Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Das mit dem Tanken ist bei uns in der Firma klar geregelt, und zwar wird bis zum Stehkragen getankt, also bis zum dritten Klack, weil der Verleiher Hertz Straub (jetzt National Straub) sonst nachberechnet. Wir kriegen die Karren randvoll (sprichwörtlich) hingestellt und müssen sie wieder so abgeben. Aber der Verbrauch ist ja auch in Ordnung für die Durchschnittsgeschwindigkeit, sowas hätte jeder andere Wagen in der Gewichtsklasse auch gebraucht. Aber leider gesellen sich zu dem niedrigen Verbrauch eben auch niedrige Fahrleistungen, man darf sich nicht durch die 163PS blenden lassen, der Wagen hat "nur" 340NM Drehmoment bei 2000, genau wie mein 307. Die Mehrleistung wird am Ende der Drehzahlkurve erwirtschaftet, und das ist beim Diesel üblicherweise so 4000 1/min. Aber wer so mit einem Diesel fährt, hat sie nicht mehr alle (meiner Meinung nach).

    Testbericht BMW 320d Limousine von Hertz.


    Laufleistung ca 5000km, kein Navi, kein Xenon, Stoffsitze, 6-Gang, CD-Radio, Multifunktionslenkrad.


    Zwei Insassen normalen Gewichts :D


    Qualität/Haptik: Ausgezeichnet, alles prima verarbeitet, gute Materialien.


    Lenkung: Einwandfrei, genau, kein Spiel, keine Rückstellkräfte nach Kurvenfahrt, scheint wohl bei allen Hecktrieblern so zu sein, ist ungewohnt für Leute, die sonst nur Frontantrieb fahren. Wenn man aus der Kurve rauskommt, muss man explizit das Lenkrad von Hand zurück in die Mittenstellung bringen, weils wie bei einem Kettcar eingeschlagen bleibt. Gewöhnt man sich aber auch schnell dran.


    Bremsen: unspektakulär, mussten nicht in Extremsituationen getestet werden.


    Schaltung. Manuelle 6-Gang Schaltung, gummiartig und unpräzise, genauso schlecht wie beim E36 damals. Schalthebel gibt deutlich nach beim Schalten, verbiegt sich also. Immer wieder hatte ich Probleme, den 3. und 4. Gang zu finden. 1,2,5,6 kein Problem.


    Multifunktionslenkrad: Etwas unlogische Anordnung der Radiotasten, also laut/leise und Sender rauf/runter musste man mindestens ne Stunde lang noch mit den Augen ablesen, da keine logische Anordnung.


    Komfort: Sehr angenehm insgesamt, mittelmässiger Lärmpegel, klassenüblich für einen Diesel.


    Und nun zum wichtigsten für mich, dem Motor:


    Sehr schwach unter 2000 1/min, nicht fahrbar dort. Ab 2000 1/min gehts gemächlich los, ab 2500-3000 gehts erst richtig gut los. Ausdrehen ist angesagt, niedertouriges Fahren ist nicht gut möglich. Insgesamt eher die Charakteristik eines Benziners.


    Von der gefühlten Beschleunigung vergleichbar mit meinem 307er HDI (100kW), Endgeschwindigkeit aber höher durch die 163PS des 320d. Elastizität deutlich schlechter als meiner, der BMW will gedreht werden. Da war ich doch ein wenig enttäuscht und hätte mehr erwartet.


    Verbrauch lag so bei den vom BC angezeigten Wert von ca 6 Litern, die sind natürlich gelogen, weil alle deutschen BC lügen, um ca 0,5 bis 1 Liter/100km.
    Beim Nachtanken warens dann 6,5 Liter/100.


    Fahrprofil war Autobahn/Kraftfahrstrasse zu 50% jeweils, Maximaltempo so 160, Durchschnitt wird bei 90-100 gelegen haben. Ein guter Anteil lag auf schweizerischen und österreichischen Autobahnen, wo durch das Tempolimit und hohes Verkehraufkommen nur so 100 gefahren werden konnte. Das Auto war unbeladen bis auf die zwei Passagiere



    Fazit: Ein sehr schönes Auto, schicker und qualitativ guter Innenraum, ausreichender, aber nicht sportlicher Motor. Verbrauch liegt im Rahmen. Wenn ich ihn mir kaufen würde, müsste zumindest ein 2,5 Liter oder der 3 Liter-Diesel her, um den gewünschten Aha-Effekt samt "Verbesserung" zu meinem 307 HDI zu erreichen.

    In Ergänzung, was wgot schon geschrieben hat: Deine CR-xxx-Zelle hat 3V (wie alle einzelligen Lithium-Teile), die Zellen in Deinem Sortiment wohl alle so ca. 1,5V oder 1,55V. Selbst wenn die also reinpassen würden, würden die wegen zu geringeer Spannung nicht laufen.

    @butchooka:


    Bin Autos gefahren zwischen 0,6 und knapp 6 Litern Hubraum, und kann gut einschätzen, wie welcher geht.


    Kein Wagen beschleunigt von Leerlaufdrehzahl an, das ist glatt gelogen, selbst der 6 Liter V8 nicht, den ich gefahren bin. Erst ab 1500 gehts los, und zwar gemächlich, um dann bei 3000 richtig mit Macht loszutreten. Das gleiche hat man beim Turbodiesel schon ab 1500, je nach Turboabstimmung gehts da schon gut zur Sache.


    Wie superuser_reload schon geschrieben hat, spielt die Gebtriebeübersetzung keine Rolle, da ein Getriebe nur ein Drehzahl/Drehmomentwandler ist. Die abgegebene Leistung bleibt die gleiche, Verluste mal ausgeschlossen. Wenn ich also schon bei 1800 1/min 62PS reinfüttere, dann kommen auch 62PS am Rad an (Verluste ausgenommen). Der gleiche Benziner hat da vielleicht erst 20PS.


