Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Also dann rechne ich mal kurz:


    Annahme: um 180km/h im Schnitt zu fahren, braucht man im Schnitt 90PS, das sind 66kW.


    Man braucht für 820km mit einem Schnitt von 180km/h 4,55 Stunden.


    Man hat also auf der Strecke 66kW x 4,55h = 300kWh an Energie verbraucht.


    Du hast 55 Liter getankt. Ein Liter Diesel hat 9,7kWh Energieinhalt. Du hast also 55 Liter x 9,7kWh/Liter = 533,5 kWh in den Tank gefüllt.


    Dein Golf hat also für 300kWh abgegebene Energie nur 533,5kWh Energie aufgenommen. Das entspricht einem Wirkungsgrad von 56%.


    Man weiss, das große 2-Takt-Schiffsdiesel im optimalen Betriebspunkt ca 50% Wirkungsgrad haben. Der angesprochene 2,0TDI hat bei angenommenen 3000 1/min und 66kW einen Wirkungsgrad von ca. 40%.


    Das heisst aber, dass der Motor auf der Strecke von 820km in Wirklichkeit 77 Liter verbraucht hätte, wenn der Schnitt von 180 gestimmt hätte. Das Entspricht einem Verbrauch von 9,4 Litern.

    Die 14 Liter in dem Primera können hinkommen bei 180, allerdings die 7 nicht im Touran bei diesem Tempo. Meiner braucht bei Tempo 200 ca 15 Liter Diesel, ein Golf 5 2.0 TDI braucht so ca. 16 Liter. Natürlich ist das der Momentanverbrauch, aber wenn man viele Momente aneinanderreiht, kommt man auch auf den Verbrauch. Glaub mir, du fährst keine 200 dauerhaft mit nur sieben Litern. Du hast zwischendurch ausrollen lassen bei Nullverbrauch etc. Schau auf deinen Bordcomputer, und du wirst sehen, dass du nur einen Schnitt von ca 135 geschafft hast, und nicht 200. Und für den Schnitt von 135 hast du dann deine 7 Liter gebraucht. Wenns notwendig ist, rechne ich das auch mal klein-klein und theoretisch vor, warum das nicht geht.

    Ja, guter Hinweis für die, die die Folge nicht gesehen haben.


    Als so OT würde ich das Thema nicht bezeichnen, schliesslich giesst dieser Beitrag wieder Öl auf das Feuer derjenigen, die nun schreien: "Seht her, wir brauchen keine neuen Gesetze oder Autos, weil ein A8 4,2TDI braucht nur 5,8 Liter". Und wer die nicht schafft, ist ein Heizer und zu doof zum Spritsparen.


    Nein, was wir wirklich brauchen, sind Autos, die unter allen realen Bedingungen wenig brauchen.


    Ein Beispiel: Als Student bin ich einen Arosa 1,7SDI gefahren. Mit dem bin ich fast nur Langstrecke gefahren, selten schneller als 140km/h. Mit dem hab ich übers Jahr so ca. 5,2 Liter auf 100km gebraucht.
    Und nun kommt der Gag: Selbst beim wahnsinnigsten Geheize im Stadtverkehr und Bleifuß auf der Bahn gingen nicht mehr als 6 Liter durch. Warum ist das so?
    Das Auto ist klein, leicht und hat wenig Leistung (60 PS). Es ist wahrhaftig keine Rakete, aber ich bin mir sicher, dass niemand mehr als 6 Liter mit dem Auto schafft.


    Nun die andere Seite: Ich habe einen A8 4,2 TDI und schaffe damit vielleicht 5,8 Liter unter klinischen Reinraumbedingungen. Jetzt setzt sich jemand anderes rein fährt 130 auf der Bahn, weil er kein Hindernis sein will. Schon braucht der Wagen 9 Liter. Nun kommt der Heizer und tritt den A8 wie ein Weltmeister, schon sinds 18 Liter.


