Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Das ist doch wirklich Haarspalterei. Wir reden hier über Serienautos, dann meine ich natürlich auch bezahlbare Serienmotoren in Serien-PKW. Was kostet so ein Motor? Vielleicht 5000 Euro als Ersatzteil. Was kostet so ein Formel-1-Motor? Eine Million? Sags mir. Und der Formel-Motor hat auch nicht zwei Liter, sondern 3,5Liter.
    Darf man mit so einem Motor (wenn man sich ihn kaufen könnte) in der Stadt herumfahren, oder wäre der vielleicht ein bisschen zu laut? Ach doch, ja, stimmt, der ist etwas laut. Bauen wir doch einen guten Auspuff dran!. Hups, da sind ja plötzlich 200PS weg, na sowas!

    Ah, mein Freund Mundi wieder. Wo mache ich denn Rückzieher? Wenn Äpfel (Motorräder und Formel 1) mit Hochhäusern (Fiesta und PKW allgemein) verglichen werden? Akzeptiere doch einfach mal, dass es auch andere Meinungen gibt, und kreide das den Leuten nicht immer persönlich an.

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    Original geschrieben von Hadraniel
    Nicht zwingend. Herkömmliche 4-Zylinder-Motorräder oder japanische KFZ-Drehorgeln (ich nenne da mal exemplarisch den Impreza) kommen auch ohne Weltraumtechnik aus ;)


    Leider lebt so ein Motorradmotor in der Regel auch nicht so lange wie ein KFZ-Motor. Irgendwann ist einfach Feierabend und das Pleuel bricht bei hohen Drehzahlen. Eigentlich sollten wir Motorräder hier aus der Diskussion herauslassen, das ist ein Thema für sich, genauso wie Formel 1.


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    Einfach gesagt ersetzt Motoraufladung Hubraum. Gewichtsersparnis, hubraumabhängige Besteuerung und höhere Wirkungsgrade treiben die Entwicklung zugunsten Aufladung. Dennoch wären hohe Drehmomente auch tecnisch einfacher mit großvolumigen Motoren zu erreichen (siehe Boss Hoss BHC-3 502, 769 Nm maximales Drehmoment ohne Turbo).


    Da widerspreche ich dir nicht. Ist genau mein Reden. Nur ist ja viel Hubraum "böse", wie alle seit der Ölkrise wissen. Das Thema downsizing ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, nur zahlt man immer noch den Turbozuschlag in Form der Vollastanfettung zur Klopfreduzierung, den man bei einem Großsauger nicht hätte. Ich könnte gut auf Aufladung verzichten, wenn es denn große Motoren in mittleren Autos gäbe. Leider gibts in der Kompakt- und Mittelklasse selten mehr als 3 Liter, und das langt einfach nicht, wenn man nur bis 3000 1/min drehen möchte (aus Komfort-, Geräusch- und Postpubertären Gründen)


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    Mit meinem Motorrad (CBR600) mache ich das regelmässig, da fällt das noch unter Standgas (Leerlauf 1500-2000U/min).


    Wie schon geschrieben, Mopped ist was anderes. Die müssen glaub ich auch nicht die selben Abgasnormen erfüllen wie PKW, da sind ein paar Tricks zusätzlich erlaubt


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    Mal ernsthaft, genau darauf wollte ich hinaus: bei der beliebten Diskussion Leistung undDrehmoment darf man nie die Drehzahl vergessen.


    Richtig. Es muss von Beginn des Drehzahlbandes gut losgehen, und auch bei Bedarf noch genug Druck bis zum roten Bereich vorhanden sein.


    Ich fahre (wenn auch selten) selber Motorrad, und kenne das tolle Gefühl, wenn der Hobel unendlich lang (bis 13000 1/min) Schub macht. Sowas habe ich bei Autos noch nicht erlebt. Gut, der größte Motor, den ich gefahren bin, hatte 5,7 Liter.


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    Dem verdanken wir, daß es auch heute noch Verkehrstote gibt, obwohl die Sicherheit der Fahrzeuge ganz enorme Fortschritte gemacht hat. Ist mir völlig schleierhaft, warum Kleinwagen heute motorisiert sein müssen wie Oberklasse-Limousinen vor 15 Jahren. Aber so eine Diskussion wäre hier wohl extrem OT.


