Beiträge von _-=voodoo=-_

    Naja, ich halte es schon für sehr verständlich warum man taktisch FDP wählen sollte. Ob nun CDU oder SPD (wobei, da müssten ja 11-15% zur FDP abwandern :rolleyes: ) die große Koalition "führt" spielt auch keine Rolle mehr.


    Für mich stellt sich eh nur die Frage: Soll es so weitergehen wie bisher, dann würde ich SPD wählen. Möchte ich eine Veränderung, dann würde ich FDP wählen. Ich bin mal so dreist und unterstelle der SPD wenigstens diesmal, dass sie zu ihrem Wort stehen wird und keine Linkspartei ins Boot holt (alles andere wäre der Tod der SPD).


    Was für realistische Koalitionsmöglichkeiten gibt es denn nach der Wahl (wahrscheinlich)
    Schwarz-Gelb
    Schwarz-Rot

    Zitat

    Original geschrieben von MTT
    Westerwelle mit seiner Arroganz ist unsäglich,
    wie man die FDP mit diesem Kandidaten wählen kann, ist mir schleierhaft... :rolleyes:


    Westerwelle ist neben Gysi einer der wenigen Politiker, die es verstehen ihre Überzeugung mit guter Rhetorik zu vermitteln. Die Schmalspurrhetoriker von CDU/CSU und SPD hätten gestern ziemlich als ausgesehen, wenn Westerwelle und Gysi Teil der Diskussion gewesen wären.


    Trotzdem sollten Wahlen keine Personenabstimmungen sein, wer so wählt hat das politische System in Deutschland etwas falsch verstanden.

    Zitat

    Original geschrieben von <registered>
    *Nach einer durch Deregulierung an der falschen Stelle maßgeblich mit bewirkten Finanzkrise.


    Ah genau, die Deregulierung. Ausgelöst hat aber leider etwas anderes die Krise, die nie wirklich regulierte Geldpolitik der FED.


    Es ist doch klar warum hier nur noch die gleichen Leute diskutieren. Es gehört auch dazu auf Fragen einzugehen, auch wenn es oft den Anschein hatte, waren meine Fragen nicht rhetorisch und hätten gerne beantwortet werden können. Meine Meinung kann ich auch meine Tapete erzählen, die geht ähnlich gut darauf ein. ;)
    Auch finde ich persönliche Angriffe etwas niveaulos, jemandem zu attestieren er sei dumm, nur weil er anderer Auffassung ist, zeugt nicht gerade von gutem Diskussionsstil

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    Original geschrieben von Akway
    Ein Mann/Frau der/die Vollzeit Arbeitet muß davon Leben können, ohne staatliche Hilfe.
    Und das ist ohne Mindestlohn gar nicht möglich.


    Du vergisst hier eins, wenn eine Dienstleistung nun plötzlich 20% mehr kostet, aber dies in der Sicht der Gesellschaft nicht wert ist (so entstehen diese Billiglöhne übrigens), dann wird der Mindestlohnaufschlag in extrem kurzer Zeit durch eine Inflation aufgefressen (sofern es in der Breite eine Einführung von Mindestlohn gäbe). Die letzten, die eine Lohnanpassung bekämen, wenn ihr Geld wieder weniger wert ist, sind die Mindestlohnempfänger. Es steht dir auch frei bei Dienstleistungen, deren Wert du höher ansiehst, mehr zu bezahlen. Frisör ist oft so ein Beispiel, wo ich die Dienstleistung oft höher bewerte als der Preis es vermittelt.


    Natürlich sind Entwicklungen wie 3 Euro Stundenlohn unter aller Sau, wobei man gerade in Deutschland auf solche Stellen nicht angewiesen ist und der Sozialstaat hier ein äußerst effizientes Druckmittel ggü. solch dubiosen Unternehmern darstellen sollte.


    Du propagierst eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik als gescheitert, die nachfrageorientierte Politik ist aber schon vor langer Zeit als wenig effektiv angesehen worden.

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    Original geschrieben von Printus
    Das erklärt den Erfolg der Linkspartei aber zugleich den Erfolg der FDP. Viele Leute hören hier nur "Steuersenkungen" - dass die FDP zugleich auch gegen Mindestlohn, Senkung des Spitzensteuersatzes, gegen Erbschaftssteuer und für weitere Privatisierungen (also Abbau von Sozialleistungen für Bedürftige) ist, geht unter.


