Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Nimm den Turbo. Wenn dir der 1,8er jetzt schon zu schlaff vorkommt, wirst du ihn in sechs Monaten hassen und dir ein anderes Auto wünschen.


    Xenon bringt bei den meisten Autos nichts ausser einem prolligen "ich blend mir die linke Spur frei, weil dem anderen vor mir die Augen verblitzen" Nur bei ganz wenigen (teureren) Autos bringt Xenon echt ein Plus an Sicht. Ich würde das Geld in den Motor stecken (und gleichzeitig besseres Fahrwerk und Bremsen, das kommt automatisch daher bei besseren Motorisierungen) statt in diese mobilen MIG/MAG-Schweißgeräte, die dem Fahrer kompensieren sollen, dass es nur für die Basismotorisierung gereicht hat er sich aber trotzdem Überholprestige erkaufen will :D

    Genau mein reden. Den 1.8T kenne ich auch noch aus dem ersten A3, war ein toller Motor und konnte den mit ca. 10-11 Litern bewegen. Bei vorsichtigem Fahrstil auch mal was mit 9.


    Für mich kommt auch nichts anderes mehr ausser einem aufgeladenen Motor in die Garage, einmal, weil sich europäische und auch immer mehr amerikanische Firmen davon verabschieden, hubraumstarke Motoren in kompakten Autos anzubieten (ausser vielleicht in extremst überteuerten Eisdielenschockern wie dem A3 3.2 oder Golf R32), und zweitens, weil sich die "16V-Lüge" der neunziger Jahre mit den immer höheren PS-Zahlen bei immer kleinerem Hubraum bei den immer schwerer werdenden Autos selber enttarnt. Früher mochte ein Golf2-16V noch ein fixes Auto sein, heute reichen die schmalen Drehmomente der 1,8-2,0 Liter-Klasse nicht mehr für 1,6 Tonnen eines untere-Mittelklasse-Fahrzeugs.


    Die Aufladung durch Turbo oder Kompressor schafft den ersehnten Schub von unten, den eigentlich bei Saugmotoren nur die Amis kennen (ab 4 Liter Hubraum).


    Nochwas zum Kompressor: Sicher das Ansprechverhalten schlechthin, doch verbessert er leider nicht den Wirkungsgrad wie ein Turbolader. Man zahlt also immer mehr Sprit als beim Sauger. Der Kompressor will eben per Riemen angetrieben werden und zieht seine Antriebsenergie nicht aus dem überflüssigen Abgas.


    Zurück zum Thema und zum Threadersteller: Das Wochenende ist nun um, wie war deine Probefahrt? Erzähl uns mal was. Der GTC ist wirklich schick und ich könnte mich mit dem Opel-Interieur wirklich anfreunden. Willst Du wirklich nicht mal eine Probefahrt mit dem Turbo machen? Vielleicht sogar mal übers Wochenende, da kannst du mal deinen persönlichen Verbrauch ermitteln. Wie schon Avalanche schrieb: Bei ordentlicher Fahrweise wirst du nicht automatisch für 200PS bezahlen, sondern vielleicht nur einen halben bis einen Liter mehr als beim 140PS. Dafür hast du die Reserve, falls Du wirklich mal noch im sechsten Gang einen Berg hochfahren willst.

    Hab ich irgendwo von Diesel gesprochen? Ich vergleiche Äpfel mit Äpfeln, nämlich einen 1.6 Liter Saugbenziner mit einem 1.8 Liter Saugbenziner und weise darauf hin, dass der 1,8er nicht soviel besser fährt, wie die deutlich gesteigerte PS-Zahl es erscheinen lässt. Wie ihr jetzt auf "Diesel" kommt, nur wo ich das Reizwort "Drehmoment" erwähnt habe, weiss ich nicht :D Klar hat ein Saugbenziner auch Drehmoment, aber erst ab drei Litern Hubraum. Wenn man den nicht bezahlen (will), nimmt man eben den 2.0 Turbo und hat auch Drehmoment bei weniger Spritverbrauch.


