Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Erstaunlich ist das nicht, Toyota kann auch nicht zaubern, es beweist nur, dass Happyday eben sehr sehr sanft mit dem Gaspedal war, den Wagen nur Langstrecke, geradeaus und auf ebener Fahrbahn, die zudem noch gut gefegt war, bewegt hat. Und erwähnte ich schon, dass er sich dabei auch eine Naht zusammengeschlichen hat? ;) Er mag mal 120-130 gefahren sein, aber nicht dauerhaft über eine längere Strecke. Ich tippe mal so auf einen 80-90er Schnitt insgesamt, sollte der Bordcomputer ausspucken.

    Alufolie wäre okay für mich. Nur müsste man dann darauf achten, dass keine Stückchen vom Aluminium abbröseln und in der Elektronik hängen bleiben. Kurzschlussgefahr. So eine Folie soll in erster Linie vor Feuchtigkeit und Staub schützen. Da sich manche Kunststoffe aber statisch aufladen, sind die Antistatikbeutel metallbedampft (sieht man an diesem metallischem Schimmer).

    So, da hier auch der Direktmarketer "Würth" genannt wurde, war ich heute mal im Würth-Center in Bochum, um mich mal ein bisschen dort umzusehen, um einen Eindruck von derem Sortiment zu bekommen.


    Das Center ist relativ gross, mit guten Parkmöglichkeiten. Gleich am Eingang begrüsste mich das Hinweisschild:"Verkauf nur an gewerbliche Kunden". Nun gut, evtl will man sich die lästigen Heimwerker vom Leibe halten, die eh die Augen nach hinten rollen, wenn sie mal die Preise für anständiges Material und Werkzeug sehen, aber in jeder anderen professionellen Baustoff- und Materialhandlung kann ich einfach so rein und was kaufen, auch als Joe Schmoe, sogar im Hilti-Center.


    Bin dann rein und wurde von der Aufpasserin am Eingang genötigt, mich in eine Art Gästebuch einzutragen, wo ich Firma, Stadt und Anzahl der Besucher eintragen musste. Sehr befremdlich, wie ich finde. Als ich dann "meine" Firma eingetragen habe, wurden die Herrschaften im Laden sehr aufmerksam. ;)


    Also weiter durch die Regale, sehr große Auswahl an Dübeln und Schrauben und sonstiger Befestigungstechnik (klar, ist Würths Hauptbusiness). Dann zu den Elektrowerkzeugen, wo praktisch alles fremdeingekauft und umgelabelt war, teilweise sogar schamlos, wo einfach nur eine Bosch GSH-11 in schwarzem Kunststoff statt balugrünen daherkam, mit anderem Etikett. Welcher Profi kauft denn da die Würth, wenn er dafür eine originale Bosch-Blau bekommt?


    Später auf dem Weg raus aus dem Geschäft wurde ich noch angesprochen, was genau ich denn gesucht habe. Klang aber weniger kundeninteressiert, als eher ein bisschen feindselig. Gut, ist deren Sache. Irgendwo waren da viel zu viele Verkäufer in dem Würth-Center, locker 8 Leute, die sich teilweise unterhaltend und scherzend die Zeit vertrieben haben, und mit der Sekt- und Gästebuchfrau an der Kasse geschäkert haben. Ach ja, hab ich vergessen zu erzählen, nach dem Eintrag ins Gästebuch bekam man noch einen Begrüssungs-Sekt/O-Saft angeboten.


    Gesamteindruck des Würth-Centers Bochum: Sehr reserviert, etwas unfreundlich, hauptsächlich Schrauben und Dübel im Sortiment, alles andere eher wenig.


    Wer mal schön einkaufen will, sollte mal ins Hilti-Center in Oberhausen im Lipperfeld gehen, da kann man ungestört zwischen den Regalen rumlaufen und sich Geräte und Material anschauen, ohne sich ins Gästebuch eintragen zu müssen und kann auch als Privatperson einkaufen. Dazu gibts noch Möglichkeiten, Geräte auszuprobieren. Man kann also mal ein Loch bohren oder eine Schraube setzen, dazu ein Kaffee und mit den kompetenten und sehr netten Verkäufern quatschen.

    Nein, ich glaube, praktisch niemand achtet auf Service oder Produktionsherkunft. Hauptsache es ist billig, beeindruckt den Mitschüler/Kollegen/Nachbarn. Und es wird umso schlimmer je eher sich die Käufer eigentlich was gescheites aus Deutschland leisten könnten. Je höher das Einkommen, desto mehr wird Ramsch ohne Service und Beratung gekauft.


