Ich habe damals stets die Kurse nach Lehrern ausgewählt. Bei mir gab es keinen Ethikunterricht, aber Philosophie als Alternative. Ich habe kein Problem mit Religionsunterricht, solange der Lehrer gut ist, ist es ohnehin ein Ethikunterricht. Mein bester Religionslehrer war äußerst Religionskritisch eingestellt, dort gab es dann auch kein Ja und Amen, es war quasi Wertfreie Erarbeitung von Ethik.
Die Frage in diesem Fall ist doch eher ob man eine gemeinsame Basis von Grundwerten allen Vermitteln soll und darauf aufbauend dann eine Religion. So wie ich das Lese wird genau dies abgelehnt von den Kirchen, weil sie weiterhin das Monopol auf Kinderbeeinflussung haben wollen. Was vermittelt denn Religionsunterricht für Werte, die ein Ethtikunterricht nicht leisten kann? Genau, Keine! Ob ich mich mit der einen oder anderen Glaubensgeschichte auseinandersetzen will, ist meine Privatsache und gehört meines Erachtens nicht in die Schule als Pflichtfach.
Das Highlight meiner Religionsunterrichtszeit war als ich zum Direktor geschickt wurde, weil ich ganz offen bemerkt habe, dass die Schöpfungsgeschichte total unlogisch sei (das war in der Grundschule).
Ich will nicht abstreiten, ich bin nach einer recht religiösen Kindheit nun absolut überzeugter Atheist, bin aber dennoch kein emotionales Monster, wie es von einigen Kirchenvertretern gerne vermittelt wird. Eine moralisch einwandfreie und ethische Einstellung bedarf keiner Religion. Und hilflose Kinder bereits in eine religiöse Richtung zu indoktrinieren finde ich äußerst bedenklich(Ich weiß, diese Aussage wird auf viele hier wie eine riesen Provokation wirken, ist aber meine Meinung)