Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Ich hab Band empfohlen, aus folgendem Grund:


    -Es ist spottbillig (ca 1 Euro für 60 Min)
    -es hat die allerbeste Qualität für Consumer-Video (3,4 Megabyte/s Datenrate für ein PAL-Bild ist zehnfach überdimensioniert)
    -Einzelbildkompression ermöglich schmerzarmes Schneiden
    -Die Cams sind spottbillig (gehen bei 150 Euro los)
    -die Bänder lassen sich wechseln, wenn 60 oder 90 Min nicht reichen


    aus folgenden Gründen kein HDD oder DVD:
    -HDD nicht wechselbar
    -Aufnahmedauer bei MiniDVD deutlich kleiner als bei MiniDV
    -deutlich kostspieligere Geräte
    -Aufnahme-Management nicht "analog" und schwer begreiflich für nicht-techikaffine ältere Menschen.
    -teilweise PC-Einsatz notwendig (um HDD zu kopieren)

    Bin über die Preise nicht informiert, aber bei den bekannten Marken machst du keinen Fehler. Bekannt und gut sind: Sony, Panasonic, JVC und Canon, diese haben sich in der Videobranche einen Namen gemacht. Die Auswahl hängt fast immer am Zoombereich des Objektivs und an zusätzlichen Spielereien wie DV-In (damit kann man dann von einer anderen DV-Quelle aufzeichnen), oder Anschlüsse für externe Mikros (wichtig, wenn man keine Laufwerks- und Griffgeräusche aufzeichnen will).


    Aber für 200 Euro lässt sich sicherlich eine der vier Marken finden.


    Für mich persönlich käme heute kein Band mehr in Frage (alle bekannten Nachteile von Bandaufzeichnung), und Standard-TV ohne HD-Auflösung auch nicht mehr. Aber vergiss das für Deine Nachbarn, das ist Zukunftsmusik und das werden die wohl nicht mehr erleben, dass jeder einen HD-Fernseher zuhause hat.


    Natürlich können die beiden ihre MiniDV-Kassettchen jeden Tag aus der Kamera heraus abspielen, die Frage ist nur, ob man eben die Masterbänder regelmäßig verschleissen will (und natürlich mag das Kameralaufwerk auch nicht den regelmäßigen Betrieb).


    Wenn den beiden die VHS-Qualität reicht, dann sollen sie von der Kamera eben auf den VHS überspielen und von dort aus gucken.


    Wenns besser und haltbarer sein soll, eben auf einen DVD-Rekorder (müsste im Bereich von 150 Euro zu haben sein).


    Es findet sich schon ein Enkel, der alle paar Jahre mal eine Kopie der DVDs erstellt, damit die nicht irgendwann unlesbar sind.


    Aber alleine mit den MiniDV-Bändchen würde ich nicht arbeiten, die sind irgendwann mal hin.

    Die Versorgung sollte gesichert sein, da es der de-facto-Standard für consumer- und semi-professionelles Video ist. Es gibt sogar heute noch die analoge Compact-Cassette für kleines Geld.


    Die MiniDV lassen sich nicht in analogen Videorekordern abspielen. Schon mal eine in der Hand gehabt? Die passen allein physikalisch nicht rein (kann man reinwerfen, die verlieren sich darin :D ).


    Wenn Geld keine Rolle spielt (anscheinend aber doch, 200 Euro ist sehr mager für eine Cam), gibts Tischrekorder im DV-Format, wo man auch MiniDV über Adapter reintun kann (ähnlich VHS-C in VHS). Aber diese Lösung ist finanziell völlig uninteressant und zielt auf Video-Enthusiasten ab.


    Man würde vom Camcorder aus auf ein anderes Gerät überspielen, z.B. VHS oder DVD-Rekorder (kosten ja auch nichts mehr). Dann hat man ein rumzeigbares Format, was jeder spielen kann, und was sich auch alle paar Jahre auffrischen lässt (im PC die DVD kopieren, um dem Verfall vorzubeugen).


    Wenn das Ehepaar dann später mal Blut geleckt hat, lässt sich MiniDV recht einfach auf den PC per Firewire überspielen und dort verhackstücken. Aber das wäre die letzte Ausbaustufe und überfordert die meisten älteren Leute.

