Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Registeraufladung ist schön, aber leider ist in dem Preissegment, von dem wir hier reden, kein Geld für einen Turbolader, schon gar nicht zwei. In einem 335d für 60.000 Euro ist es kein Thema, zwei Turbolader für Einkaufspreis 500 Euro zu verstecken, aber im "preissensiblen" Segment wird man nicht einfach mal den Verkaufspreis um 20% anheben können, nur damit zwei Lader reinkommen.


    Die Forderung nach allerbester Technik, exotischen Werkstoffen, aufwendige Automatiken und Regelungen sind einfach nicht drin bei einem angenommenen Verkaufspreis von 5000 Euro. Das wäre so eine Preismarke für ein in Deutschland gefertigtes Ultrasimpelauto mit 700kg, 20PS, zwei Airbags und einem Radio und vielleicht 3-4 Liter Verbrauch (in real, nicht gelogen).


    Wer entwickelt eins zusammen mit mir? Freiwillige vor.

    Zitat

    Original geschrieben von xash


    eine frage noch:
    wenn der nachtspeicher ca. 2 monate lang durchgehend und 1-2 monate nur nachts (also ca. 8 stunden pro tag) auf mittlerer stufe angeheizt wird.
    wie um alles in der welt soll man das in bezug auf JAHRESVERBRAUCH in prozent angeben?


    2 Monate zu 100% sind aufs jahr gerechnet dann 16,6% Einschaltdauer
    1-2 Monate (also 1,5) sind bei 1/3-Auslastung (8h) sind ca 4,2% Einschaltdauer
    Macht zusammen 20,8% Jahreseinschaltdauer. Das sind 20,8% * 365*24h=1822 Stunden.
    Jetzt musst du nur noch schauen, welche Leistung die Nachtspeicher bei gewählter Heizstufe (du schreibst: mittel) aufnehmen und das ganze multiplizieren. Dann hast Du die verbrauchten kWh im Nachttarif. Die Tagestarif-Einheiten kannst Du ja am Zähler ständig ablesen.


    [EDIT: Mit fällt gerade ein, dass die Nachtspeicher nicht ständig Strom verbrauchen, auch wenn sie eingeschaltet sind. Man kann so also nicht rechnen]

    Die Verbräuche addierst Du schon, nur ist das dann tatsächlich nicht sehr aussagefähig. Wenn du dann z.B. 3000kWh HT und 15000kWhNT verbraucht hast, hast du eben insgesamt 18000kWh elektrische Arbeit bezogen, nur eben zu unterschiedlichen Tarifen. In den Onlinerechnern muss es doch eine Möglichkeit geben, das Verhältnis von HT zu NT anzugeben. Sonst macht das keinen Sinn. [EDIT: TheAsa hats schon geschrieben mit den Brüchen/prozentualen Anteilen]

    Zitat

    Original geschrieben von marmo
    "Der Markt will keine kleinen, leichten, langsamen Autos, die teilweise auch unsicherer sind als Dickschiffe."


    Das sehe ich anders. Der Markt gibt diesbezüglich keine, im Preis-Leistung stehende vernünftige, Alternativen her.


    Sag mal einen Preis, eine Wagengröße, einen grobes Ausstattungs- und Sicherheitspaket, was Du dir so vorstellen könntest. Ich rechne dann mal die Features zusammen, und schreibe den tatsächlichen Preis drunter.

    Ich verstehe die Frage nicht. Dein Nachtstrom heizt den Nachtspeicher auf, der ist billiger. Dein Tagtarif ist für alles andere, nur nicht die Heizung. Die Werte werden mit den jeweilgen Arbeitspreisen multipliziert und am Ende addiert. Oder hab ich deine Frage falsch verstanden?


    Wenn Du weisst, was du an Wärme brauchst, dann ist das X. Der restliche, normale Strom ist Y.
    Gesamtpreis G=X*(Nachtpreis für kWh) + Y*(Tagespreis für kWh) + Bereitstellungsgebühren

    Zitat

    Original geschrieben von tobias2k


    Bei der S-Klasse soll es sich um einen Bluetec Hybrid mit 2,2 Liter CDI und 20PS E-Motor handeln.