    Was wir brauchen, ist einfach eine Begrenzung nach oben hin, damit die 130mg/km auch flottenübergreifend zu schaffen sind. Jeder muss die 3, 4 oder 5 Liter schaffen können, ohne zu fahren wie ein Rentner. Und das geht nur mit Kamikazekugeln (obwohl der Arosa eigentlich keine Kamikazekugel war). Die Wagen müssen klein, leicht und schwach motorisiert sein.

    Den Beitrag hab ich auch gesehen, das war wirklich extrem erbärmlich und gefährlich, mit komplett beschlagenen Scheiben und Tempo 85 die Bahn zu blockieren, nur um einen theoretischen Messwert zu erzeugen. Aber genauso sowas sehe ich auch bei manchen auf der Autobahn, besonders Kleinwagenfahrer, die mit 70 oder 75 unterwegs sind, nur damit sie ihre 4,8 Liter in ihrem Seicento oder Polo zu schaffen. Dass sie dabei andere Verkehrsteilnehmer mitgefährden, weil diese halsbrecherische Stunts fahren müssen, um an einer Auffahrt an diesen Leuten vorbeizukommen, bedenken sie nicht.


    Oder auch Leute, die 60 auf der Landstrasse fahren. Die schaffen natürlich ihre 4,5 Liter im Golf TDI und geilen sich dran auf, stellen es bei Spritmonitor rein und verhöhnen andere Fahrer, die 6 oder 7 Liter brauchen, damit, dass sie "eben nicht fahren können", oder "nicht wissen, wie man spritsparend fährt".


    Die ganzen Spritspartricks sind alle nett und schön, bringen auch ein paar Prozent, aber im wesentlichen bringt das Schleichen die Hauptersparnis. Man kommt nicht von realen 6,5 Litern im Golf TDI auf 4,5 Liter nur durch untertouriges Fahren oder Ausrollenlassen oder vorausschauende Fahrweise. Die 2 Liter Ersparnis kommen durch brutales Schleichen ohne Klima, ohne Licht, ohne Radio auf Langstrecken, die topfeben sind.


    Vielleicht findet man irgendwann mal den Beitrag über den A8 und den Trip nach Barcelona bei Youtube und Konsorten, weil die Nummer war echt verboten und gehört angezeigt, was die beiden Moderatoren da gemacht haben.

    Danke für Eure Hilfe, es scheint also tatsächlich zu funktionieren, wie es auch Online bei der Bahn beschrieben ist. Da in Bayern doch recht oft kontrolliert wird, würde es mich nerven, jedem Schaffner und Kontrollator (ja, der von "Amboss") erst mal zu erklären, was es mit der schwarzen Karte auf sich hat und dass ich tatsächlich fahren darf.

    Ich möchte mich mal hier dranhängen:
    Demnächst stehe ich vor der Entscheidung, zwischen dem Allgäu und München hin und herzupendeln. Dabei hab ich grob gesagt zwei Alternativen: Eine Zeitkarte der DB plus ein IsarCard Abo beim MVG, oder die Bahncard 100. Beides liegt kostenmäßig auf der gleichen Straßenseite.


    Meine Frage nun an die Bahnexperten: Wenn ich nun innerhalb eines Stadtgebietes des "City-Ticket-Bereiches" mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, geht das glatt, wenn ich dann dem U-Bahn oder Buskontrollator die BC100 vor die Nase halte? Beispielsweise in Augsburg oder München innerhalb des Tarifgebietes? Ich stell mir das so vor, dass man quasi nie mehr nachweisen muss, dass man tatsächlich mit der Bahn nach München gereist ist, und dann den MVG mitbenutzen möchte. Für München beispielsweise ist der Innenraum mit im City-Ticket drin, kann ich also in München HBF aus der Bahn aussteigen und dann mit der U-Bahn weiterfahren innerhalb des Innenbereiches?