    Mein ursprüngliches Statement bleibt also weiterhin gültig: Es ist wichtiger, dass der Motor schon bei niedrigen Drehzahlen eine hohe Leistung hat, als dass er bei hohen Drehzahlen erst seine Nennleistung erreicht.


    Lieber bei 2000 1/min schon dreiviertel der Nennleistung, als erst bei 7000 1/min die gesamte Leistung.

    Ich bin die Modelle noch nicht gefahren, aber da ich mich hobbymässig mit dem Thema Motoren auseinandersetze, kann ich das aus dem Datenblatt und umangreicher Fahrerfahrung mit allen Motorenklassen herleiten.


    Da ich in Schreiblaune bin, mal eine kurze Erläuterung:


    In den letzen 10 oder 15 Jahren ist es in Mode gekommen, aus dem gleichen Hubraum immer mehr Leistung herauszuholen. Das dient dazu, den Verbrauch zu senken. Man hat die Verdichtung und die Anzahl der Ventile erhöht, zusammen mit ein paar anderen Tricks. Dadurch erhöht sich die Motorleistung in den hohen und höchsten Drehzahlen. Effektiv hat der Fahrer aber nur etwas davon, wenn er den Motor wirklich voll ausdreht.


    Beispiel: der alte Corsa mit 1,3 Litern und 60PS. Jetzt sagen wir mal, wir sind anständige und erwachsene Fahrer und drehen den Motor nur bis 4000 1/min, weil alles andere darüber zuviel Radau macht und pubertär wirkt. So hat der alte 8-Ventiler im Corsa dann mit seinen 60PS bei 6000 1/min vielleicht so 50PS bei 4000.


    Jetzt nehmen wir den gleichen Hubraum, bauen 4 Ventile pro Zylinder ein, erhöhen die Verdichtung, polieren und erweitern die Kanäle, Erleichtern die Massen aller beweglicher Teile. Dabei kommt ein Motor heraus, der dann bei 6000 1/min so 95 PS hat, wie der Smart, den du anpeilst. Wir sind aber immer noch ein vernünftiger und kultivierter Fahrer und drehen auch nur bis 4000 1/min, bevor wir in den nächsten Gang schalten. Und siehe da, der moderne und "PS-starke" Motor hat auch trotzdem nur ca. 55PS bei 4000 1/min.


    Wollen wir die restlichen PS bis zu den gestempelten 95 ausreizen, müssen wir noch höher drehen, bis an die 6000 oder 7000 1/min, da erst bei diesen hohen Drehzhahlen die Mehrventiltechnik und der andere Schnickschnack wirkt.


    Du hast also ein 95PS-Auto, wovon Du in der Praxis nur 55 nutzen kannst, wenn Du nicht wie der letze Prolet durch die Stadt dröhnen willst.


    Die PS-Zahl ist ein wichtiges Kriterium für viele Leute, ähnlich wie die Megapixel bei Digicams oder Wattzahl bei Hifianlagen. Deshalb tauchen auch immer kleinere Motoren mit immer mehr PS auf, die sich alle genauso schlecht fahren, wie die alten, aber ehrlichen 8-Ventiler der 80er Jahre.


    Wichtig ist nicht, wieviel PS ein Wagen absolut hat, sondern wieviel PS bei welcher Drehzahl hat.


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    Jetzt kommt der andere Ansatz:


    Kleine Motoren mit Aufladung, Benziner oder Diesel, gilt für beide:


    Anstatt bei höchsten Drehzahlen einen Leistungsgewinn zu erzielen, sind moderne Turbo- oder Kompressormotoren darauf getrimmt, schon bei niedrigen Drehzahlen viel Leistung zu haben. Durch die Aufladung wird mehr Luft und Kraftstoff in den Brennraum gedrückt, dadurch wird auch bei niedrigen Drehzahlen mehr Gemisch verbrannt, das Drehmoment steigt. Da Leistung das Produkt aus Drehmoment und Leistung ist, hast du automatisch bei niedrigen Drehzahlen mehr Leistung. Dein Wagen fährt sich so, als hättest Du einen riesigen Motor mit dem doppelten oder noch grösserem Hubraum.



    Der Smart 1,5CDI hat bei 1800 1/min schon 210NM Drehmoment, das ergibt schon 45KW, also ungefähr 61PS. Du hast damit also schon kurz über Standgas eine Motorleistung, für die Du den 1,3er Benziner erst bis ca 4000 1/min drehen musst.



    Jetzt stell Dir mal vor, wie gross der Benziner sein muss, um schon bei 1800 1/min 62PS zu erreichen? Das geht mindestens erst mit einem 2,5 bis 3 Litermotor.


    Du hast mit einem Turbodiesel bzw. Turbobenziner immer einen Vorteil gegenüber einem gleich grossen bzw ca. 2fach so grossen Saugmotor ohne Aufladung.


    Um nochmal bekannten Spruch zu zitieren: Horsepower sells a car, but Torque (Drehmoment) makes it fast.


    Fazit: Auch wenn Du nicht viel mit Deinem neuen Auto fährst, wirst Du trotzdem den mehrfachen Fahrspass erleben, souverän und drehzahlarm fahren, wie in einer Limousine mit Riesenmotor. Später bekommst Du sogar mehr Geld für Deinen Gebrauchten, und zwar überproportional mehr, als Du bei der Anschaffung mehr bezahlt hast.


    Dazu kommt natürlich der niedrigere Verbrauch, der bei dem 1,5er CDI bei so 6 Litern liegen dürfte, bei dem 1,3er Benziner bei ca. 9.