Beiträge von Charlie_D

    Zu 1: War das ein bezahltes Praktikum? Wenn ja dann haste keine Chance auf nen Fahrtkostenzuschuß
    zu2: Tja, so is das mit Freigrenzen is man drunter is gut, wenn nicht, nicht. So is das nu ma. Kann man machen nix.


    Ich würd mich aber auf jeden Fall nochmal schlau machen. Verlang doch von dem Amtsmenschen einen rechtsmittelfähigen Bescheid über die Ablehnung der Kostenübernahme. Den kann er Dir nicht verweigern und den muss er auch begründen. Mit so nem Wisch in der Hand kannste dann ja weiterrecherchieren...


    Grüße


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772 Worauf ich hinaus will: während der Angerufene relativ frei und offen über mich und mein Verhalten am Arbeitsplatz erzählen darf, kann ich als Bewerber noch lange nicht so offen über meinen (alten) Arbeitgeber im Gespräch erzählen. Als Bewerber habe ich also keine Möglichkeit, genauso offen meine Meinung zum selben Sachverhalt darzulegen. Am Ende steht sozusagen Aussage gegen Aussage, wobei die des Bewerbers in dem Sinne abgewertet wird, als er ja unter dem Druck steht, sich möglichst positiv darzustellen.


    Jain.
    Wenn der ExChef ordentlich vom Leder zieht, ist das genauso unglaubwürdig, wie wenn er den exAngestellten hochleben lässt.
    Genauso wie ein Bewerber unglaubwürdig ist, der seinen ExBetrieb über alles Lobt. Gesunde, objektive Kritik ist durchaus erlaubt.
    Ein wirklich guter Personaler hat auch immer was von Deinem Berufsstand. Er muss sozusagen hinter die Fassade blicken können.
    Das die meisten Leute im Bewerbungsgespräch top Gekleidet, hoch Motiviert und mit dem Siegerlächeln auf den Lippen sitzen, ist klar. Mich interessiert jedoch eher wies dahinter aussieht.


    Man hat als Personaler die nicht immer angenehme Aufgabe, Menschen zu beurteilen. An diese Sache muss man so rationell und unemotional wie möglich rangehen. Hinter jedem Menschen stehen allerdings Geschichten, Persönlichkeiten, Schiksale. Es ist auch für den Personaler nicht immer leicht, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Wenn ich z.B. einer wirklich arbeitswilligen, alleinerziehenden Mutter von 2 Kindern, die auf jeden cent angewiesen ist erklären muss, dass sie ab Ende des Monats auf der Straße stehen wird, und genau weiss, dass es nahezu ausgeschlossen ist, dass sie so schnell wieder nen Job findet, dann fühl ich mich danach ungefährs so, als ob ich mit nem Auto überfahren worden wäre..


    Aber, das hat nix mit dem Topic zu tun, ich schweife ab...

    Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Was denn? Dass Deutschland auf dem Weg zum Mittelmaß einen Gang zulegt? Dass die Besitzstandwahrer noch mehr Schaden anrichten? Eine merkwürdige Auffassung von sozial, wenn man immer mehr Leute in die Abhängigkeit von Almosen und Zuwendungen treiben will


    Thats it!
    Wir brauchen keine Sozialgelder am besten für alle. Nehmts den reichen Säcken und gebts den Bedürftigen. So funktioniert das aber nicht.
    Wir brauchen als erstes mal Wirtschaftliche und Arbeitsmarkt-Reformen. Dann trauen sich die Firmen auch wieder Leute einzustellen (mit Firmen meine ich Mittelstand, keine Konzerne mit zig 10000 Mitarbeitern, die spielen en nur Roulette...). Dann gibts mehr Kohle und mehr Arbeit für die, die arbeiten wollen. Alle anderen sollen, so seh's wenigsten ich, wirklich "durch den Rost fallen".
    Wer was Leistet bekommt Geld. Wer mehr leistet, bekommt mehr Geld. Wer nichts leistet, aber will, der soll zweckmäßige Hilfe bekommen (da meine ich jetzt nicht die Umschulung z.B. vom 56 jährigen Metzgermeister zum IT-Kaufmann; bei meinem Onkel konnte ich diese sinnvolle Maßnahme live miterleben)), und der der nichts leisten will, der soll sehen wo er bleibt.
    So ein sozialsystem muss nämlich in beide richtungen funktionieren. Der Unschuldig in Not geratene muss durch die Sozialgemeinschaft gestützt werden. Andernseits muss der Empfänger von solchen Leistungen auch entsprechend mitziehen.


    Würde das, was PDS/die Linken gefordert haben kommen, wären die, die Arbeiten gehen wirklich die dummen.


    Ich bleib dabei. So gefährlich wie die rechten Bären mit ihrem Gedankengut auf der einen Seite, so gefährlich sind die linken auf der anderen Seite.


    Ich möchte da mal ein Zitat des letzten bayerischen Königs, Franz Josef Strauss :D zitieren.
    Der sagte mal: "Rechts von der CSU beginnt der Abgrund".
    Ich sage zusätzlich noch dazu: "...und links von der SPD ebenfalls!"


    Charlie

    Das hab ich jetzt überlesen!


    Nein, es MUSS Arbeitszeugnis drüberstehen. Du musst z.B. auch, so gewünscht, von Deinem Arbeitgeber ein "qualifizierendes Arbeitszeugnis" einfordern. Von sich aus muss er Dir kein Arbeitszeugnis ausstellen.



    Aber, so Seite, wie die, deren Link Du anführst finde ich immer nett! Doch, wirklich!
    Könnte glatt von ATAC oder ähnlichen Schwachmaten gemacht sein. Wir sind gegen alles. Die bösen, bösen Firmen. Lieber mal auf die Firmen schimpfen als den Blick nach vorn zu richten.