    Der Kleinwagen von heute ist der Mittelklasse-Wagen von gestern. Gewichts-, Komfort und Geschwindigkeitsmäßig.


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    Du magst den Zusammenhang kennen, 9 von 10 Leuten kennen ihn aber nicht und plappern bei solchen Diskussionen nach was die Werbung ihnen erzählt. Das finde ich schade, und deswegen rege ich auch immer wieder Leute an, sich mit den wirklichen Zusammenhängen vertraut zu machen.


    Speziell das Thema "Auto" ist anfällig, weil da sowieso jeder Ahnung von hat. Ich erspare mir inzwischen die Diskussionen im Familien- und Bekanntenkreis, wenns mal wieder um das Thema Verbrauch und technischen Fortschritt in dieser Richtung geht. Was da an 10%-Wissen existiert, ist nicht auszuhalten.

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    Original geschrieben von Hadraniel


    Da frage ich mich spontan, warum die aktuellen F1-Motoren mit 3,5l Hubraum, ohne Turbo und mit lausigen 350Nm maximalem Drehmoment so sportlich sind. Lösung: kurzer Ventilhub, hohe Drehzahl (vor 10 Jahren 12-14k max, heute schon 18-19k).


    Natürlich war mit der Aussage über den 2-Liter-Motor die bezahlbare Klasse gemeintt, und nicht die Formel eins. Die Formel-1-Motoren haben im PKW-typischen Drehzahlbereich auch nicht mehr Leistung als ein vergleichbarer 3,5-Liter im PKW hätte. Erst ab den Drehzahlen, wo der PKW-Motor mangels auftretenden Bauteilbelastungen schlapp macht, und der Gaswechsel nicht mehr funktioniert, trumpft der Formel-Motor auf. Genauso wie beim Motorrad auch. Leichteste bewegte Bauteile aus exotischem Weltraumwerkstoff machens möglich. Ebenso wie allerkürzeste Ansaugwege und mundgeschweisste Auspuffanlagen mit allerniedrigstem Gegendruck.


    Ich stimme dir zu, dass beim Anfahren schon eine hohe Motorleistung notwendig ist, damit es sich so anfühlt, als wäre man gut motorisiert unterwegs. Und nur das bietet einem die Aufladung. Nämlich hohes Drehmoment in dem Drehzahlbereich, der naturgemäß unter schlechter Füllung beim Saugmotor leidet. So hat man knapp über Leerlaufdrehzahl schon eine Motorleistung, für die andere erst 4000 1/min drehen müssen. Und seien wir mal ehrlich: Wer fährt denn mit 4000 1/min an der Ampel an?


    Damit es nach dem Drehmomentberg rasant weitergeht, muss natürlich auch irgendwo das Derhmoment konstant bleiben, wenn die Drehzahl ansteigt. Sonst hat man den TDI-Effekt, wo ab 3000 1/min nichts mehr kommt. Hier kommt die Stufenaufladung ins Spiel. Zwei hintereinander geschaltete Turbolader teilen sich die Arbeit und übernehmen verschiedene Arbeitspunkte. Bei geschickter Abstimmung hat man eine Motorkennlinie wie bei einem Elektromotor. Power in allen Lebenslagen.


    PS: Ich kenne den Zusammenhang zwischen Drehmoment, Drehzahl und Leistung. Und wenn mir ein Motor lahm und träge vorkommt, dann sag ich das auch offen heraus, auch wenn ich dann von einigen verblendeten Marken-Fanboys mit Papierdaten gesteinigt werde, weil ich an ihrem Reihen-Sechszylinder-Denkmal gekratzt habe.

    Jau, wenn ich mich noch richtig erinnere (meine Sturm- und Drangzeit mit dem Mantzel-Katalog sind etwas her), beginnen die richtig scharfen Wellen bei 290° oder 300°. Die sind dann aber schon fast unfahrbar im Strassenverkehr.


    Letzendlich kann man sich dieses ganze Gehampel auch sparen, wenn man Aufladung hat. Da werden auf einen Schlag die Themen Ventilüberschneidung und -querschnitt, Ansaug- und Abgasanlage, polierte Krümmer, Hosenrohre, Powerrohre und Schaltsaugrohre obsolet. Einfach ein zehntel-Bar mehr Ladedruck, und schon kann man sich den ganzen komplizierten Blödsinn sparen, der im Endeffekt keinen spürbaren Unterschied ausmacht, sondern nur auf der Rolle messbar ist.