    Das ist sicherlich richtig, aber ohne dass ich bei Bosch arbeite, kann ich dir versichern, dass es besser ist, eine grüne Bosch aus China zu kaufen, als ein Gerät, was vollständig in China konstruiert und gefertigt wurde. Es werden nämlich noch nach wie vor Komponenten aus Deutschland oder generell Europa nach China gekarrt, weil bestimmte Qualität eben das gleiche kostet, ob in China oder in Deutschland hergestellt. Ausserdem leben manche Leute noch von der Entwicklung der Geräte *winke winke*


    Ich gebe dem China-Hype, der derzeit jedes deutsche Unternehmen befällt, noch maximal 10 Jahre, dann hat sich das erledigt. Derzeit wird in einigen Unternehmen schon von China zurück nach Ungarn oder der Tschechischen Republik zurückverlagert, weil China zu teuer geworden ist. Das Problem wird sich IMHO selber erledigen, wenn der chinesische Arbeiter erstmal die Löhne auf rumänischem Niveau verlangt und es kein sauberes Trinkwasser oder keinen gesunden Fisch mehr dort gibt.

    offline:
    Ja, Energie ist viel zu billig, Transport auch, und Umweltschäden werden einfach mitgekauft. Und das schlimmste ist, dass es meist die Leute sind, die es sich erlauben könnten, anständige Waren aus Deutschland zu kaufen, nach aktuellen Umweltrichtlinien gefertigt und zu angemessenen Löhnen hergestellt. Aber nein, es muss der Winkelschleifer von Norma sein für 7,99 Euro, der schon im Neuzustand aus dem Koffer heraus stinkt wie damals Bhopal und Seweso in einem, nach wenigen Betriebsminuten seinen Geist aufgibt und drei Kilo Sondermüll hinterlässt.
    Wenn die Entsorgung von solchem Schrott den Kunden mal richtig Geld kostet, wird er es sich überlegen, ob man nicht langlebigere und umwelttechnisch sauberer hergestellt Güter kaufen sollte, die nicht um die halbe Welt gekarrt wurden.

    Da steht: "ich wette". Das heisst, da gibt es keine Belege für. Ich muss mich da auf mein naturwissenschaftlich geschultes Gespür verlassen, was die Herstellung von aufwendigen, und "dreckigen" Komponenten wie Akkus und Halbleiter angeht. Dazu kommt noch die Herstellung von Leichtmetallen, das sollte allgemein bekannt sein, wieviel Strom dafür gebraucht wird. Bei der Halbleiterherstellung werden auch kubikmeterweise Wasser für alle möglich Spül- und Waschvorgänge verbraucht. Das muss man sich mal anschauen, was da für ein Aufwand getrieben wird. Oftmals sind noch seltene Metalle und Erden in den Komponenten verbaut, wovon man nur wenige Gramm in einer Tonne Gestein findet, die dann irgendwo in Peru oder Argentinien aus dem Berg gehackt wird.


    Und die Energiemenge in 6000 Litern Sprit ist nichts, schau dich mal in einem Industriebetrieb um, und lass dir mal Stromaufnahme und Wasserverbrauch von manchen Fertigungsanlagen sagen, da wird einem schwindelig. Das ist alles noch kein großes Thema, da noch keine vollständige Umlage der Umweltschäden auf Wasser und Strom gemacht wird. Man kauft einfach einen Kubikmeter Wasser für 3 Euro oder eine Kilowattstunde Strom für 20 cent, und damit ist das "Problem" gelöst. Aber so einfach ist es nicht. Wenn erstmal jeder Produktionsschritt wirklich so teuer ist, wie er an Umweltschäden erzeugt, dann wird sich das Konsumverhalten ändern.


    Wie kommt es eigentlich, dass ich für einen Liter Milch aus Norddeutschland praktisch das gleiche bezahle, wie für Milch aus dem Nachbardorf? Eben, weil Sprit noch viel zu billig ist und lieber die Milch 1000km weit gekarrt wird, weils eben nur Sprit und Reifen und einen Fahrer benötigt, damit der Milchlaster den Weg nach Süddeutschland auf sich nimmt.