    Im Ernst, es gibt viele unschöne Schicksale, aber solche Bemittleidungsseiten bringen doch ausser an kräftigen Frustaufbau doch gar nix!


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Und wie treffen die dann eine Vorauswahl an Bewerbern (bei gleicher Qualifikation)?


    Es ist sehr selten, dass man auf eine Stellenausschreibung für eine spezielle Fachkraft soooo viele Bewerbungen erhält, die alle die gleichen Qualifikationen vorweisen und sich nicht schon im Vorfeld ins aus bugsieren. Und die 5-10 People, die dann noch bleiben, da nimmt man sich schon die Zeit, sich die richtig vorzunehmen.


    Im nichtqualifizierten/Helfer Bereich haben sich masseninterviews als ordentlich funktionierendes Mittel herausgestellt. Das muss man zwar schon einige Zeit machen um die Leute einschätzen zu können, aber die werden im 15Minuten Takt eingeladen und dann werden an enem Tag 30 Leute oder so interviewt. Die Leute so einschätzen zu können lernt man nicht von heute auf morgen, aber entweder wird man nach max. 6 Monaten wahnsinnig oder es wachsen einem mehrere paar Augen und Ohren...


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Wieviele Personalleiter kennst Du denn? :confused: ;)


    Viele, sehr viele...
    Sagen wir mal so: 80% meiner Kunden sind Personaler...
    Vom 2-Mann Malerbetrieb bis zum mehrere 1000 Mitarbeiter Industriekonzern. Also quasi aus allen Schichten des Arbeitslebens...


    Und wie gesagt, die allermeisten wissen, wie man ein Zeugnis auszustellen hat und deshalb nehmen sie es nicht Ernst!


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von FedEx
    Na ganz so einfach ist die Sache ja auch nicht. Wenn Arbeitszeugnisse nicht so wichtig wären, dann gäbe es sie mittlerweile auch nicht. Und wenn einer in die nähere Auswahl kommt, dann kann man halt nicht gschwind den Ex-Arbeitgeber anrufen, weil er in diesem Moment nunmal kein Ex-Arbeitgeber ist. Das mag im Fall Printus zwar anders sein, trotzdem kann man die Wichtigkeit eines Arbeitszeugnisses nicht leugnen.


    Und dass er vermutlich ein besseres Zeugnis bekommt wenn er sich dort persönlich meldet, steht ausser Frage. Und trotzdem würde ich den juristischen Weg gehen bei diesem Zeugnis.


    Na, dann unterhalt Dich mal mit ein paar Personalleitern. Ich zumindest kenne keinen einzigen, der ein Zeugnis als wichtig ansieht. Wie gesagt, man ist so oder so dazu "verdammt", was positives zu schreiben. Also wird man sich alles andere entsprechend Verkneifen. Und da das Zeugnis somit zu 95% positiv sein wird, hat es 0% Aussagekraft.


    Ein solch schlechtes allerdings würde ich persönlich jetzt z.B. komplett ignorieren. Kommt er von einer kleinen Firma würde ich jetzt sagen: Der will ihm eins mitgeben. Kommt er von ner großen würd ich sagen: Die Sachbearbeiterin hat einen an der Waffel/kennt sich nicht aus.


    Nichts desto trotz würde ich dieses Zeugnis auch nicht so stehen lassen. Printus könnte rechtlich dagegen angehen. Wenn keine Fristen überschritten worden sind wird der Ex-Arbeitgeber mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit das Zeugnis ändern müssen. Mit Sicherheit aber maximal in ein neutrales. Ein erzwungenes Zeugnis wird niemals gut ausfallen.


    Also, und selbst wenn ein Zeugnis nun wichtig wäre, bringt einem ein mittelmäßiges GAR NIX.


    Kleiner Tip am Rande: man ist nicht verpflichtet, ein Zeugnis vom Ex-Arbeitgeber zu haben, geschweige denn vorzulegen! ;)


    Charlie

    Jetzt ml a ganz andere Frage zum Thema Zeugnis:
    Warum reitet ihr alle so auf diesem Zeugnis rum? Klar, die Formulierung ist nicht nur unglücklich, und ohne das Du unpünktlich wars hat die betreffende Firma echt ein Problem das aufrecht zu erhalten, aber ein Arbeitszeugnis ist doch so oder so Schall&Rauch!


    Das Stichwort heisst "Wohlwollensgrundsatz". Jeder vernünftige Personaler wird ein Zeugnis min. eine bis (wenns ganz schlecht war) zwei Noten nach oben korregieren. Im Gegenteil. Gerade wenns ganz mies war geben die meisten ein recht ordentliches Zeugnis. Ganz einfach deswegen, weil sie bei einem evtl. Arbeitsrechtsprozess so oder so die Ars**karte ziehen würden.
    Personaler wissen so etwas und sind deshalb in aller Regel froh, wenn sie so einen Schlumpf von der Backe haben. Das letzte was sich ein Personaler wünscht, ist wegen einer eigentlich wahren Formulierung noch monatelange Streitereien zu haben. Er zieht, wie gesagt, eh den kürzeren.


    Wenn ich jemanden einstelle, dann überflieg ich das Zeugnis eh nur. Bei der Masse an Bewerbungen hat man meist eh keine Zeit zu mehr. Kommt dann ein Kandidat in die nähere Auswahl, ruf ich bei seinem Ex-Arbeitgeber an und hole mir persönliche Auskünfte. Wie gesagt, ein Zeugnis ist durch die gängige Rechtspraxis nicht mal das Papier wert, auf dem es gedruckt ist!


    Charlie