Zitat
Original geschrieben von Brainstorm
Nebelfelsen: Die von Dir geschilderte Problematik würde ich gar nicht unbedingt auf den verkehr reduzieren, sondern halte das für eine sehr weit verbreitete Einstllung der Deutschen. Und zwar in vielen Bereichen des Lebens.
Es ist purer Egoismuß.
Um deine Beispiele aufzugreifen (von der sicht des "Störers" her gesehen): Was interresiert es den, ob Du 10 Sekunden länger warten mußt, weil er keinen Blinker gesetzt hat. viel wichtiger (für Ihn) ist doch, daß er sich den zusätzlichen und überflüssigen handygriff erspahrt hat, und seinen Musikgenuss nicht durch Nervtötendes Blinkerklicken stört. Daß du hinter dem Bremsen mußt, weil Du nicht damit rechnest daß er abbiegt, oder an der Einmündung warten mußt... Was solls, ist dem doch egal. Was willst Du dem denn tun? anziegen wegen sowas? Wohl kaum. Und wenn Du dem den Vogel zeigst, oder anderweitig Deinen Unmut äußerst, was solls, dann bist Du eben ein Rücksichtsloser Volldepp...
genauso mit den Typen die einfach im Weg stehen und das nicht mitbekommen. Warum sollten die sich auch gedanken über die Bedürfnisse der anderen machen? Jeder ist sich selbst der nächste.
Das könnte man einfach fortsetzen. In Deutschland ist Rücksichtnahme einfach nicht mehr in. Warum auch? Rücksichstlosigkeit wirkt doch auch viel lässiger, als ständig zu schauen daß auch andere was positives haben. Sollen die doch selbst sehen, wo sie bleiben. Mir schenkt doch auch keiner was. Und Höflichkeit wirkt einfach so verweichlicht. Und wer will schon als Weichei verschriehen sein. So kommt es mir zumindest vor.
Bei wirklich allem Respekt widerspreche ich hier mal 
Genau wie du stelle ich oft im Straßenverkehr fest, das sich andere Leute inkorrekt verhalten; egal ob Blinkervergesser, Schleicher, Drängler oder sonstwas.
Auf der anderen Seite stelle ich aber auch an mir selber immer wieder Fehler fest; eben genau die selben - je nach Ortskenntniss fahren ich oft schneller oder langsamer als der Durchnschnitt und wenn ich wirklich emotional erregt bin können auch mal "Kleinigkeiten" wie Blinker setzten vergessen werden.
Von solchen Sachen kann sich - wenn wir ehrlich sind - keiner völlig freisprechen und deswegen finde ich es umso wichtiger, den anderen, die diese Fehler begehen in gleicher weise Toleranz zuzuteilen. Nobody's perfect.
Zusammengefasst: Selbst wenn eine solche Situation 5x pro Tag vorkommt, kostet Sie nicht mehr als 5 Atemzüge. 
Kostet eine solche Situation einfach hinzunehmen nicht vielmehr Kraft, als sich darüber aufzuregen??
Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung:
Es gibt ja immer wieder Leute, die meinen unbedingt mit 130kmh Nachts um 3 auf einer dreispurigen Autobahn in der Mitte zu fahren.
Wenn man sie darauf anspricht, das alle, die mehr als 130 fahren, von der rechten spur - über die Mittelspur - auf die linke Spurt wechseln müssen, bekommt man nur ein flaxes "hier ist sowieso nur 100 erlaubt" als Antwort.
Das diese Leute einfach nicht begreifen koennen, das auch mal eine Ferarie mit zweihuntertachtzig angerast kommen kann und dann mit letzer Not vor den 150kmh fahrenden (der gerade auf der linken spur überholt) bremsen kann, sehen sie nicht.
Früher haben mich solche Leute fürchterlich aufgregt. Sicher, auch heute sehe ich das Verhalten noch als falsch an. Aber (großes Aber!) ich kann daran nichts ändern, selbst wenn ich 3 Tage mit den Leute diskutieren würde. Daher ist akzeptieren und tolerieren wohl wirklich sinnvoller; denn wieoft trifft man wirklich um 3h einen Ferari mit 280 auf einer dreispurigen Bahn an? 
c ya,
Masta