Beiträge von _-=voodoo=-_

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    Original geschrieben von oleR
    Das Schlimme (jedenfalls aus Studentensicht) dabei ist ja, dass es offensichtlich in diversen Fächern nicht genug Masterplätze geben wird. Dafür fehlt schlicht das Geld.


    Nein, die Univerwaltungen schieben teilweise künstliche Begrenzungen ein. So bildet unser Fachbereich im moment 10% unter Kapazität im Master aus, sind die Diplomer komplett weg vermutlich eher 20%.

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    Original geschrieben von kkrammer
    Und so ist das auch in anderen Fachbereichen: diplomierte Informatiker, die Pimperlprogramme schreiben, für die man vor 20 Jahren einen Programierkurs gemacht hat (3 Monate),...


    Programmierkurs und Informatikstudium sind aber zwei gänzlich unterschiedliche Sachen. Vor 20 Jahren mag man auch ganz ohne Programmieren durch ein Informatikstudium gekommen sein. Den Mist der "Ich hab mal nen Programmierkurs"-Generation musste man auch recht schnell abschreiben, da dort Konzepte zur Wiederverwendung, klaren Strukturierung und Effizienz leider nicht Teil des Kurses war :D


    Was ich damit sagen will: Natürlich ist das Studienwissen in den meißten Jobs nicht wirklich 1:1 nutzbar, dennoch bleibt Anwendungswissen vielleicht ein Jahrzehnt "aktuell", akademische Ausbildungen zielen aber auf etwas anderes ab als zu sagen: "Hey, ich kann Java, C++, xyz". Ein Bachelorstudium unterscheidet sich grundlegend von Ausbildungen in dem Bereich (sollte es zumindest). Auch heute bestehen die meisten Jobs für Akademiker nicht aus stupidem: "Gib mir A und B und dann kommt C raus".
    Natürlich kann das alles auch jemand ohne Studium leisten, aber es ist teilweise schon sehr hilfreich etwas schon einmal im Ansatz gehört zu haben und es nur wiederholen zu müssen. Der Bachelor als Regelabschluss ist in einigen Fächern in Ordnung, in anderen Fächern ist es allerdings ein Witz, weil die Grundlagen schon kaum in diese 6 Semester passen.
    Brauche ich den Stoff aus meinem Masterstudium nochmal? Vermutlich nicht, aber Deutschland ist momentan noch etwas abschlussgeil und daher sieht man nur ein Diplom/Master als vollwertiges Studium an obwohl ein Bachelor tatsächlich das gleiche leisten könnte. Ein verschulter Bachelor ist nicht unbedingt der Fehler, sondern diese Verschulung in den Master weiter zu tragen.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und diese Einstellung halte ich für bedauernswert ...


    Versteh ich nicht ganz. Ich war längere Zeit in der Hochschulpolitik in Münster aktiv und hab ziemlich genau gesehen wie das abläuft. Viele Aktionen dienen dort auch nur der eigenen Karriere in einer gewissen Partei. Ausserdem muss ich sagen, dass man mit den meißten Dozenten absolut gut über solche Themen reden kann und dieser Weg schon in vielen Fällen in unserem Studiengang gegangen wurde. Es ist ja nun nicht so, dass diese Langzeitstudenten konkrete Vorschläge hätten. Die Probleme der Umstellung sind Studiengangspezifisch zu lösen und nicht mit der Gießkanne über die ganze Uni.

    Ich bekomme von der Besetzung in Münster rein gar nichts mit. Mag daran liegen, dass im Master inzwischen der Workload so hochgefahren wurde, dass wirklich niemand Zeit dafür hat. Ich fand der Bachelor war schon wesentlich umfangreicher als die ersten 6-8 Diplomsemester, aber die Masterstudiengänge (und da ist meiner keine Besonderheit) satteln nochmal etwas drauf. Da wird einem von einem Professor vor den Kopf geworfen, dass man sich doch mit 70-80 Stunden in der Woche abfinden soll, weil dass ja in den großen Unternehmensberatungen später auch nicht anders sei. Nebenjob? Hobbies? Lernen in eigenen Interessensgebieten abseits des Studiums bzw. der Vorlesungen? Schwer bis nicht möglich alles noch in gesundem Maße zu schaffen. Die Unis werden sich damit keinen Gefallen tun, wenn sie gleichgeschaltete Arbeitsbienen produzieren, die letztendlich weder gelernt haben sich selbst zu organisieren noch für ihre eigenen Ideen einzustehen bzw ihr eigenes Profil zu bilden.


    Ich kann die Grundintention des Streiks verstehen, aber der Weg ist einfach lächerlich und wird rein gar keinen Effekt haben. (Genauso wie die Streiks, Besetzungen gegen die Studienbeiträge). Wenn in großer Anzahl Personen jenseits der 30 streiken, die schon seit gut 9 Jahren an der Uni wohnen, dann entzieht sowas dem Streik etwas die Ernsthaftigkeit.


    Wer was erreichen will, der muss seinen Fachbereich ansprechen und denen Feuer machen. Die Master wurden fast überall von den zuständigen Fachbereichen in Eigenregie (und oft nur bei einem Meeting der Profs) festgelegt. Die Bachelorstudiengänge wurden etwas gewissenhafter geplant und sind nicht sooo schrecklich wie sie oft dargestellt werden.

