Beiträge von fahrsfahrwerkaus

    Bezweifel ich ja nicht. Bei einem unendlich großen Budget bremst das geilste Auto mit den besten Reifen am besten. Und es wird irgendwo eine Reifenbreite geben, die genau bei diesem Auto auf der vorgegebenen Strecke den idealen Bremsweg erzeugt.


    Aber juckt das gerade jemanden? Was soll sich der Fragesteller nun für seine 5000 Euro plus Rücklagen von 1000 Euro kaufen, was möglichst viel Raum für Zeug und Mitfahrer bietet, wenig verbraucht und ca 1800km monatlich über Autobahn mit Tempomat 120-140 bewegt wird? Der Fragesteller scheint weiterhin die drei großen deutschen Premiummarken zu bevorzugen. Natürlich auch Zuverlässigkeit des Fahrzeuges, aber das will eh jeder.

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    Original geschrieben von Nablin2k
    Ja und, meinste ernsthaft das Fahrverhalten ist bei anderen Autos dann plötzlich grundlegend anders? Was die Reifen antreibt, spiel doch keine Rolle. Nur die Qualität des Fahrwerks ist noch entscheidend für das Fahrverhalten. Die physikalischen Abrolleigenschaften des Reifen ändern sich deswegen aber auch nicht.


    Ja, eine Vollbremsung ist ein extremer Vorgang, der Hauptsächlich vom Fahrwerk und der Bremsanlage bewältigt wird. Die starken Vibrationen und Schläge müssen aufgenommen werden. Schonmal eine Vollbremsung mit einem Kleinwagen und einer Mittelklasse gemacht? Von mir aus beide mit den selben Reifenbreiten. Der Kleinwagen bremst nicht geradeaus, die Mittelklasse schon.


    Und soll sich der Fragesteller nun einen Kia Ceed mit 225er Reifen kaufen, weil der im Test den kürzesten Bremsweg hatte? Bitte die Aufgabenstellung beachten.

    Für mich ist das keine akademische Diskussion. Es geht darum, was das beste Auto für dieses Budget und die Anforderung ist. Einige hier denken immer in absoluten Maßstäben. Wenn ich jemanden was verkaufen will, muss ich erstmal zuhören, was der oder die jenige will. Natürlich bremst ein GT3 besser als ein Fiat 500. Interessiert das die 18jährige, die von ihren Eltern ein Auto zum Abi geschenkt bekommt? Ne.


    Ich würde mich mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass 10% weniger Geschwindigkeit vor Beginn des Bremsvorganges mehr ausmacht als ein 10mm-Schritt bei der Reifenbreite.


    Und bei Tempo 120 bringt man jedes Auto mit jedem Reifen in sinnvoller Strecke zum Stehen. Auch mit 145er Reifen.

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    Original geschrieben von bz_star
    Gerade weil hier das Thema Autobahn ins Spiel kommt, ist es sehr wohl nützlicher, vor allem aber sicherer, einen breiteren Reifen zu haben.


    Nochmal die Frage: Warum ist es sicherer und nützlicher? Weil es alle machen und weil es Mode ist? Auf der Autobahn fährt man in der Regel geradeaus. Autobahnen sind so konstruiert, dass man eben nicht schnell um die Kurve fahren muss, weil die Kurvenradien gigantisch sind im Vergleich zur Landstrasse und Stadt.


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    Fährst mal mit einen 185/195er Reifen bei 120-140 km/h und danach einen 225/235/245er. Das ist kein spürbarer Unterschied, das sind Welten.


    Hab ich. Von 155 bis irgendwas um die 300 hab ich alle Breiten gefahren, und der Unterschied ist sowas von minimal, den nimmt man bei verkehrssicherer Fahrweise überhaupt nicht war. Nur wenn man meint, den Molli zu machen, braucht man Breitreifen, weil die dann besser beim Kurvenprollen sind ("nicht dem Strassenzustand angepasste Fahrweise, weil zu schnell für den Kurvenradius)" oder vielleicht einen Tick besser bremsen. Aber auch diese Unterschiede sind sehr, sehr klein. Ein gutes Fahrwerk und gute Bremsen sind viel wichtiger als der Unterschied zwischen 185er und 225er Breite.

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    Mir persönlich wären die 0,4 Liter, die der Bock dann mehr verbraucht, sowas von egal. Ich will keine Angst haben, bei etwas Nässe und kurvenreicher Autobahn einen Abflug zu machen. Muss aber natürlich jeder selbst wissen.


    Die 0,4 Liter auf 100 sind aber nicht jedem egal. Zum sicherem Geradeausfahren mit Tempomat 120 reicht jedes Auto der letzten 30 Jahre aus, wenn Fahrwerk und Bremsen in gutem Zustand sind.


    Bei welcher Autobahn und bei welchem Tempo bekommt man denn Probleme mit mangelder Seitenführungskraft? Aus dem Bauch heraus würde ich mal so tippen, dass man so ab Tempo 300-350 an die Grenzen der Seitenführungskraft kommt. Sollte der Kurvenradius kleiner sein als üblich, weil es z.B. eine Bergstrasse ist, dann stehen da Tempolimits. Wer die dann missachtet, hat andere Probleme als zu schmale Reifen.


    Breitreifen sind ein Modeartikel und bei praktisch jedem Allerweltsauto (über das wir hier reden) überflüssig. Hier werden keine Rundenzeiten "in den Asphalt gestanzt" oder "400PS an der Hinterkralle" bewältigt.