    Völlig unreflektiertes aufgreifen der FDP Ansätze, aber ok. Es geht auch unter, dass die FDP das Steuersystem durch Subventionskürzungen verschlanken will. :eek: Überraschung, dass ist das Gegenteil von Steuersenkung, ich glaub es ist sogar sowas was die Linken wollen, eine Abgabenerhöhung ;)


    Bitte ein Beispiel für Abbau von Sozialleistungen für Bedürftige, ich würde gerne mal ein konkretes Beispiel hören statt immer die selbe abstrakte "Gefahr", die von der FDP ausgehen soll.


    Ein Flächendeckender Mindestlohn ist nunmal Gift, weil er die regionalen Unterschiede nicht aufgreift. Du kannst keinen Mindestlohn für Brandenburg und Bayern gemeinsam festlegen. Man könnte dieses Konstrukt in Länderhand geben nach US Vorbild (Wobei ich nichts davon halte Rosinen aus anderen Staaten zu picken, ich kann mir auch den sozialsten Staat der Welt bauen mit Konzepten, die es schon irgendwo gibt. Gut ich hätte keine Einnahmen, aber was soll's :rolleyes: )

    Viele Firmen haben enorme Probleme ausgelagerte Bereiche zu managen, besonders beim Outsourcing in ferne Länder (Indien, China, etc.), aber auch Niedriglohnländer in der Nähe zu Deutschland erzeugen oft weit mehr Kosten als die Personalkosteneinsparung erbracht hat.


    Trotzdem geht es darum nicht. Beim Outsourcing in Länder wie Luxemburg, Belgien, England, Niederlande, Schweiz, Österreich erzielt man vielleicht keine besonders großen Kosteneinsparungen auf Personalseite, kann aber dennoch einen Kostenvorteil durch die Rahmenbedingungen erzielen und trifft nicht auf so große kulturelle Probleme wie man sie in Indien oder China antreffen würde.


    Es gibt genug Wirtschaftsbereiche, die von heute auf morgen in ein Nachbarland verlagert werden könnten, ohne für den Kunden groß erkennbar zu sein. Als Unternehmer hat man in erster Linie zu versuchen sein Unternehmen zu erhalten und Gewinne zu erzielen, dass Menschen daran finanziell partizipieren in Form von Angestellten ist ein äußerst wünschenswerter Nebeneffekt. Wenn man als Unternehmer in der Argumentation der Linkspartei plötzlich das Arsch schlechthin ist, eine profitgierige Heuschrecke, dann muss sich ein Unternehmer fragen ob er a) überhaupt noch hier erwünscht ist und sich das antun will oder ob b) die Linkspartei in der Mittelstufe aufgehört hat irgendwas Richtung Wirtschaftssytem zu lernen.

    Hab jetzt nen halbes Jahr MacOS, inzwischen Snow Leopard auf einem MacBook Alu


    Pro:
    Super Verarbeitung, enorm wertig
    Mac OS hat einen Unix Kern, bestens für z.B. Ruby On Rails Entwicklung
    Klasse Touchpad des Macbooks


    Contra:
    MacOS ist an einigen Stellen enorm buggy. Seit Tiger wurde z.B. ein FileVault-Fehler nicht gefixt, obwohl bekannt, Microsoft wäre dafür zerissen worden.
    Zubehörpolitk lächerlich (sämtliche Adapter einzeln zu erwerben, z.B. VGA, DVI)
    Teilweise Probleme wenn man in einer Windows Welt lebt (Formate, etc)



    Ich nutze fast nur noch MacOS, weil ich momentan ein äußerst fokussiertes Arbeitsfeld habe und es einen akzeptablen Kompromiss zwischen der Usability von Windows und den Möglichkeiten von Unix bietet. Meine Erfahrung zeigt aber auch, dass unbedarfte Nutzer in meinem Bekanntenkreis wesentlich besser mit Windows 7 klarkommen, gerade wenn das Nutzerprofil in die Breite geht (Fotos, Videos, Musik, Office, Surfen)

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    Original geschrieben von Printus
    Die das Geld aber auch nicht im Keller selbst gedruckt hat, sondern letztlich von ihren Kunden nimmt. Die bezahlen es mit hohen Überziehungszinsen oder teuren Krediten. Oder es zahlt der Steuerzahler, wenn die Bank Geld aus dem Bankenrettungspaket bezieht. Egal wie, am Ende zahlt es wieder die Masse der Otto Normalverbraucher.


    Wenn die Masse schon Konten bei Sal. Oppenheim hat, dann mach ich mir keine Sorgen um die Gesellschaft. Dieses Institut ist eine Bank für Besser-, eher Bestverdiener. Der Linkspartei müsste dies sogar sehr gefallen, weil gerade diese Großverdiener jetzt Federn lassen (wobei 15Mio für eine Bank mit dem historisch gutem Wort "Peanuts" bezeichnet werden können).