    Und sowas wie "Service" gibts in Deutschland sowieso nicht, und wird es auch nicht geben.

    So, komme gerade von meiner Wochenend-Shoppingtour zurück und habe zwei neue Gartengeräte im Gepäck:


    Den Benzin-Rasenmäher mit Radantrieb, 46cm Schnittbreite und 5PS von Viking (Tochter von Stihl, quasi die Hilti unter den Rasenmähern)


    MB 448 T


    und eine Heckenschere Typ HE 450, mit 50cm Schwertlänge und 430W Motor


    Ich halts mit den Geräten "Made in Germany" eigentlich ähnlich, da ich bei praktisch jedem Teil, was ich kaufe, darauf achte, dass Hochlohnländer unterstützt werden.


    Bei Elektrowerzeug steht bei "Made in..." nur der Ort drauf, wo es komplettiert wurde. Grössere Firmen lassen die Hauptkomponenten an mehreren Standorten fertigen, deswegen ist für den nicht-Insider nicht nachvollziehbar, wo nun der Hauptteil der Wertschöpfung herkommt.


    Als Insider kann ich aber hier die Werkzeugfans beruhigen, dass sie sehr wohl deutsche Arbeitsplätze unterstützen, wenn sie Bosch, Metabo, Hilti, Fein, Stihl, Mafell, Kress usw kaufen. Zwar kommt nicht jede Schraube aus deutscher Fertigung (und das macht KEINE Firma so, "Popelteile" in D fertigen zu lassen), aber die Forschung & Entwicklung und die kritischen Bauteile, wo "know-how" drinsteckt, sind von hier oder einem anderen Hochlohnland.

    Ein Fluke hätte ich auch gerne, steht mir aber als Maschbauer nicht zu im Betrieb, nur den Elektrikern, dafür hab ich ein digitalen Mitutoyo-Messchieber :)


    Mit dem Elektrowerkzeug ist es eben genauso wie mit Handies. Man brauch kein 600 Euro Handy, um ein Gespräch zu führen, trotzdem wird hier insbrünstig darüber diskutiert. Genau ist es mit Werkzeug. Man brauch keine 600-Euro-Bohrmaschine, um ein Loch zu bohren oder eine Mafell, um ein Brett abzusägen. Das geht auch mit 60 Euro-Werkzeug.


    Von mir aus kann jeder hier mit seiner Einhell, Ferm, Meistercraft, McAllister oder grünen Bosch glücklich werden. Jeder sollte erwachsen genug sein, zu wissen, wofür er Geld ausgibt oder nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    sag mal: kotest (ich will nicht scheisse schreiben!) du geld oder kennst du nur die hilti seite? :D:D:D noch ein paar bilder und ich werde geil... ;)


    Sagen wir mal so, ich hab unbegrenzten Zugang zu diesen Geräten, unentgeltlich. Natürlich besitze ich einige Geräte, aber wenn ich was spezielles brauche, leihe ich sie mir.


    Zurück zum Werkzeug, was man sonst noch braucht: Torxschraubendreher. Von winzig klein bis groß. Fast alle Geräte werden heute mit Torx verschraubt, und um einen guten Satz kommt man nicht herum. Persönlicher Favorit hierbei ist Wera und Wiha.

    Vielleicht würden unsere Sammlungen zusammenpassen ;)


    Wenn du Schlitze für Leerrohre etc machen willst, empfiehlt sich für professionelles und sauberes arbeiten ein Schlitzgerät, das besteht aus zwei Diamanttrennscheiben, die mit Abstand (ca 30mm) auf einer gemeinsamen Welle laufen. Damit fährst du an der Wand lang und hast quasi zwei parallele Schlitze gesägt. Wenn du ne Holzlatte zum Führen benutzt hast dabei, sind die auch gerade. Später klopfst du nur noch den Putz oder Beton zwischen den Schlitzen raus. Super Sache, damit hast du ruckzuck neue Leitungen gelegt, und es ist sauber und gerade. Mit Meisseln bringt man das nicht hin (vorallem nicht in der Zeit, da man ja das komplette Material abtragen muss. Mit dem Schlitzgerät geht das wie mit einer Kreissäge. Nachteil dieser Geräte: Sündhaft teuer, privat gar nicht bezahlbar, und man braucht nen Sauger dabei, ohne ist nicht möglich, da alles in Sekunden vollstaubt. Aber ausleihen kann man sich die Dinger in jedem guten Werkzeugverleih.