    Jau, das ist richtig. Durch die scharfe Nockenwelle bekommst du eine Ventilüberschneidung, die bei hohen Drehzahlen dafür sorgt, dass das einströmende Frischgas das Abgas aus dem Zylinder rausdrückt. Dadurch bekommst Du eine bessere Füllung mit Frischgas, da weniger Abgas im Zylinder verbleibt. Bessere Füllung = mehr Drehmoment. Bei niedrigen Drehzahlen führt die Ventilüberschneidung zu dem erwähnten bescheidenen Leerlaufverhalten. Man erkennt diese Autos mit den extrem scharfen Nockenwellen an den 1500 1/min Standgas an der Ampel ;) Bei den typischen 800 1/min würden die gar nicht mehr durchlaufen.

    Ich zweifel auch an der Nockenwellenverstellung. Mehr als die klassischen scharfen Nockenwellen bringt das auch nicht, ausser, dass man nicht den typischen besch*ssenen Leerlauf hat damit.
    Man gewinnt vielleicht 15-20PS in den obersten "Tonlagen", aber das ist für mich kein erwachsenes Autofahren mehr. Ein sportliches Auto muss für mich aus jeder Drehzahllage gut beschleunigen, und nicht erst, wenn die VTEC-Lampe aufleuchtet und ähnliche Tricks gezogen werden.


    Meine Empfehlung bleibt bestehen: Sportlich-erwachsenes Auto mit Spass in allen Drehzahllagen: Turbo oder Kompressor oder richtig viel Hubraum mit der Faustformel:
    Hubraum (in Litern) = Wagengewicht (in Tonnen) * 2,5
    bei Turbo oder Kompressor:
    Hubraum (in Litern) = Wagengewicht (in Tonnen) * 1,5


    Erst hiermit ist souveränes Fahren möglich, ohne Drehorgelei auf pubertären Niveau.

    Zitat

    Original geschrieben von mmg
    Fand den für 150 PS n bißchen schlapp auf den Beinen , wenn man PS zu Gewicht so betrachtet.


    Richtig, eigentlich müsste man Drehmoment zu Gewicht betrachten, dann sieht man ganz schnell, warum der nicht aus dem Quark kommt. Ein 2-Liter-Saugmotor wird niemals sportlich sein, und der Fiesta ist auch kein 700kg-Auto mehr wie früher.
    2 Liter werden sich immer fahren wie 115PS, nur wenn man bis zum Begrenzer ausdreht, bekommt man die paar Mehr-PS geboten. Das nenne ich die 16V-Lüge, der immer mehr Kunden auf den Leim gehen. Viele PS stehen im Fahrzeugschein, doch schnell ist keiner der saugenden Langweiler unter der Haube.


    Wenns ein sportliches Auto sein soll, muss es ein Turbo oder Kompressor sein, IMHO. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ach doch, gibts schon, nennt sich Clio V6. Der hat genug Hubraum für die Gewichtsklasse, der käme ohne Turbo aus. Aber 2 Liter Saugmotor ist niemals schnell bei einem Auto über einer Tonne Gewicht.


    Ich finde den Tipp von AdministratorDR mit dem Leon genau richtig. Hier bekommt man ein wirklich schnelles Auto, was sich auch nach 200PS anfühlt und nicht nach 115.


    Zur Verarbeitung: Ich kenne den Fusion, der ist ja ein Zwillingsmodell des Fiestas. Der war innendrin schon wirklich sehr auf Budget getrimmt. Überall hartes, verkratzempflindliches graues Discountplastik, brrrr. Das kann Ford in den größeren Modellen wirklich besser.
    Gute Fahrwerke ist, was Ford schon immer konnte. Dort war ich eigentlich immer positiv überrascht, wie gut sowas in einem Brot-und-Butter-Auto gelingen kann.

    Nochmal was anderes: Ziehst Du beruflich um? Dann frag doch mal bei deiner Firma nach, oftmals haben die einen Schweinevertrag mit Autovermietern, oder haben sogar einen Haus- und Hofspediteur, der die Sachen für Angestellte durch die Gegend karrt.


    Manchmal bezahlt sogar der neue Arbeitgeber für den Umzug, wenn man nett fragt. Da hat die Personalabteilung dann ein gewisses Budget, was man dem neuen Mitarbeiter auszahlen kann für Umzüge.