    Meine klare Empfehlung bei der Marke Opel ist der 2,0 Turbo. Opel baut sehr gute Benziner, das wäre mein klarer Favorit.

    Vito: Mit Lieferant meine ich nicht die Kaffeeautomaten-Auffüll-Frau oder den Maler-Anstreicher, sondern alle, die uns etwas verkaufen oder beraten oder sonstwas tun. Die parken ihre Autos mindestens 300m weiter weg, da gibts keine Autos zum anschauen. Und wir gehen auch nicht alle mal in der Pause raus, um den Wagen vom CAD-Fritzen oder der Berechnungsbude anzusehen, um zu beurteilen, ob der auch was taugt.


    Wie es natürlich in den Branchen aussieht, die hauptsächlich Gelaber und Schein "verkaufen", wie Unternehmensberater etc, kann ich nichts zu sagen. Bei uns arbeiten zu 90% Ingenieure und wir lassen uns nicht durch Blendwerk täuschen (jedenfalls nicht durch simples Blendwerk ;) Marketing und Vertrieb mag auch anders sein, da gehört ein schicker Wagen eher zum Säbelrasseln.

    Ja, auf jedenfall testen. Der persönliche Geschmack und die Empfindung sind bei jedem anders. Prospektdaten sind manchmal das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt stehen.


    Und nochmal ja, die stärkeren Versionen werden effektiv mehr verbrauchen, aber auch praktisch nur, weil man sich selber nicht zügeln kann und die Leistung ausschöpft. Aber das ist dann der prima Gegenbeweis für die Leute, die immer nur Basismotorisierung kaufen, weil sie angeblich nicht mehr Leistung brauchen und ja "eh nie rasen". Sobald der Motor es aber dann mal hergibt, wird die Leistung und Elastizität dankbar ausgeschöpft und man kann entspannt und drehzahlarm fahren. Dass der Wagen dann auch mehr verbraucht, ist dann aber nicht die Schuld des Motors, sondern des rechten Fußes des Fahrers ;)

    Bei grösseren Firmen parken die Kunden/Lieferanten sowieso auf einem reservierten Bereich des Großparkplatzes, da bekommt man den Wagen eh nicht zu sehen bzw. kann ihn nicht auseinanderhalten, da dort schon drei Dutzend andere Fahrzeuge mit typischen Sixt/Europcar/Hertz-Kennzeichen stehen.


    Wenn man allerdings typische Wohnzimmerfirmen mit Faxgerät auf der Eiche-Brutal-Sitzecke als Kunden hat, wo die Ehefrau noch persönlich Kaffee kocht, kommt es natürlich auf den Fahrzeugtyp an, mit dem man vorfährt (sieht schliesslich auch die gesamte Nachbarschaft zu, wenn dann die teuere Limousine einparkt).


    Ich arbeite in einem relativ großen Unternehmen und kann versichern, dass noch niemand irgendwas über ein Lieferantenauto gesagt hat, egal wie alt/neu oder teuer/bilig es war. Es zählt ausschliesslich, was dieser Lieferant leistet. Wichtig sind auch die Umgangsformen und angemessener Kleidungsstil. Aber um es nochmal zu betonen: Qualifikation, Leistung und Zuverlässigkeit machen 99% im Job aus. Und das restliche Prozent teilen sich dann das Auto, die Krawatte oder die Armbanduhr oder der PDA.


    Meine persönliche Einschätzung ist, dass der Threadersteller sich zuviele Gedanken über die äussere Erscheinung macht.

    Zitat

    Original geschrieben von Jauk
    Die 140PS-Variante genügt mir vollkommen.


    Bist Du sie denn jetzt mal gefahren? Oder vermutest Du nur, dass sie Dir genügt, weil 140PS ja gut genug gehen müssen?