    [Edith]Und nochmal was generell zu Martyn-Anja: Wer ein Auto für 5000+1000 Euro zum fahren kauft, weil er fahren muss, der fragt nicht, ob da nun 225/45R17 oder 205/50R16 drauf sind, sondern "wieviel Profil ist noch auf den Reifen?". Nur mal so am Rande drüber nachdenken, wo die Prioritäten liegen. Nicht alles ist Schau, Prestige, Proll, Fünfzylinder und Cabrio und viermal nen Fastfood-Gedeck pro Woche.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Wuerde eher sagen angemessene Reifen.


    Darunter versteht jeder was anderes.

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    Spritverbrauch ist ja ein alles was zaehlt. Handling und Optik muessen auch stimmen.


    Spritverbrauch zählt für den Fragesteller.
    Handling beim Geradeausfahren mit Tempomat auf der Autobahn mit 120? Lebensmüde?


    Optik bei einem Langstreckenauto für 6000 Euro? Schnurz.


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    Beide extreme, sehr schmale aber hohe Reifen aber auch extrem breite niedrige niedrige Reifen sind nicht gut.


    Was ist schlecht an schmalen Reifen? Nur weil man damit nicht rechtwinklig ums Eck prollen kann vom McDonalds-Parkplatz an der Ausfallstrasse?


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    Kompressor hat aber den Vorteil, das er schon bei niedrigeren Drehzahlen was bringt. Deswegen verbaut VW doch Kompressor und Turbo in einem Motor.


    Gibts den auch für 6000 Euro? Eben.

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    Original geschrieben von pete04
    Hallo,


    bei mir steht auch ein "neuer" Autokauf an.
    Ich benötige einen Kombi, mit dem ich alle zwei bis drei Wochen eine Strecke von 2*350 KM zurück lege - ansonsten steht der Wagen. Diese besteht zu 95% aus Autobahn.


    Sehr durchschnittliche Fahrleistung von ca. 1800km im Monat. Das schafft man mit jedem Auto.

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    Worauf es mir ankommt:


    - Platz für möglichst viele Leute und Gepäck
    - Zuverlässlichkeit! Ich möchte nicht nach kurzer Zeit viel Geld für Reparaturen ausgeben
    - Geringer Verbrauch (Es wird mit Tempomat 120 / 130 gefahren da ein Großteil der Strecke im Ausland zurückgelegt wird)


    Alle drei Bedingungen sind allgemeine Bedürfnisse. Das will jeder, ausser vielleicht Sportwagenfahrer, denen Raumangebot und Personenkapazität egal sind.


    Für einen Wagen, der per Tempomat mit 120 über die Autobahn bewegt wird, zählen folgende Dinge:
    -lange Getriebeübersetzung
    -schmale Reifen
    -günstiger Luftwiderstand, also idealerweise ein langes Fahrzeug mit Coupeform. Dahingegen ist ein Kombi ungünstiger.


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    Das Budget beträgt 6.000 € inkl. Winterreifen.


    Kauf ein Auto für maximal 5000 Euro inkl. Winterreifen und lege 1000 Euro für sofortige Reparaturen zurück. Autos, die zehn Jahre alt sind, haben praktisch immer Wehwehchen, die sofort behoben werden wollen.


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    Bis jetzt habe ich mir folgende Gebrauchtwagen herausgesucht:


    - Mercedes Benz W203 T-Modell (C180 & C180 Kompressor) - ab Baujahr 2002


    Klingt okay. Kompressor würde ich nicht nehmen, wenn Du Tempomat 120 fahren und spritsparen willst. Kompressor verbessert im Gegensatz zu einem Turbo nicht den Wirkungsgrad. Ausserdem könnte der Kompressor zu einem teuren Ersatzteil mutieren.

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    - BMW e46 318i Touring (Facelift und Vormodell - jedoch eher Facelift Modell) - ab Baujahr 2001


    Klingt ebenfalls vernünftig.

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    - VW Passat 3BG Kombi (1.6 mit LPG Anlage) - ab Baujahr 2001


    Auto ist okay, aber kein LPG. Überlass' das Gebastel mal den Holländern und den Osteuropäern. Sowas kauft man, wenn überhaupt, nur direkt und neu vom Hersteller nachgerüstet, mit entsprechender Garantie, aber nicht als Gebrauchtwagen.


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    Eigentlich bin ich ein Mercedes Fan und würde direkt zum W203 greifen.
    Leider scheint das Modell, wie auch der Vorgänger W202 zum Rost in den Radkästen und an den Türkanten zu leiden.


    Der BMW hingegen scheint Probleme mit den Achsen zu haben.


    Alles Kinkerlitzchen bei dem Budget. Wenn Du Mercedes möchtest, kauf Mercedes. Dass an dem Wagen was dran ist, ist fast sicher, dafür hast Du ja die 1000 Euro zurückgelegt, siehe oben.

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    Der Passat besitzt eine LPG Anlage. Bei dem Auto bin ich nur skeptisch, ob diese dem Motor durch die höhere Temparatur bei der Verbrennung schadet.


    richtig, hab ich oben schon was zu geschrieben. Überlass das experimentelle Hinterhofgebastel mal den Enthusiasten, die sonst keine Hobbies haben.

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    Von den Steuern und der Versicherung liegen alle drei Fahrzeuge ungefähr gleich.
    Was mich wundert ist, dass der 316i wesentlich teurer in der Versicherung (bei mir) ist als der 318i :confused:


    Kann ich Dir nicht sagen, woran das liegt, eventuell an der kulturbereichernden Klientel, die üblicherweise mit den alten Dreiern rumdröhnen.