    Klar, das kann ich auch. Man nehme einen prima A-Klasse-Motor (2,2CDI) und baut ihn vier Klassen höher in eine S-Klasse ein, die normalerweise im Stadtzyklus als S-400er oder S-500 oder S-400CDI zwischen 13 und 25 Liter braucht.
    Damit die Hybridtechnik zieht, versetze ich die S-Klasse in den dicksten Stadtverkehr, wo sie nicht zuhause ist (sondern auf Langstrecken bei hohem Autobahntempo), und schaffe dann natürlich 5 Liter. Keine echte Kunst.

    Zitat

    Original geschrieben von Wigfun
    Die Frage ist auch die wieso werden denn keine Auto gebaut die weniger Sprit brauchen?


    Weil sie nicht genügend Leute kaufen. Die Gründe stehen in den Posts von mir oben.
    Die Industrie produziert genau das, was der Markt will. Der Markt will keine kleinen, leichten, langsamen Autos, die teilweise auch unsicherer sind als Dickschiffe.


    Zitat

    Original geschrieben von Wigfun
    Ich Radio kam ein interressanter Bereicht darüber das Mercedes seine S Klasse schon geschafft mit 5 Litern zu bauen. Mit Ausstattung :)
    Warum geht so etwas nicht in Serie?
    Mal sehen wie der erste Crashtest dieses Wagens aussieht


    Es gibt eine Grenze, wie wenig Sprit ein Auto verbrauchen kann. Und eine echte S-Klasse mit klassentypischer Motorisierung (>250PS) und Komfortmerkmalen wird nicht mit 5 Litern zu bauen sein.


    Wenn das doch angeblich gelungen sein soll, dann nur über Tricksereien des Fahrprofils, die später vom realen Kunden unter realen Bedingungen nicht zu erreichen sind. Dieser "Betrug" läuft schon seit vielen Jahren und praktisch jeder hat schonmal selber erfahren, dass die angegebenen Verbrauchswerte in der Praxis hinten und vorne nicht zu erreichen sind. Die Prüfprofile sind einfach zu synthetisch, die Laborbedingungen zu perfekt und Verbrauchs- und Emissionswerte werden exakt um das geforderte Prüfprofil herumkonstruiert und nicht um reale Fahrsituationen.


    Nochmal zu dem, was der Kunde wünscht: Der Kunde will o.g. A4, aber bitte mit einem Verbrauch von 3 Litern, und ohne weitere Einschränkungen. Aber dass dieser nicht angeboten wird, heisst nicht, dass die Automobilbranche diese Fahrzeuge in der Schublade hält, sondern weils schlichtweg nicht geht. Die Physik lässt sich nicht betrügen.


    Es gibt eigentlich nur diese Maßnahmen:


    1. Man "betrügt" durchs Prüfprofil. Beispiel: Ein Hybridauto wie den Prius im Stadtverkehr gegen einen Diesel antreten lassen. Der Hybrid wird natürlich gewinnen. Auf der Autobahn bei konstanter Fahrt gewinnt allerdings der Diesel.
    Noch ein Beispiel: Start-Stopp-Automatik bei BMW. Senkt bei manchen Leuten den Verbrauch, bei anderen aber wieder nicht. Je nachdem, ob man oft an der Ampel steht oder überhaupt nicht, weil man nur Autobahn fährt.


    2. Man baut die Autos klein, leicht und komfortarm, mit schwachem Motor mit extremen Downsizing


    3. Man eliminiert Verkehrshindernisse wie Staus, Umwege etc und ermöglicht gleichmäßiges, stauarmes Fahren. Verkehrsleitsysteme, Abstandsregelungen, geleitete Kolonnenfahrt


    4. Man schult die Fahrer auf spritsparendes Fahren, oder man baut diese Intelligenz in Zwangsautomatiken im Auto ein. Nachteil: kauft keiner, niemand will gegängelt werden.


    5. Man benutzt die Geldpumpe "Steuervorteil". Hier fallen die ganzen LPG, CNG, Pöl, RME und Konsorten rein. Das Problem wird durch Steuervorteile gelöst, nicht "in Hardware"



    Wie man sieht, existiert hierbei kein Punkt 6., in dem steht: "Ich warte einfach ab, bis es meinen 200PS A4 mit 3 Litern Verbrauch gibt". Will man jetzt und heute ein sparsames Auto fahren, wird es auf diese "Keksschachteln" hinauslaufen.


    Derweil klettern die Spritpreise immer höher, und in wenigen Jahren werden die Leute, die auf 6. warten, auch schlauer werden (ausser, sie sind reich).