Ich finde, momentan ist es einfach noch zu früh, um über irgendwelche Bürgschaften zu reden.
Man sollte doch erstmal abwarten, wie dramatisch sich die Situation bei Opel tatsächlich entwickelt und - bei fehlender Unterstzützung von GM (ob gewollt oder nicht) Opel erstmal an den Rand einer Insolvenz gehen lassen.
Zu diesem Zeitpunkt muss die Politik dann mit GM dadrüber verhandeln, ob GM Opel tatsächlich in die Insolvenz schicken möchte (ich nehme an, weder das Know How von Opel noch die Fabrikhallen dürften losgelöst einen großen Wert haben...) oder eben Opel für einen sehr niedrigen Preis an einen neuen Investor verkauft wird.
Der Spotpreis unter einem möglichen Marktpreis unter normalen Umständen scheint vielleicht auf dem ersten Blick etwas brutal, jedoch würde das den Methoden entsprechen, wie GM in einer solchen Siuation selber auch vorgehen würde.
Wenn man bedenkt, das GM mittlerweile über 40 Jahre Alleingesellschafter von Opel ist, dürften in dieser Zeit auch einige Gewinne hängen geblieben sein...
Der neue Investor jedenfalls wäre möglicherweise in der Lage, durch den niedrigen Kaufpreis die vielfältigen Nachteile, welche durch das Abtrennen von Opel aus dem Konzern entstehen, auszugleichen und die momentane Krise zu überstehen.
Auch wenn hier der Eindruck entsteht, durch meinen Vorschlag würde die Regierung mit den Arbeitsplätzen bei Opel nur spielen: Eine Unterstützung von nicht unbedingt notwendigen Firmen mit Steuergeldern (und damit schlichtweg mit den Geldern von anderen, besser wirtschaftenden Firmen) ist und bleibt einfach falsch. Warum hier überhaupt der Gedanke aufkommt, das könne nicht wettbewerbsverzerrend sein, ist mir schleierhaft. Hoffentlich lässt sich die EU-Kommission in dieser Frage nicht beirren und untersagt solche Spielchen!