbelege, die ich in der Firma einreichen muss. Die Ladesteckdose ist fest montiert und wenn ich von der Dienstreise wiederkomme, steck ich den Wagen ein und das Thema ist erledigt.
-Lademöglichkeiten: Hier sehe ich das einzige, echte Problem (Henne und Ei, wie immer bei neuer Technik). Wenn es überall Lademöglichkeiten gibt, kann man sein Auto auch ständig beim Parken nachladen. Also beim Einkaufen im Supermarkt mal schnell 15 Minuten nachtanken, oder im Parkhaus...mit der Verbreitung von schnellen DC-Ladestationen (wie es Tesla macht, oder Chademo) ist so eine Füllung auch in einer halben Stunde erledigt.
-der Preis: ein typisches Arme-Leute-Problem. Man bekommt natürlich für 40.000 Euro mehr Auto mit einem Verbrennungsmotor als mit einem BMW i3 z.B., aber die fehlenden Werkstattbesuche und Wartungen kompensieren das teilweise, und einfach das Erlebnis, die Zukunft zu fahren. Unabhängig zu sein vom chemischen Brennstoff mit genauer Spezifikation (ich hab das E5/E10-Geheule noch im Ohr) und ab sofort alles tanken zu könnne, was elektrischen Strom liefert. Es wird das fehlende Ladestationen-Netz bemängelt, aber man vergisst, dass es viel viel einfacher ist, eine Steckdose irgendwo hinzulegen, als einen Kraftstoff-Vorrat anzulegen (welches privat sogar im Falle von mehr als Kleinmengen verboten ist, Heizöl mal aussen vor) oder einen Tankstelle zu bauen (mit sechs eingebuddelten Kraftstoff-Tanks im Boden).
An die Kritiker: Fahrt mal ein ordentliches Elektroauto und nicht so Pupskisten wie Twizzy und co. Ihr werdet Euch verlieben!
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Mach Dir keinen allzugroßen Kopf darüber, der Unterschied ist meist nichtmal (zuverlässig und wiederholbar) messbar. Die RAM-Geschwindigkeit ist auch nur in seltenen Fällen der wahre Flaschenhals im System. Wichtiger ist ein zuverlässiges Zusammenspiel der beiden Modulgruppen. Grundsätzlich ist zu sagen, daß mehr Module mehr Ärger bereiten. Manche doktorn Monate an ihrem System herum, bis alles wirklich stabil mit vier Modulen läuft.
Und am Rande: Ich hab noch keine Anwendung gesehen, die mehr als 8GB bräuchte (virtuelle Maschinen ausgenommen).
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Bisher alles richtig soweit. Darauf achten, dass das Netzteil "geregelt" ist. Weiterhin muss die Polarität stimmen, das heisst, der Plus-Kontakt ist meist der Stift und der Minus-Kontakt ist an der Hülse des Hohlsteckers. In ca. 1% der Fälle ist es umgekehrt. Dann noch die genaue Größe des Hohlsteckers vergleichen, da gibts hundert Varianten.
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Wie sind wir bloß 9 Jahre ohne neuen Thread ausgekommen? Warum nicht hier anhängen (ausser Ego-Gründe?)
So langsam wird es Zeit: Autoversicherung prüfen!!
http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5330169#post5330169