Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Der Kessel ist 32 Jahre alt, der Brenner 22. Die Grenzwerte wurden mit etwas "Tuning" gerade so geschafft, aber nächstes Jahr muss das Teil raus laut meinem Schornsteinfeger. Und da Schornsteinfeger eine legale Mafia sind, kann ich mich auch nicht dagegen wehren.


    Und die Anlage hat nen schweren Gasfuß, die haut Öl raus, als gäbs genug davon. Vielleicht sollte ich mal den Barrelpreis mit Kreide an den guten Viessmann Duo-Parola mit bulligen 42kW dranschreiben, damit die das kapiert.


    Ja, an der Anlage war schon ein Fachbetrieb dran, der da was dran gemacht hat. Die Anlage ist einfach völlig überdimensioniert und dümpelt mit 10% Auslastung herum. Kein Wunder, dass die da soviel Öl verbläst (Sommers 6 Liter am Tag, derzeit bei 0° Aussentemperatur so 8,3 Liter)

    Da ihr ja schon fleissig schreibt, gibts auch die Beweggründe:


    1. Das Haus steht schon da und wird nicht neugebaut.
    2. Derzeit ist Heizöl drin, und deswegen ist der Aufwand klein, da wieder Heizöl reinzumachen.
    3. Gas bindet einen hier auf ewig, wenn man sich einmal den Anschluß legen lässt, muss man den nutzen.
    4. Heizöl kann man kaufen, wenns billig (haha) ist, Gas bezahlt man just-in-time
    5. Holzofen zum Zuheizen hab ich schon
    6. Pellets sind mal preislich interessant gewesen, inzwischen nicht mehr. Pellets sind ein Hersteller-Duo/Triopol, man zahlt also die Fertigung mit. Einzige Alternative wären Hackschnitzel
    7. Für Fancy-Stuff hab ich gerade kein Geld, sonst käme hier ein Mini-BHKW rein. Kostet allerdings schonmal 15 große Zettel (nur der Trecker in der Schachtel) und dazu ein Solarkollektor aufs Dach.
    8. Wärmepumpe ist quark, weil abhängig vom Strom, und Strom ist abhängig vom Ölpreis/Kohlepreis
    9. Photovoltaik ist nur eine umständliche Methode, Subventionen abzugreifen, ansonsten aber kokolores.
    10. Windkraft ist der selbe Furz wie Photovoltaik.


    Die Lösung mit der Heizölheizung ist für die nächsten paar Jahre gedacht, und nicht für 30 Jahre, die Zeiten sind vorbei. So eine Ölheizung kostet mit Einbau vielleicht 4000 Euro, und nicht 20000, wie der ganze schicke Kram. Nebenbei: Ich liebe den schicken Kram, als Ingenieur reizt mich der Spielkram natürlich auch, aber ist eben im Moment viel zu teuer und alles noch keine echte Großserientechnik sondern kleine Stückzahlen, wo der Werksmonteur noch neben der Anlage campiert, um alle paar Tage ein Kläppchen an der schicken neuen Pellet-Anlage zu rütteln oder einen Aktor auszutausch (gell, Firma Fröling, winke winke :) )


    In fünf bis zehn Jahren hat sich was sinnvolles und bezahlbares herauskristallisiert, wenn der Ölpreis bei 150-200$ steht. Da wird dann auch nichts mehr mit Wärmepumpe und Co gemacht, weil der Strom dann nicht mehr 19ct/kWh kostet, sondern 50.

    Danke erstmal für eure Antworten. Bitte den Threadtitel beachten ;)


    Es geht nicht um "welche alternative Heizquelle baue ich in ein fiktives Neubauhaus ein" sondern um "Welcher Hersteller ist der beste für Heizölheizungen mit 17kW". Von mir aus nennt mir auch die drei besten. Wenn das nicht geht, warnt mich vor den Herstellern, die Superscheissdreck bauen :)

    War auch nur ein Beispiel für eine x-beliebige Berufsgruppe. Es gibt für jeden Job auf der Welt immer jemanden, der es billiger macht. Das ist Indien für die IT, die Ukraine für Engineering, China für die Fertigung, Bangladesh für xyz...