    Da ältere Leute immer noch analog denken, würde ich auch ein Bandformat wählen. Das passt einfach von der Bedienung in das analoge Denkschema rein. (vorspulen, rückspulen, etc)


    Und bei Band gibts praktisch nur eine empfehlenswerte, moderne Alternative: MiniDV. Kassetten sind spottbillig, die Qualität ist (bandseitig) überragend, nur die Kamera selber und das Objektiv bestimmen die Bildqualität. Bei sorgsamer Handhabung sehe ich da auch keine Probleme mit den Kassetten.

    Mal mein Vorschlag zu den Energiepreisen. Dazu hole ich ein paar Sätze weit aus, wenns nichts ausmacht:


    Unsere fossilen Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) wurden mal quasi für lau durch die Entstehungsgeschichte der Erde für uns Menschen eingegraben, kosten also erstmal nichts. Die Preise dafür sind ausschliesslich Förderung, Raffinierung, Gewinn und Nasenkalk fürs Management.


    Das ging die letzten 100 Jahre gut, alles lief prima, war ja genug da. Nun wird der für Nüsse verbuddelte schwarze Dreck langsam alle, und Alternativen kosten plötzlich mehr als 0 Euro.


    Meine Einschätzung für einen fairen Preis wäre, wieviel man bezahlen müsste für einen regenerativen Energieträger, der großindustriell und ausgereift erzeugt wird.
    Beispiel:


    Erzeugung der Energie aus Wasser, Sonne, Wellen, Erdwärme, was weiss ich: 2 Euro
    Verflüssigung, damit mans tanken kann: 0,50 Euro
    Transport, Marge, Kalk und N*tten: 0,50 Euro.


    Macht also irgendwas um die 3 Euro rum. Warum liegt der Preis also so hoch? Weil es eben keine Energie mehr geschenkt gibt, wenn das Öl alle ist. Und Öl war ein "Geschenk" der Natur.

    autares:
    Ganz genau so siehts auch aus. In einem anderen Thread beklagt sich jemand über die Heizkosten in seiner Wohnung von monatlich 27 Euro. Da frag ich mich auch, ob für manche Leute wirklich alles nur eine Ostmark kosten darf.


    Der Vergleich von Handiest hinkt, weil manche Sachen eben nicht zu vergleichen sind. Am Öl hängt praktisch alles, unsere gesamte Zivilisation, unser Lebensstil, unsere Souveränität gegenüber der widrigen Natur. Fällt das weg, können wir entweder alle einpacken, oder uns jetzt schon ganz warme Gedanken für das "in ein paar Jahren" machen, oder eben so weiterleben wie bisher.


    Ich für meinen Teil geniesse noch, dass der Sprit so billig ist, und versuche, nicht unnütz welchen zu verplempern, und habe mich gedanklich schon auf das "in fünf bis zehn Jahren" vorbereitet, wie die Welt dann aussehen wird.


    Mir wird es auch leid tun, wenn Energie unbezahlbar geworden ist, aber ich hab mich schon damit abgefunden, das es eintritt, was die meisten anscheinend noch nicht haben. Da wird immer noch auf die Kernfusion gehofft, auf den Wassermotor, oder den Q7, der nur 1 Liter braucht.


    Wenn ich sehe, wie manche schon rumflennen, wenn man ihnen die Breitreifen und Sitzheizung abnimmt, weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

    Zitat

    Original geschrieben von saschak
    naja bei 50 m²? nur heizung...
    ich finde es trotzdem viel... zahle inkl. strom ~70 euro jeden monat an die Stadtwerke und muss jetzt noch ~200 euro nachzahlen...


    Wenn Du neben den 27 Euro für Heizung noch 43 Euro für (Normal-)Strom bezahlst, dann drängt sich mir die Vermutung auf, dass Du mit einem oder zwei gutausgestatteten PCs die Wohnung heizt, die 24/7/365 durchlaufen.


    Wenn Da jeder PC 150W an Abwärme erzeugt, dann brauchst Du auch kaum zu heizen in der Übergangszeit.