    Ach und nochwas: Ein Turbomotor, der im Teilllastbereich gefahren wird, verbraucht weniger Sprit als ein Saugmotor mit gleicher Leistung. Nur mal so als Info.

    Jauk: Wenn Dir der 1,6er zu lahm war, dann wird Dir der 1,8er auch nicht viel bringen. Lass dich nicht von den Mehr-PS blenden, es zählt nur das Drehmoment. Und das gibts nur durch Hubraum oder Aufladung (der 1,8er ist ein Saugmotor).


    Obwohl der 1,8er 33% mehr Leistung hat, hat er nur 12,5% mehr Hubraum. Und genau so wird er sich im Vergleich anfühlen. 12,5% spritziger. Ob Dir das reicht, musst du selber entscheiden.


    Disclaimer für die Klugscheisser: Ja, ich weiss, es ist eine Näherung und nicht 100% real und richtig, und gilt nur für Drehzahlen unter 5000 1/min, gibt aber eindeutig den Trend und gefühlte Fahrleistung wieder. Und weiterhin: Ja, wenn ich wollte, könnte ich es auch vernünftig ausrechnen, aber das würde hier niemanden interessieren.

    Also ABS und ESP nachrüsten wird IMHO unbezahlbar teuer, Klimaanlage nachrüsten bei vielen Modellen ebenfalls.


    Die Idee mit dem Rallye-Auto hat schon ihren Reiz, sowas würde mir auch Spaß machen. Hier gilt mein alter Grundsatz: Wenig Gewicht sticht viel PS.
    Wenn ich mal viel Zeit habe (wird sich wohl nie ergeben ;) ) werde ich aus einem Motor samt Antriebsstrang ein Rennauto oder -buggy konstruieren. Mir schwebt da sowas vor wie das die Edelmanufakturen wie Cobra etc machen, also nen Ford V8 mit Heckantrieb nehmen und Fahrwerk dranbauen und Aluminiumkarosserie. Sowas liesse sich sicher auch preisgünstiger auf Basis eines Kleinwagens machen. Hinterher sollten dann so so 500kg übrigbleiben, die werden dann mit den 55PS höllisch gehen ;) Evtl vernünftige Vergaser drauf, Hosenrohr und schärfere Nockenwelle, dann hast Du das Basistuning beisammen. Sollte dann für so 80PS gut sein. Erfordert aber auch wieder Zeit, ne eigene Werkstatt und gute Kenntnisse mit dem Schweißgerät (die mir noch fehlen).

    zufaul: Die Basis des 1,3ers ist schon ziemlich mickrig, wenn du den als Basis zum Tunen nehmen willst. Und bei Tuning mein ich ausschliesslich Leistungssteigerung und kein Kirmesproll-Spoilerwerk. Motortuning, sauber und fachgerecht ausgeführt kann ein schönes Hobby sein, wobei man eine Menge lernt.


    Wenn Du eine KFZ-Mechaniker-Grundausbildung hast, und weisst, wie man einen Motor zerlegt und mechanische Feinbearbeitung an gewissen Teilen durchführt, kannst Du durch klassisches Motortuning bestimmt die Leistung verdoppeln (also 110PS, bei gestiegener Grenzdrehzahl von ca 8000-9000 1/min).


    Durch Aufladung (Kompressor/Turbo) kannst Du die Leistung bei nahezu unverändertem Motor und durch weites Öffnen des Portemonnaies ins grenzenlose steigern. Mit einem entsprechend aufgeladenen und bearbeiteten 1,3er frisst du jeden Serien-VR6, zwar nicht in der Haltbarkeit, aber wer will schon mit so einem Prototypen-Fahrzeug bis zum schwarzen Meer in Urlaub fahren.


    Nur ist das Thema Aufladung immer kostenintensiv und rechnet sich nur für wirkliche Freaks, die ein kleines, leichtes Auto zu einem vierrädrigen Motorrad umbauen wollen.