    Ich sehe ja, dass es schwer ist dem Durchschnittswähler ein umfassendes volkswirtschaftliches Verständnis zu eröffnen, dennoch finde ich es ratsam mit den Märchen der Linkspartei etwas objektiver umzugehen. Die Aussagen der Linkspartei haben oft die Stammtischqualität von: "Pack alle Banker in einen Sack und kloppt drauf, du triffst immer den richtigen".


    Der Geldmarkt ist ein labiles Konzept, wenn Zentralbanken, politisch motiviert, eine Geldmengenpolitik in Krisen fahren, die möglichst Probleme vom einfachen Bürger fernhalten soll. Die FED hat die Geldmenge nach der dot-com Blase vervielfacht um gerade den einfachen Bürgern zu ermöglichen Hausbesitzer zu werden, dieses im Ansatz sinnvolle Konzept hat mit der Freigabe von dubiosen Derivaten und Kreditverbriefungen ein echtes Feuer auf dem Finanzparkett ausgelöst. Es gab viel zu viel Geld, dass in Investments jeglicher Art untergebracht werden musste. Die Kundenbanken haben die Investmentbanken geradezu gedrängt immer mehr solcher Produkte aufzulegen, weil es ein schier endloses Wachstum versprach. Wer will ihnen das vorwerfen, der Markt war da, die Geschäftsbanken (und Landesbanken) fragten diese Produkte in einer unglaublichen Gier nach, weil Lischen Müller plötzlich nicht mehr 3% auf dem Sparbuch bekommen wollte, sondern 10% sah und die $$$ im Auge hatte. Der Kreis begann, die Politik war völlig machtlos, die Linke hat's auch nicht gesehen.
    Wie verhindert man sowas in Zukunft? Garnicht, solche Dinge sind nicht zu verhindern, die Banken haben aus diesem Crash gelernt und fahren ein äußerst restriktives Riskmanagement (wie von der Politik gefordert), wovon plötzlich die Kreditvergabe betroffen ist (dummer Nebeneffekt). Die Investmentbanken machen einen unglaublichen Reibach mit Staatsanleihen, sie leihen sich zu 0% Geld (selbes Problem wie 2000) und investieren es in verzinste Staatsanleihen.


    So in welchem dieser Punkte kann die Linke auch nur ansatzweise eingreifen? Genau in keinem einzigen, weil der Investmentmarkt Ortsungebunden ist, die Einlagen flexibel verschiebbar.
    Sie versuchen darüber hinaus ein Einnahmeproblem zu lösen, dass so nicht existiert. Wie wäre es mal mit einer Abschaffung sämtlicher Subventionen und einer Verschlankung des Steuersystems, so dass jeder auch noch so schlecht gebildete Mensch auf einen Blick seine Steuerschuld erkennen kann? Dies führt automatisch zu einem großen Gerechtigkeitsempfinden, wenn ich sehen kann was jemand anderes zum Staatshaushalt beiträgt, nur durch Kenntnis seines Einkommens. Soziale Ungerechtigkeiten wären sofort erkennbar.

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    Original geschrieben von TeddybaerW
    Aktueller Fall, dieser Arcandor Chef, der für ein halbes Jahr angestellt war umd den Konzern zu retten. Blöd geloffen, pleite gemacht, aber der schiebt trotzdem ne Abfindung von 15Millionen für ein halbes Jahr ein! Das nenn ich mal Stundenlohn.


    Der gute Mann wurde von einem der Großaktionäre (Sal. Oppenheim) aus seinem sicheren Arbeitsverhältnis der Telekom herausgekauft durch eine Garantie eines 5 Jahres Vertrages bei Arcandor, welcher durch Sal Oppenheim abgesichert wurde. Die 15 Mio zahlt also nicht der insolvente Arcandor Konzern (könnte er auch gar nicht), sondern eine Privatbank. Vielleicht sollte man dieser die Dummheit vorwerfen, einen schon zur Verpflichtung insolventen Konzern mit so einem Langzeitvertrag für Eick ausgestattet zu haben. Eick hatte Handlungsmöglichkeiten die sehr bescheiden waren. Der Karren wurde schon lange voher tief in den Schlamm gefahren. Das nennt sich freie Vertragsausgestaltung, die Parteien waren hier beide im "vollbesitz" ihrer geistigen Fähigkeiten und haben diesen Vertrag unterschrieben. Natürlich kann man sich streiten ob es sinnvoll war, aber bezahlt wurde nicht durch die Allgemeinheit, sondern durch private Besitzer, die der Ansicht waren, dass Eick 15 Mio für 5 Jahre wert sei.