    So ist es, die normale Grippe ist um ein vielfaches aggressiver als die Schweinegrippe. Um eine Ausbreitung zu verhindern müsste man eine Impfreichweite von über 90% erreichen (nur zum Vergleich: für eine Stadt wie Münster, 250.000 Einwohner, stehen knapp 5000 Impfungen zur Verfügung).
    Mein Arzt(und so ziemlich alle seiner Kollegen) findet das ganze lächerlich und kennt auch keinen Kollegen der sich hat impfen lassen. Besonders schön ist es, dass Schwangere geimpft werden sollen, wo diese Gruppe in anderen Ländern doch von der Impfung ausgeschlossen wird, wegen der unkalkulierbaren Risiken.


    Nach mehr als 2 Wochen USA/Canada bin ich doch schockiert was für ein Hype in Europa um dieses harmlose Virus gemacht wird. In den USA/Canada ist es überhaupt nicht im täglichen Leben, weder in den Medien noch im alltäglichen Gespräch.

    Was sagen eigentlich eure Bekannten aus dem Medizinbereich zu der Impfung? Ich finde erstaunlich, dass sich alle Personen in meinem Bekanntenkreis, die irgendwie im Gesundheitswesen arbeiten (Ärzte, Krankenschwestern, Pharmaindustrie) recht deutlich gegen die Schweinegrippeimpfung aussprechen.


    Ich persönlich werde mich nicht impfen lassen, hab ich auch noch nie bei der normalen Grippe gemacht und bekommen hab ich sie nie und trotz 2 Wochen USA Westküste habe ich wohl auch keine Schweinegrippe bekommen :D


    Dennoch würden mich mal die negativen Nebenwirkungen des Impfstoffs interessieren

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    Original geschrieben von deebeenine
    ... Die Ersteinstellung sollte man noch in den USA vornehmen, da zunächst ein neues Kennwort via SMS verschickt wird und die Karte kein Roaming in Europa unterstützt.


    Geht auch von Deutschland aus, einfach Online aktivieren und dann 1-800-TMOBILE anrufen. Dort bekommt man Rufnummer und Kennwort auch so mitgeteilt (Man braucht allerdings die SIM-ID)

    Oh man, dass war nicht gut. :)


    Wobei die BBC mehr als umverschämt ist einen nur englischsprachigen Korrespondenten zu einer offiziellen innenpolitischen Pressekonferenz zu schicken. Gleiches wäre einem BBC Reporter in Frankreich passiert oder einem Französischem Reporter in England.

    War die Wiedervereinigung das Wahlthema? Ist Kohl jetzt Kanzler?


    Es gibt auch Menschen, die sehen einen Kündigungsschutz nicht unbedingt positiv, weil er auch Dynamik aus dem Arbeitsmarkt nimmt. Entgegen der hier oft vertretenen Meinung wird so eine Einstellung nicht nur von Bösen Unternehmensbesitzern und Heuschrecken vertreten, sondern auch von reichlich abhängig Beschäftigten.


    Das Land geht nicht unter weil Schwarz/Gelb regiert (ich empfehle hier gerne einmal die Southpark-Folge über die Obama Wahl, passt so schön zu diesem polemischen Schlagabtausch). Es wird auch nicht der Sensemann durch die jetzt entstehenden Slums von Berlin, Hamburg, Frankfurt, etc.. laufen und reihenweise hungernde Menschen abholen. Ich hab teilweise das Gefühl, dass Gysi mit seiner Indoktrination Erfolg hatte und einige Westerwelle für den Teufel persönlich halten.


    Westerwelle macht seinen Job absolut professionell, ich habe keine Ahnung warum einige in ihm als Aussenminister eine Katastrophe für Deutschland sehen. Erklären könnte ich mir das nur durch latenten Hass auf Homosexuelle, der natürlich so nicht geäußert wird.


    Jetzt hat die FDP mit einer guten Stärke mal die Möglichkeit zu beweisen was sie kann und die letzten 11 Jahre in Opposition gelernt hat. Solange sie Leute wie von der Leyen und Schäuble deutlich abbremsen und eine Steuerstrukturreform anstoßen (selbst wenn es nur eine kleine wird), kann es ja nur besser werden als bisher.


    In dem Sinne, es wird auch morgen die Sonne aufgehen :)

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    Original geschrieben von pitti666
    echt ey, wer eine Regierung wählt die lieber Geld in Banken statt für Bildung steckt...


    Meinst du die Staatshilfen, bei denen der Bund im Moment versucht ein System zu stabilisieren, welches ihm dadurch auch noch 500 Mio pro Jahr nur bei der Commerzbank an Zinsen einbringt?


    Die Welt ist nicht so einfach, aber wo hat die mögliche Schwarz/Gelbe Regierung denn vor Geld in Banken zu stecken? (Ich meine, nagut, besser das Geld auf die Bank bringen als unters Kissen :rolleyes: )


    Ich kann in Sachen Bildung jetzt nur für Hochschulen sprechen und präzise auch nur für Münster/NRW, aber hier hat sich zumindest in meinem Studiengang alles von hohem Niveau nochmal deutlich gebessert durch die Studienbeiträge, falls du das damit ansprechen willst.