    Und an dem Tag, wo das Management und die Geschäftsleitung auch out-ge-sourced werden, mach ich eine Pulle Sekt auf und lach mir ein drittes Ei. Aber den Tag werde ich nicht mehr erleben.

    Das System von Angebot und Nachfrage funktioniert auch nur, wenn es nicht von aussen verzerrt wird, wie seit einigen Jahren durch die Beschäftigung von Billigst-Arbeitskräften aus dem Ausland. Werden Müllmänner knapp, werden diese nicht etwa besser bezahlt, sondern die Wirtschaft schreit "Fachkräftemangel!" und hunderttausende fleissige Hände aus allen Herren Ländern strömen zu uns und arbeiten für 1,50 die Stunde. Peng, das wars mit Angebot/Nachfrage. Das Angebot an Billigstarbeitern weltweit ist praktisch unendlich, daran krankt es m.E.

    Habe die Sendung gestern auch gesehen und fand sie sehr gut.
    Für mich stellt sich inzwischen die Sache folgendermaßen dar:


    1. Was die Bahn befürchtet, ist, dass wenn die GDL einen eigenen Tarifvertrag mit mehr Geld als der Transnet-Abschluß bekommt, bricht der Damm und Transnet streikt aufs neue los, da sie offensichtlich nicht mit den 4,5% zufrieden sind (konnte man bei Herrn Hansen klar raushören, dass die 4,5% nur so halb "geschluckt" wurden, aber sie selber nicht glücklich sind damit).


    2. Herr Hansen ist definitiv der Schoßköter von Mehdorn, der einen schlechten Kompromiss hinnehmen musste und selber damit nicht glücklich ist.


    3. Der ganze Streik-Akt war inzwischen so teuer, dass mit dem entstandenen Schaden jedem Lokführer bis zur Rente hin die Nase vergoldet werden könnte. Aber darum geht es nicht, siehe Punkt 1.


    4. Die GDL ist klein, kann aber als sehr mächtiger Hebel eingesetzt werden, um die restlichen 250.000 Mitarbeiter der Bahn aufzuwiegeln. Das ist der eigentliche Punkt, der die ganze Sache behindert. Die paar Lokführer mit mehr Geld zu versorgen, selbst 15%, sind totale Peanuts für die Bahn. Aber wehe, es kommt zum Dammbruch und ALLE Angestellten der Bahn wollen deutlich mehr.

    Ich hab sieben Jahre meinen Ersatzdienst beim Katastrophenschutz beim Deutschen Roten Kreuz abgeleistet und habe da einen recht guten Einblick in die Denkweise beim Thema Kommunikation und Technik erhalten. Andere, die vielleicht bei der Bundeswehr oder der Feuerwehr sind/waren, werden sicher bestätigen können, dass die Paranoia und das Mißtrauen gegenüber Technik, die nach dem ersten Weltkrieg entwickelt wurde, sehr groß ist. Eine Technik ist erst dann zuverlässig, wenn sie einen Atomschlag überlebt und danach von einem einarmigen Schimpansen mit Hand in Gips repariert werden kann.


    Was einmal gekauft und installiert und geschult wurde, wird nicht weggeworfen und auf ewig eingesetzt. Da spielt etwas wie Fortschritt und Trend und kontinuierliche Verbesserung überhaupt keine Rolle. Der Status Quo ist heilig.


    Von daher denke ich, dass uns die Sirenen noch lange erhalten bleiben werden.

    Schonmal daran gedacht, dass die Lokführer evtl nicht in der selben gewerkschaftlichen Lohngruppe sein wollen wie "der kleine Kartenknipser" oder "der Kellner"? Ein eigener Tarifvertrag ist deshalb notwendig, wenn es keine höheren Gehaltsgruppen mehr gibt. Und sowas wie AT-Verträge wird es in der Branche wohl nicht geben.