Natürlich wartet (der "unparteiische") Spiegel online wieder mit zwei Topschlagzeilen auf:
-erster CDU-Mann fordert Wulff zum Rücktritt auf (dürfte er wohl nicht ohne Rückfrage und soll m.M. wohl Wulff erste Möglichkeiten zum Rückzug andeuten, bevor er zurücktritt weil die Kanzlerin es offziell fordert - vgl. die Tatsache, dass Gabriel Merkel aufforderte, Wulff zum Rücktritt zu bewegen und Gabriel kann nicht mehr zurück und beim nächsten Treffen mit Wulff (oder als nächster Kanzler?) vor dem BP aufstehen...)
- Transparancy International und der Deutsche Journalistenverband nehmen Einladung des Bundespräsidenten nicht an und bleiben demonstrativ dem Neujahrsempfang fern
(soll andeuten: der Präsident kann durch die Affäre nicht mehr all seine repräsentativen Aufgaben für Deutschland erledigen, weil wichtige Organisationen nicht mal mehr zum Bundespräsidenten gehen wollen = das höchste Staatsamt hat deutlich an Respekt und Würde verloren, sodass es für Wulff nicht mehr problemlos ausführbar ist, weil einige nicht mehr auf ihn hören wollen)
-DeMaiziere wird als Nachfolger gestreut, über den angeblich in der Union bereits Konsens bestehe (FAZ)
Vielleicht hatte Merkel die vorigen Tage noch so viel mit Italien und davor mit Sarkozy und Lagarde zu tun gehabt. Obwohl sie sich ja bisher nicht offiziell äussert, da BP ja ein anderes Staatsorgan sei, wird offensichtlich doch im Hintergrund gewerkelt. Dass muss man wahrscheinlich, weil es eben doch wesentlich ist, wenn der Oppositionschef und mögliche Kanzlernachfolger (Gabriel oder Steinmeier) so deutliche Bedenken anmeldet: Keiner in den Führungsgremien fordert offiziell Rücktritt, um dass Amt nicht zu beschädigen, aber alle arbeiten daran. Ob nun die Aufstellung des Verteidigungsministers wirklich für ein Ende des Parteienklüngels bei der Wahl des höchsten Amtes in Deutschland steht, muss jeder selbst entscheiden.